Aktuelle Appelle und Informationen zu Gefangenen

Appell: Export von Kleinwaffen einschränken!

Deutschland zählt zu den 15 Hauptproduzenten von Kleinwaffen. Seit 1990 sind Kleinwaffen weltweit in 93 Prozent der Konflikte die wichtigsten Waffen der Kriegsparteien, darunter Kindersoldaten Rebellengruppen. Es werden jegliche Kleinwaffen verwendet, wie z.B. Pistolen, Panzerfäuste, Maschinengewehre, leichte Mörser, Granaten, sowie Landminen - viele davon in Deutschland und der Europäischen Union hergestellt. Etwa 80 Prozent der in heutigen Konflikten Getöteten sind Zivilisten - die meisten sterben durch Kleinwaffen. Dies muss unterbunden werden. Handeln Sie jetzt - helfen Sie diesen Wahnsinn zu stoppen. Treten auch Sie für strenge Kontrollen von Lizenzherstellung und Export von Kleinwaffen ein.

[Unterschriftenliste "Export von Kleinwaffen einschränken!", 37 kB ...]
[Zur Onlinepetition "Export von Kleinwaffen einschränken!" ...]

Die 8-köpfige Familie von Nadia Mohamed Ali wurde am 13. Januar 2013 in der Stadt Biba zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie vom Islam zum Christentum konvertiert ist. Die Witwe war ursprünglich Christin und ist die Mutter von sieben volljährigen Kindern. Sie trat zum Islam über, entschloss sich aber nach dem Tod ihres muslimischen Mannes im Jahr 1991 dazu, wieder Christin zu werden. Sieben Beamte, die der Familie halfen, Namen und Religionszugehörigkeit der gesamten Familie in den Dokumenten zu ändern, wurden jeweils zu fünf Jahren Haft verurteilt.


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[Unterschriftenliste "Ägypten - Recht auf Religionswechsel achten!", 37 kB ...]
[mehr Infos zu Abfall vom Islam ...]

Der iranischstämmige Saeed Malekpour (*1975) wurde im Januar 2012 in einem 15-minütigen Prozess wegen "Beleidigung und Entweihung des Islam" sowie "Design und Unterhalten von pornographischen Webseiten" zum Tode verurteilt. Grund seiner Verurteilung war der Missbrauch eines von ihm entwickelten Softwareprogramms, mit dem ohne sein Wissen pornografische Bilder ins Netz gestellt wurden. Unter Folter zwang man ihn zu falschen Geständnissen. Über ein Jahr lang befand er sich in Isolationshaft. Er befindet sich in Abteilung 2A des für Folter berüchtigten Evin-Gefängnisses in Teheran und wartet auf seine Hinrichtung.

[mehr Infos zu Saeed Malekpour ...]
[Unterschriftenliste für Saeed Malekpour, 75 kB ...]
[Onlinepetition für Saeed Malekpour ...]

Pastor Behnam Irani (*1960) wird seit dem 31. Mai 2011 ununterbrochen unschuldig gefangen gehalten. 1992 konvertierte er zum Christentum und war seit 2002 in einem Netzwerk von Hauskirchen im Iran als Pastor tätig. Aus diesem Grund wurde er zu insgesamt sechs Jahren Haft verurteilt. Irani befindet sich im Ghezal-Hesar-Gefängnis in der Provinz Alborz. Er wurde wiederholt gefoltert und erlitt dabei sehr schwere Verletzungen. Pastor Irani ist mit einer armenischen Christin verheiratet, das Paar hat zwei kleine Kinder.

[mehr Infos zu Behnam Irani ...]
[Unterschriftenliste für Pastor Behnam Irani, 92 kB ...]
[Onlinepetition für Pastor Behnam Irani ...]

Im Januar 2011 verurteilte die 26. Abteilung des Revolutionsgerichts unter Vorsitz von Richter Pirabbasi Nasrin Sotoudeh zu elf Jahren Gefängnis. Zudem wurde sie mit einer 20jährigen Ausreisesperre sowie ein Berufsverbot um als Rechtsanwältin zu arbeiten belegt. Aktuell wird sie im berüchtigten Evin-Gefängnis in Tehran festgehalten. Im Berufungsverfahren im September 2011 wurde ihre Strafe auf 6 Jahre Gefängnis und 10 Jahre Berufsverbot reduziert - und somit nahezu halbiert.

[mehr Infos über Nasrin Sotoudeh ...]
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Yu Zonghai gehört seit 1995 der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong an. Nachdem er Ende 1999 für mehrere Monate im Arbeitslager von Mudanjiang in der Provinz Heilongjiang (Nordosten Chinas) interniert war, wurde er im Oktober 2001 erneut verhaftet und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Er verbüßt seine Haftstrafe im berüchtigten Stadtgefängnis von Mudanjiang. Sein einziges Vergehen bestand darin, dass er ein großes Transparent mit der Aufschrift "Falun Gong ist gut" am Amt für Öffentliche Sicherheit, dem höchsten Gebäude von Mudanjiang anbrachte. Infolge von Folter, brutalen Schlägen und Misshandlungen und der Verweigerung medizinischer Behandlung ist er so schwer krank, dass berechtigter Anlass zur Sorge um sein Leben besteht.

[mehr Infos zu Yu Zonghai ...]
[Unterschriftenliste für Yu Zonghai, 37 kB ...]
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in Saudi-Arabien sind innerhalb von zwei Wochen 30 Menschen enthauptet worden. Insgesamt sind die Namen von 97 Personen bekannt, die alle wegen des Besitzes des Aufputsch- und Dopingmittels Captagon verurteilt wurden. Bis auf elf jordanische Staatsbürger handelt es sich bei den zum Tode Verurteilten um Syrer. Von allen verurteilten syrischen Staatsbürgern ist bekannt, dass sie "Ersttäter" sind.

[Enthauptungswelle in Saudi-Arabien stoppen! ...]
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Am 3. Juli 2011 wurde bekannt, dass Mohammad Ali Dadkhah zu Peitschenhieben, 9 Jahren Gefängnis, einem zehnjährigen Berufsverbot als Anwalt und Dozent sowie einer Geldstrafe verurteilt wurde. Nach eigenen Angaben bestehen die 9 Jahre Gefängnis aus 8 Jahren für die Planung einer "Sanften Revolution" und ein Jahr für das Verbreiten von "Regimefeindlicher Propaganda".  Am 30. September 2012 musste er seine Haftstrafe antreten. Bis zu seiner vorübergehenden Freilassung auf Kaution am 9. Januar 2013 befand er sich im für Folter berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran.

[mehr Infos über Mohammad Ali Dadkhah ...]
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Am 29. Dezember 2011 wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit neben Pastor Nguyen Trung Ton auch die evangelische Christin Ho Thi Bich Khuong wegen angeblicher "Propaganda gegen die Sozialistische Republik Vietnam" von einem Volksgericht der nordvietnamesischen Provinz Nghe An zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. Pastor Ton war von IDEA/IGFM bereits zum "Gefangenen des Monats März 2011" benannt worden.

[mehr Infos über Ho Thi Bich Khuong ...]
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Der iranische Rechtsanwalt Abdolfattah Soltani ist einer der international bekanntesten Menschenrechtsverteidiger im Iran. Soltani wurde am 10. September 2011 in Teheran verhaftet. 175 Tage lang befand er sich ohne Anklage im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran. Am 4. März 2012 verurteilte ihn die 26. Abteilung des Revolutionsgerichts in Teheran zu 18 Jahren Haft und anschließendem 20jährigen Berufsverbot. Im Juni 2012 wurde seine Haftstrafe im Berufungsverfahren auf 13 Jahre im Borazjan-Gefängnis reduziert. Unter anderem erhielt er 2009 den Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg.

[mehr Infos zu Abdolfattah Soltani ...]
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Die "Damen in Weiß" (Damas de Blanco) sind ein Zusammenschluss von Ehefrauen, Töchtern und Müttern politischer Gefangener auf Kuba. Für ihren friedlichen Einsatz für die Freilassung politischer Gefangener wurden sie 2009 mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. Obwohl sie zunehmend Gewalt und Repressalien ausgesetzt sind, weigern sich die Frauen, ihren Kampf für Menschenrechte und Freiheit in Kuba aufzugeben. Regelmäßig werden sie von regimenahen Schlägergruppen angegriffen, von staatlichen Stellen an friedlicher Meinungsäußerung gehindert und mit Gewalt in ihren Menschenrechten behindert.

[mehr Infos über die "Damen in Weiß" ...]
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Jährlich werden schätzungsweise 2.000 nordkoreanische Flüchtlinge pro Monat aus der VR China ausgewiesen, mehrere 10.000 leben weiterhin heimlich in China. Aufgrund eines 1968 geschlossenen Abkommens mit Pjöngjang werden Nordkoreaner von den chinesischen Behörden ausgewiesen und schweren Strafen in ihrem Heimatland ausgeliefert. Südkorea ist bereit die Flüchtlinge aufzunehmen.

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Die südkoreanische Rundfunksprecherin Shin Sook Ja und ihre Töchter Oh Hae Won und Oh Kyu Wan sind 1985 in das Zwangsarbeitslager Yodok eingewiesen worden, weil ihr Ehemann bzw. Vater Dr. Oh Kil Nam in Europa Asyl beantragte. Seither fehlt von ihnen jedes Lebenszeichen. Jeder Kontakt zu ihnen, durch Angehörige, Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes oder anderer Nichtregierungsorganisationen, wird verweigert.

[mehr Infos zum Fall ...]
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Asia Noreen - auch bekannt als Asia Bibi - ist die erste Frau, die in Pakistan wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde. Die Tagelöhnerin und Mutter von fünf Töchtern aus Itanwali nahe Lahore war von muslimischen Arbeitskolleginnen der Beleidigung des Propheten Mohammed beschuldigt worden. Bibi wurde am 8. November 2010 zum Tode verurteilt.

[mehr Infos über Asia Bibi ...]
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Rechtsanwalt Gao Zhisheng, geb. 1964, ist einer der bekanntesten Menschenrechtsanwälte der Volksrepublik China. Wegen seines beharrlichen Einsatzes für Opfer von Menschenrechtsverletzungen ist er mehrfach ohne Angabe von Gründen verhaftet und wiederholt und über lange Zeiträume gefoltert worden. Nach letzten Informationen aus dem Kreis seiner Familie wird Gao in dem Shaya Gefängnis in der autonomen Provinz Xinjiang festgehalten. Ein Versuch von Angehörigen Gaos den Menschenrechtsanwalt im Gefängnis zu besuchen scheiterte Anfang Januar 2012. Gao Zhisheng möchte zu seiner in die USA geflohenen Familie ausreisen.

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Am 25. Mai 2011 befand ein Gericht erster Instanz  in  Oran  den Christen Abdelkarim Siaghi, einen ehemaligen Moslem, für schuldig, gegen Artikel 144 (b) 2 des Strafgesetzbuchs verstoßen zu haben. Siaghi stammt aus Oran und ist 29 Jahre alt. Artikel 144 (b) 2 sieht für jeden Strafen vor, der "den Propheten und die Boten Gottes beleidigt oder das Dogma oder die Lehre des Islam herabsetzt, sei es durch Schriften, Zeichnungen, mündliche Äußerungen oder auf andere Weise".

[mehr Infos über Abdelkarim Siaghi ...]
[zum Appellvorschlag für Abdelkarim Siaghi ...]

Y Bhem Kpor von der ethnischen Minderheit Ê-dê ist evangelischer Diakon des Verbandes der Evangelischen Kirche Vietnams (Südvietnam) in der Provinz Dak Lak. 2004 demonstrierte er zusammen mit einigen Tausend ethnischen Montagnard-Christen für die Rechte der indigenen Völker und für Religionsfreiheit. Er wurde verhaftet und am 19. Juli 2004 wegen "Sabotage der Solidaritätspolitik" zu zehn Jahren Haft verurteilt.

[mehr Infos über Diakon Y BHem Kpor ...]
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Am 21. Oktober 2010, verurteilte ein Gericht in der südostturkmenischen Großstadt Mary den protestantischen Pastor Ilmyrat Nurlyev zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet rund 400 Euro. Der Leiter der evangelikalen Gemeinde "Licht der Welt" war am 27. August 2010 in seinem Haus in Mary verhaftet worden. Pastor Nurliev wird nach Informationen von "The Voice of The Martyrs" vorgeworfen, drei Menschen Geld abgenommen zu haben. Außerdem wird ihm Drogenabhängigkeit unterstellt.

[mehr Infos über Pastor Ilmyrat Nurlyev ...]
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In vielen unserer Mobiltelefone, Laptops und Digitalkameras steckt Blut - denn sie enthalten Mineralien wie z.B. Kassiterit und Coltan, die die Hersteller der Geräte für verschiedene Funktionen benötigen. Ein Großteil dieser Mineralien wird in Afrika, insbesondere im Kongo, abgebaut. Der Osten des Kongos wird seit Jahrzehnten von kriegerischen Konflikten heimgesucht, weil Kriegsherren unter anderem den Handel mit diesen Mineralien kontrollieren und an sich reißen wollen. Bisher wurden bereits über 5 Mio. Menschen getötet, grausamste Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Auch deutsche Unternehmen waren und sind an den Geschäften mit diesen "Blutmineralien" beteiligt.

Es darf nicht sein, dass Menschen aufgrund von kommerziellen Interessen versklavt, misshandelt und ermordet werden. Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, den Handel mit Blutmineralien zu beenden!

[mehr zur Aktion "Sofort den Handel mit Blutmineralien beenden!" ...]
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Die Bahai sind die größte nichtmuslimische religiöse Minderheit im Iran. Die iranische Regierung und konservative muslimische Geistliche sehen im Glauben der Bahai eine "nicht geschützte" Religion und sprechen ihnen das Existenzrecht ab. Daher sind die Bahai Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Im März und Mai 2008 wurde das siebenköpfige informelle Führungsgremium der iranischen Bahai-Gemeinde - zwei Frauen und fünf Männer - verhaftet und am 14.07.2010 ohne Rechtsbeistand zu je 20 Jahren Haft verurteilt. Erst am 8. August 2010 informierten die Behörden die Anwälte der Verteidigung über das Urteil. Die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi gehört zu den Anwälten der Gruppe.

[mehr Infos zum informellen Führungsgremium der Bahai im Iran ...]
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Der chinesische Journalist und Dichter Shi Tao (geboren am 25. Juli 1968) wurde am 27. April 2005 wegen "Weitergabe von Staatsgeheimnissen" zu zehn Jahren Haft verurteilt. Konkret wurde ihm vorgeworfen, dass er Anweisungen der Zensur- und Propagandaabteilung an eine Menschenrechtsorganisation weitergeleitet haben soll. Eine Besonderheit an dem Fall Shi Tao ist, dass "Yahoo" maßgeblich an seiner Verurteilung beteiligt war, da der Internetanbieter persönliche Benutzerdaten des Journalisten an die chinesischen Behörden aushändigt hatte.

[mehr Infos zu Shi Tao ...]
[Unterschriftenliste im pdf- Format, 38kB ...]
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Dhondup Wangchen wurde am 28. Dezember 2009 zu sechs Jahren Haft wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" verurteilt. Der tibetische Filmemacher und sein Helfer, der Mönch Golog Jigme Gyatso, wurden bereits am 23. März 2008 von den chinesischen Sicherheitskräften verhaftet. Noch kurz vor Ausbruch und Niederschlagung der Massenunruhen in Tibet im März 2008 hatten die beiden ihren Dokumentarfilm "Leaving Fear Behind" (zu Deutsch: "Die Furcht zurücklassen", im Tibetischen: "Jigdrel") fertig gestellt und in die Schweiz bringen lassen. Für den Film haben die beiden Tibeter von Oktober 2007 bis Anfang März 2008 über 100 Interviews über die kommunistische Herrschaft in Tibet, die Olympischen Spiele und den Dalai Lama durchgeführt.

 [mehr Infos zu Dhondup Wangchen ...]
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[Unterschriftenliste im pdf-Format, 45kB ...]

Der Bürgerrechtler, Umweltaktivist und Schriftsteller Tan Zuoren wurde am 9. Februar 2010 wegen angeblicher "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Anhörung dauerte weniger als fünf Minuten. Tan hatte unter anderem den Tod von Tausenden von Kindern in den Trümmern mangelhaft gebauter Schulen während des Erdbebens in Sichuan vom 12. Mai 2008 angeprangert. In seiner Heimatprovinz Sichuan hat sich Tan auch für den Umweltschutz eingesetzt.

 [mehr Infos zu Tan Zuoren ...]
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Im August 2006 gründeten im Iran Frauen - und Männer - der Bürgerrechtsbewegung eine Initiative für die gesetzliche Gleichberechtigung von Frauen im Iran: Die "Eine Million Unterschriften Kampagne für Frauenrechte". Das Logo der Kampagne ist eine Kalligraphie ihres Mottos: "Wandel für Gleichheit". Das hervorgehobene Wort "barabari" (Farsi: Gleichheit) ähnelt einer Waage.

[mehr Infos: "Eine Million Unterschriften Kampagne für Frauenrechte" ...]
[Appellvorschlag an die iranische Regierung ...]

Der prominente chinesische Schriftsteller, Menschenrechtler und Nobelpreisträger Liu Xiaobo (geboren am 28. Dezember 1955), wurde am 25. Dezember 2009, zu elf Jahren Haft verurteilt. Der Pekinger Volksgerichtshof befand Lius Einsatz für die Demokratisierung seines Landes als "Aufwiegelung zum Sturz der Regierung und des sozialistischen Systems".

[mehr Infos zu Liu Xiaobo ...]
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Kopten werden als christliche Minderheit in der islamischen Mehrheitsgesellschaft der Arabischen Republik Ägypten systematisch diskriminiert. Sie sind juristisch und Gesellschaftlich ausgegrenzt. Bei Verbrechen gegen Kopten (z.B. Vergewaltigungen, Entführungen, Zwangsislamisierungen) findet oft nur schleppende oder auch gar keine Strafverfolgung statt.

[mehr Infos zu Menschenrechtsverletzungen in Ägypten ...]
[zum Appellvorschlag gegen die Diskriminierung der Kopten in Ägypten ...]
[zur Unterschriftenliste im pdf-Format, 68 kB ...]

Zehn Gemeindeleiter einer evangelischen Hauskirche in der nordostchinesischen Provinz Shanxi sind Ende November 2009 zu mehrjähriger Haft und Zwangsarbeit verurteilt worden. Es handelt sich hierbei um die härtesten der IGFM bekannten Urteile gegen Hauskirchenleiter seit dem Jahr 2004. Die Gemeindeleiter hatten gegen eine gewaltsame Polizeiaktion demonstriert, bei der am 13. September 2009 ca. 400 Angehörige der Sicherheitskräfte beteiligt waren. Die Polzei hatte mit Baggern eine im Bau befindliche Kirche abgerissen. Dabei wurden zahlreiche Gemeindemitglieder verletzt, mindestens zehn von ihnen schwer.

[mehr Infos zu den verurteilten Hauskirchenleitern ...]
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Nach der wegen Fälschungen fragwürdigen Präsidentenwahl vom 12. Juni 2009 hat sich die Menschenrechtslage in der Islamischen Republik Iran dramatisch verschlechtert. Eine große Zahl von Journalisten und Bloggern ist bedroht, verhaftet, zum Teil schwer misshandelt und gefoltert oder auf andere Weise eingeschüchtert worden.

[mehr Infos zu bedrohten Journalisten ]
[zum Appellvorschlag ]
[Unterschriftenliste im pdf-Format, 77 kB ]

Weil sich die Journalistin Lubna Ahmed al-Hussein wehrte, wurde weltweit bekannt, dass im Sudan Frauen ausgepeitscht werden können, weil sie Hosen tragen. Obwohl das sudanesische Recht keinerlei Aussage zum Tragen von Hosen enthält, werden Frauen allein aus diesem Grund wegen angeblich "unmoralischer Kleidung" ausgepeitscht und mit Bußgeldern bestraft. Lubna Ahmed al-Hussein versuchte in einem Musterprozess, dieser Praxis ein Ende zu setzten und hat das Risiko auf sich genommen, selbst ausgepeitscht zu werden. Nach internationalen Protesten wurde die mutige Menschenrechtlerin "nur" zu einer für sudanesische Verhältnisse hohen Geldstrafe verurteilt. Bitte unterstützen Sie den Kampf von Frau al-Hussein und anderen Frauenrechtlerinnen, damit das Auspeitschen von Frauen im Sudan ein Ende nimmt.

[mehr Infos zum Fall von Lubna al-Hussein ...]


Die Regierung des Irak möchte ihre christliche Bevölkerung sowie andere religiöse und ethnische Minderheiten in ihrer historischen Heimat halten, vermag es aber nicht, ihnen ausreichend Schutz und Sicherheit zu schaffen. Unter unbeschreiblichen Schmerzen und Zurücklassen vieler ermordeten Kinder, Frauen und Männern haben sie den Süden Iraks fast völlig verlassen. Ende 2008 riefen gezielte Verfolgungen der Christen im Raum Mosul, Ermordungen von Priestern, Verschleppungen, Erpressungen, Zerstörungen ihrer Häuser, Geschäfte und Werkstätten neue Fluchtwellen hervor. Ein Teil floh in die Niniveh-Ebene. Die IGFM ruft auf, das Bestreben der irakischen Christen nach einer Selbstverwaltung dieses Landesteils zu unterstützen.

[mehr zur Situation der Christen im Irak ...]
[Unterschriftenliste im pdf- Format, 51 kB ...]

Der zu dem Zeitpunkt 35-jährige pakistanische Christ Younis Masih, Vater von drei Kindern, war am 30. Mai 2007 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden. Masih hatte sich im 9. September 2005 bei einem Nachbarn wegen lautstarker Musik gegen Mitternacht beschwert.  Am nächsten Tag wurde er von etwa 40 Muslimen überfallen und bewusstlos geschlagen. Die Menge ließ erst von ihm ab, als sie ihn für tot hielt...

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[Unterschriftenliste zur Abschaffung des Blasphemiegesetzes, pdf, 64 kB ...]

Bei der Steinigung handelt es sich um eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe im Sinne der Antifolterkonvention der Vereinten Nationen. Die Steinigung steht im Widerspruch zu den Artikeln 3 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und den Artikeln 6 und 7 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, die das Recht auf Leben und das Verbot von Folter und unmenschlicher Behandlung festschreiben. Die Steinigung für "Ehebruch" verstößt zudem gegen allgemeine Rechtsgrundsätze, da es sich um eine unangemessene Bestrafung handelt.

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[Unterschriftenliste, pdf-Format, 264 kB ...]

Warum finden sich immer wieder Menschen, die steinigen, die andere Menschen auf so extrem grausame Art und Weise in den Tod quälen? Warum lassen sich Menschen zu diesen Grausamkeiten aufstacheln? Im Bewusstsein der Täter ist die Steinigung eine "legitime", eine "harte aber gerechte", eine "von Gott gewollte" Strafe. Um die Steinigung zu überwinden, bedarf es daher mehr als Gesetzesänderungen: Die Steinigung muss in den Köpfen überwunden werden. Da die Steinigung ausschließlich religiös legitimiert wird, kommt muslimischen Geistlichen und Institutionen neben den Regierungen dabei eine entscheidende Verantwortung zu.

 

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[Unterschriftenliste im pdf-Format, 246 kB ...]

Schwere Diskriminierung und Verfolgung von evangelischen Christen, die ethnischen Minderheiten angehören, ist in der Sozialistische Republik Vietnam Alltag. Gottesdienste und Hausversammlungen nicht registrierter Kirchen sind verboten. Montagnards - ein Sammelbegriff für die Angehörigen von Bergvölkern in Vietnam - wurden genötigt, Verzichtserklärung auf den christlichen Glauben zu unterschreiben. Regelmäßige Verhöre, willkürliche Verhaftungen und die starke Präsenz von Spezialeinheiten erzeugen in den Dörfern eine Atmosphäre der Angst und des Terrors. In den Verhören mussten Opfer als Strafe z.B. stundenlang auf einem Bein stehen oder wurden misshandelt bzw. gefoltert. Hunderte Montagnards wurden seit 2001 wegen friedlicher Proteste und religiöser Versammlungen zu Haftstrafen von bis zu 13 Jahren verurteilt.

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[Unterschriftenliste, pdf-Format, 391 kB ...]

Der hochrangige tibetische Mönch Tenzin Delek Rinpoche ist seit dem 7. April 2002 in einem chinesischen Gefängnis inhaftiert. Der ehemalige Schüler des Dalai Lama war der Regierung schon 1998 und 2000 wegen seines Engagements für die Wiederbelebung der tibetischen Kultur aufgefallen. Die Verhaftung begründeten die chinesischen Behörden mit seiner angeblichen Beteiligung an Bombenanschlägen in der Provinz Sichuan. Die 2002 verhängte Todesstrafe wurde Anfang 2005 in lebenslängliche Haft umgewandelt. Momentan wird Tenzin Delek abgeschirmt von der Öffentlichkeit gefangen gehalten. Tibet: Tenzin Delek Rinpoche

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[Unterschriftenliste im pdf-Format, 45 kB ...]

Der am 30. Dezember 1947 geborene chinesische Bürgerrechtler Dr. Wang Bingzhang ist am 10. Februar 2003 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Juni 2002 war er zusammen mit zwei Mitstreitern unter ungeklärten Umständen in Vietnam entführt und nach China verschleppt worden. Die drei Bürgerrechtler hatten sich mit Führern der im Entstehen begriffenen chinesischen Arbeiterbewegung treffen wollen.

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[Unterschriftenliste, pdf-Format, 35 kB ...]

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert den EU-Ministerrat auf, angesichts der Missachtung der Religionsfreiheit für Christen in der Türkei eine deutliche Klärung zu verlangen und konsequent auf der Erfüllung der Kopenhagener Kriterien zu bestehen. Von der türkischen Regierung fordert die IGFM als Zeichen, dass sie es ernst meint mit ihren Versprechen, die Religionsfreiheit zu achten, die Öffnung des griechisch-orthodoxen Theologieseminars auf der türkischen "Prinzeninsel" Heybeliada (Chalki).

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[U-Liste wegen EU-Beitritts im pdf-Format, 41 kB ...]
[U-Liste wegen geschlossener Priesterseminare im pdf-Format, 53 kB ...]

 

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