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IGFM tourt mit Menschenrechtsausstellung durch Deutschland
 Ein Kuba für Touristen, ein anderes für die Kubaner
Berlin / Frankfurt am Main (5. Dezember 2007) - Kuba ist ein Land der Gegensätze, planwirtschaftlicher Mangel und touristischer Luxus, Unterdrückung und Lebensmut, Diktatur und freiheitlicher Idealismus prallen hier aufeinander. Zu diesem Thema hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) eine Ausstellung organisiert und heute in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin präsentiert. Die in Frankfurt ansässige IGFM will die Ausstellung in 100 deutschen Städten zeigen. "Wir wollen deutsche Urlauber aufrütteln. Schließlich kann man in Kuba nicht mit gutem Gewissen die Seele baumeln lassen, solange dort Menschen diskriminiert und gefangen gehalten werden, nur weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen wollen", erläuterte der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin. Die Ausstellung möchte ein realistisches Bild von der sozialistischen Republik Kuba zeigen und die Öffentlichkeit auf die Menschenrechtsverletzungen, die auf der karibischen Insel begangen werden, aufmerksam machen. Dafür thematisiert die Ausstellung die Zensur, willkürliche Verfolgung und Haft von Regimegegnern, Tourismus und die sozialistische Mangelwirtschaft.
Die Ausstellung fordert zu bewusstem und verantwortungsvollem Reisen auf. Unter den europäischen Urlaubern stellen deutsche Touristen den größten Anteil. Und aufgrund der Unterstützung des Aufbaus der kubanischen Sicherheitskräfte durch die Staatssicherheit der DDR sieht die IGFM deutsche Urlauber in besonderer Verantwortung. Anhand von Bildern wird der Gegensatz zwischen den Feriendomizilen der Urlauber und der Armut der kubanischen Bevölkerung besonders deutlich.
Ein weiterer Teil der Ausstellung befasst sich mit den Schicksalen der politischen Gefangenen. Es wird über die Verurteilung und die "Straftaten" der Gefangenen ebenso berichtet, wie über die unmenschliche Haftsituation der Gefangenen. So soll ein Einblick in die kubanische Strafgesetzgebung und schnelle Verurteilung politischer Dissidenten gegeben werden.
Die Meinungs- und Pressefreiheit stellt ein weiteres Schwerpunktfeld der Ausstellung dar. In Kuba sind alle Parteien außer der kommunistischen verboten, es gibt nur eine Tageszeitung und keine unabhängigen Gewerkschaften. Regimekritische Schriftsteller und Journalisten werden verfolgt, sind inhaftiert oder mussten das Land verlassen. Die nächste Station ist das Mauermuseum (Haus am Checkpoint Charly) in Berlin, das die Ausstellung am 12. und 13. Dezember zeigen wird.
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