Nach dem 11. September 2001 nahm Rußlands Kriegs in Tschetschenien, der von Moskau als "Terrorbekämpfung" ausgegeben wird und in erster Linie gegen die Zivilbevölkerung gerichtet ist, an Brutalität zu. Es vergeht kein Tag, ohne das mehrere Ortschaften abgeriegelt und mehrtägigen "Säuberungen" ausgesetzt werden. Es vergeht keine "Säuberung" ohne Tote, Verschleppte und Vermißte. Wenn aber zuvor zumeist Männer und männliche Jugendliche bevorzugtes Zielobjekt der russischen Truppen waren, so stellen russische Menschenrechtsorganisationen neuerdings fest, daß nun auch Frauen und Mädchen im zunehmenden Maße Opfer von Verschleppungen, Gewalt und willkürlichen Erschießungen geworden sind und sexuelle Übergriffe gegen sie alarmierende Ausmaße angenommen haben. |