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Öffentlicher Auftritt bei Menschenrechtsausstellung der IGFM in Köln
 Jagd auf Falun Gong
Frankfurt / Köln / Berlin - (26. Oktober 2005) - Erstmalig berichten zwei ehemalige chinesische Sicherheitsbeamte über staatlich organisierte Menschenrechtsverletzungen, Verfolgungs- und Geheimdienstpraktiken durch die VR China. Yonglin Chen, ehemals Erster Sekretär des chinesischen Konsulats in Sydney, hat das chinesische Konsulat Ende Mai dieses Jahres verlassen und politisches Asyl in Australien beantragt. Der 37-jährige Diplomat war für die Überwachung der in Australien lebenden chinesischen Dissidenten zuständig, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Chen wird in Köln ausführlich über Interna des chinesischen Spionagenetzes in Australien berichten.
Fengjun Hao, ehemaliger Offizier des Staatlichen "Sicherheitsamtes" der Stadt Tianjin, Beamter vom Sonderbüro 610, hatte sich ebenfalls im Frühjahr gezielt einer Reisegruppe angeschlossen und war in Australien zunächst untergetaucht. Das Büro 610 ist eine Gestapo-ähnliche Organisation, die gezielt für die Verfolgung von den Praktizierenden der Meditationsbewegung Falun Gong ins Leben gerufen wurde. Die chinesische Regierung bestreitet die Existenz dieser landesweit eingerichteten Organisation. Auf seiner Flucht hat Hao zahlreichen Geheimakten in den Westen gebracht.
Da sie ihre Überwachungsarbeit aus Gewissensgründen "nicht mehr aushalten" konnten, kehrten sowohl Chen als auch Hao ihrem Heimatland den Rücken. Chen und Hao haben sich bereit erklärt, während der Pressekonferenz zu folgenden Themen zur Verfügung zu stehen: - Die geheime Infiltration des Westens - Schwarze Listen - Die Kontrolle von Auslandschinesen und chinesischsprachigen Medien im Ausland - Die Existenz des Büros 610 - Die Verfolgung von Religionsgemeinschaften in China - Die Verfolgung von Menschen, die aus der KPCh austreten
Die in Frankfurt ansässige IGFM hat immer wieder darüber berichtet, wie in der VR China Menschen wegen ihrer religiösen oder politischen Einstellung verfolgt werden, welche Bedeutung Zwangsarbeit und Folter im chinesischen Staat haben. Derzeit sind die Anhänger der Meditationsschule Falun Gong, die am härtesten verfolgte Glaubensgemeinschaft im "Reich der Mitte", so die Menschenrechtsgesellschaft. Sie zeigt im Rahmen der Wanderausstellung "Fields of Shame" Beispiele für diese Menschenrechtsverletzungen an Falun Gong Praktizierenden, Anhängern der Demokratiebewegung und an Tibetern. Dies sind aber bei weitem nicht alle Gruppen, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch die VR China werden.
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