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IGFM: Nach siebenmonatigem Hungern ist Guillermo Fariñas im äußerst kritischen Zustand
 Gewaltfreier Kampf für Informationsfreiheit auf Kuba: Dr. Guillermo Fariñas, Gründer und Direktor der unabhängigen Presseagentur Cubanacán Press, war seit dem 31.01.2006 im Hungerstreik. Träger des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar 2006.
Frankfurt am Main ? Santa Clara (01. September 2006) ? Der unabhängige Journalist und Bürgerrechtler Dr. Guillermo Fariñas, der diesjährige Träger des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar, beendete gestern seinen Hungerstreik, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. Fariñas wollte mit dem Hungerstreik, in den er am 31. Januar 2006 getreten war, seiner Forderung nach freiem Zugang zum Internet verleihen. Aufgrund seines sehr kritischen Gesundheitszustandes hätte der Dissident den Hungerstreik wahrscheinlich nicht mehr länger als eine Woche überlebt.
Nach Auskunft von Fariñas Mutter, Alicia Hernández, haben die Dissidentinnen Bertha Antúnez Pernet aus der Provinz Villa Clara und Martha Beatriz Roque Cabello Fariñas überzeugen können, sofort seinen Hungerstreik zu beenden. "Er kann nicht fortfahren sein Leben zu riskieren, als Christ kann dies nur Gott entscheiden."
Auch wenn Fariñas den Hungerstreik beendet hat, wird er seine Meinung trotzdem aufrecht halten und die Forderung an die Regierung, freien Zugang zum Internet zu erhalten, aufrecht erhalten. Seine Mutter berichtet, Fariñas beabsichtige sofort nach seiner Rehabilitation den Protest wieder auf zu nehmen, allerdings ist noch nicht sicher in welcher Form dies sein wird.
Der 43 Jahre alte Doktor der Psychologie, Gründer und Direktor der unabhängigen Presseagentur Cubanacán Press, hatte am 31. Januar 2006 den Hungerstreik begonnen, um einen freien Zugang zum Internet zu erhalten. Seit 1995 befand sich der Dissident bereits 20mal im Hungerstreik.
IGFM hofft auf Ausreiseerlaubnis nach Weimar
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher IGFM, "hofft auf baldige Genesung. Des Weiteren wünscht er sich, dass Fariñas, im Gegensatz zu den Damen in Weiß beim Sacharowpreis des europäischen Parlaments, eine Ausreiseerlaubnis nach Weimar erhält, um den Menschenrechtspreis im Dezember entgegen zu nehmen."
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