Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Holguin/Frankfurt am Main (20. August 2012) - Am vergangenen Samstag stürmte eine Einsatztruppe der kubanischen Polizei das Haus einer Bürgerrechtsaktivistin in Holguín, in dem ein Treffen der "Damen in Weiß" ("Damas de Blanco") stattfand. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden bei dem Einsatz fünf Kinder der Bürgerrechtlerinnen misshandelt, entkleidet, bedroht, mit Steinen beworfen und verhaftet. 14 "Damen in Weiß" wurden geschlagen und gestoßen, in vor dem Haus parkende Steifenwagen gezerrt und auf Polizeistationen gebracht.
Nach Angabe der Bürgerrechtlerin Ana María Aguilera, Mitglied der "Damen in Weiß", wurde die Minderjährige Adriana, Tochter der anwesenden "Dame in Weiß" Romelia Piña González, verhaftet. Amanda, die Tochter der ebenfalls anwesenden Gricelys Piña, wurde brutal angegriffen und vollständig entkleidet. Ana María Aguilera selbst hatte nach eigenen Angaben bei dem Angriff ihren vierjährigen Enkelsohn auf dem Arm: "Sie haben mir das Kind aus den Armen gerissen und ihn einfach auf den Boden gelegt, er fing fürchterlich zu weinen an."
Die IGFM kritisiert das Vorgehen der kubanischen Polizei gegen Bürgerrechtler und deren Kinder. "Dass die kubanische Polizei nun Kinder misshandelt und damit droht, sie ihren Eltern wegzunehmen und in ein Umerziehungslager einzuweisen, nur um Andersdenkende zu bekehren, ist eine weitere Eskalation", so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. "Die Damen in Weiß ließen sich aber zum Glück nicht zum Schweigen bringen und forderten bei der gestrigen Sonntagsmesse erneut die Freilassung aller politischen Gefangenen", so Lessenthin weiter.
Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in der Republik Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html
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