Einladung zur IGFM-Tagung "Christliche Märtyrer der Gegenwart ? Verfolgte Christen heute"


IGFM -Tagung aus Anlass des ersten Jahrestages der Ermordung
der italienischen Ordensschwester Leonella Sgorbati am 17. September 2006 in Somalia
nach der Regensburger Papstrede




Referent: Prälat Prof. Dr. Helmut Moll,
Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz,
Verfasser des bekannten "Martyrologium des 20. Jahrhunderts"

Schwester Leonella Sgorbati, ermordet 17. September 2006 in Somalia

Wann: Samstag, 22. September 2007, 11:00 bis 16:00 Uhr

Wo: Hochschule St. Georgen
Offenbacher Landstr. 224, 60599 Frankfurt-Oberrad


Zum Thema:

Auch in unserer Zeit sterben Christen um des Glaubens willen und erleiden aus religiösen Gründen Diskriminierung und Verfolgung. So wurden 2007 am 18. April drei protestantische Christen in Malatya (Türkei) umgebracht.

Doch das Bewusstsein für bedrohte Glaubensangehörige wächst: Am 24. Mai 2007 nahm der Bundestag mehrheitlich den von den CDU/CSU- und SPD-Bundestagsfraktionen eingebrachten Antrag zur "Solidarität mit verfolgten Christen und anderen verfolgten religiösen Minderheiten" an.

Dort heißt es: "Die Meldungen über Verfolgung und Diskriminierung von Christen und anderen religiösen Minderheiten nehmen ständig zu. ... Berichten zufolge werden in mindestens 50 von etwa 200 Staaten der Welt tagtäglich Kirchen und Gebetshäuser zerstört. Unter den religiös verfolgten weltweit macht allein die Gruppe der verfolgten Christen 80 Prozent aus. Religionsfreiheit ist ein in internationalen Menschenrechtskonventionen verankertes Menschenrecht."

Auch wenn die Kirchen sich des Themas verstärkt annehmen, so ist doch gerade hier noch Bewusstseinsarbeit zu leisten.

Seit Gründung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Sitz Frankfurt/M. gehört das Menschenrecht "Religionsfreiheit" zu ihren Schwerpunkten. Aus Anlass des ersten Todestages von Schwester Leonella in Somalia befasst sich die Tagung mit "Christlichen Märtyrern der Gegenwart", die von uns den Einsatz für "Verfolgte Christen heute" verlangen.


Christliche Märtyrer 2007/2006 (unvollständig)

2007
21. März - Lynchmord an Lehrerin Oluwatoyin Oluwasesan (Gombe/Nordnigeria)
13. April - Ermordung des Ex-Moslems Manzoor Ahmat Chat ( Kaschmir/Indien)
18. April - Ermordung der evangelischen Christen Tilman Geske, Necati Aydin und Ugur Yüksel in Malatya (Türkei)
  3. Juni - Pfarrer Ragheed Ganni und drei Diakone (Irak)
  4. Juli - Pastor Pau Za Khen (Indien)

2006
  5. Februar - Priester Andrea Santoro (Trabzon/Türkei)
18. Februar  -katholischer Pfarrer Michael Gajere (Nordost-Nigeria)
17. September - Schwester Leonella Sgorbati in Reaktion auf die Regensburger Papstrede (Somalia)
17. Oktober - Foltertod von Immanuel Andegergesh und Kibrom Firemichel (Eritrea)
21. November - Ex-Moslem Bashir Ahmed Tantray (Jammu/Indien)



 

Zur Tagung



Tagungsleitung: Reinhard Wenner, Jurist und Theologe,  IGFM ?Vorstandsmitglied

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Keine Tagungsgebühr.

Tagungsablauf


11:00 Uhr: Begrüßung

11:15 ? 12:30 Uhr:
Vortrag Prälat Prof. Dr. Helmut Moll, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz: "Martyrium und Mission ? Zur Definition des inflationär verwendeten Märtyrerbegriffs"

12:30 ? 13:30 Uhr: Mittagessen in der Mensa der Hochschule

13:30 ? 14:30 Uhr:
IGFM -Referent Walter Flick: "Christliche Märtyrer der Gegenwart ? Verfolgte Christen heute"

14:30 ? 15:00 Uhr: Kaffeepause

15:00 ? 15:45 Uhr:
Oberstudienrätin Agnes Straub, IGFM?Arbeitsausschuss "Religionsfreiheit/verfolgte Christen". Vortrag: "Was können wir für verfolgte Christen tun?"

15:45 Uhr: Schlusswort und Resümee

Ca. 16:00 Uhr: Ende der Tagung


Bei den Vortragszeiten sind Aussprachemöglichkeiten eingeplant. Situationsbedingte Änderungen im Verlauf sind möglich.

Keine Tagungsgebühr. Freiwillige Spende.


Zu den Referenten:

Prälat Prof. Dr. Helmut Moll, geb. 1944, studierte kath. Theologie und Geschichte in Bonn, Tübingen, Rom, Regensburg und Münster und promovierte 1973 bei Professor Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI. 1976 folgte die Priesterweihe, von 1984 bis 1995 war er an der Römischen Kurie tätig. Seit 1993 Konsultor für die Selig- und Heiligsprechungen. Seit 1998 zuständig bei der Erzdiözese Köln für die Selig- und Heiligsprechungen.
Prälat Helmut Moll wurde von der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Martyrologium des 20.Jahrhunderts beauftragt (Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20.Jahrhunderts. Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. 2 Bände. 2006 4.Auflage)
Seit 2004 erfüllt er einen Lehrauftrag an der Wissenschaftlichen Hochschule Weilheim.

Walter Flick ist seit 1997 IGFM ?Referent auf dem Arbeitsgebiet ?Religionsfreiheit?, Redakteur der Rundbriefe "Verfolgte Christen aktuell" und "Gefangenen des Monats"

Agnes Straub, Gymnasiallehrerin, ehrenamtliches Mitglied des IGFM-Arbeitsausschusses "Religionsfreiheit/Verfolgte Christen" und der IGFM-Arbeitsgruppe Karlsruhe


Anmeldung erwünscht (nicht Bedingung) bei:

IGFM
z. Hd. Herrn Walter Flick
Borsigallee 9
60588 Frankfurt
Tel: 069-420108-28, Fax: 069-420108-33
E-Mail: religion@igfm.de


Anfahrt:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Hochschule St. Georgen, Offenbacher Landstr. 224, 60599 Frankfurt-Oberrad vom Hauptbahnhof Frankfurt aus mit der Straßenbahnlinie 16 (Richtung "Offenbach Ost/Stadtgrenze") in ca. 20 Minuten Haltestelle Balduinstraße erreichbar.
Abfahrtszeiten am Frankfurt Hbf alle zehn Minuten: um 10:08 Uhr, 10:18 Uhr usw..
Die Linie 16 hält auch am Frankfurter Südbahnhof. Von dort aus 8 Minuten Straßenbahn-Fahrt.

Mit dem Auto aus Richtung Westen: A3 (Köln-Würzburg).
Nach dem Mönchhofdreieck wird die Autobahn fünfspurig. Auf eine der beiden rechten Fahrspuren wechseln (Richtung "Frankfurt" oder "Flughafen"). Sie unterqueren dann die A3. Für ca. 6 km den Schildern ?Frankfurt? oder ?Stadtmitte? folgen, dann ziemlich plötzlich rechts abbiegen Richtung "Sachsenhausen". Sie sind jetzt in der "Mörfelder Landstraße". Zwischen den Stadtteilen Sachsenhausen und Oberrad (linker Hand Bäume und Felder) fahren Sie jetzt an der Außenmauer von St. Georgen entlang. Verpassen Sie nicht die Einfahrt mit dem großen schmiedeeisernen Tor des Hauses Nr. 224.

Mit dem Auto aus Richtung Osten: A3 (Würzburg-Köln)
Abfahrt Offenbacher Kreuz Richtung Frankfurt auf der A66 (Darmstadt-Bad Homburg),
weiter bis Abfahrt Offenbach, über "Offenbacher Kreisel" Richtung Oberrad und dem Weg bis Mitte Oberrad folgen. Dort nach rechts und weiter ? etwa 500 m - bis "St. Georgen" (linke Straßenseite).
Von der A66 (Bad Homburg ? Darmstadt) aus Frankfurt kommend auf der Mainbrücke rechts einordnen und über "Offenbacher Kreisel" Richtung Oberrad, weiter wie oben.

 

© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

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