Grußworte an die IGFM für 30 Jahre Menschenrechtsarbeit für Kuba


 

  

Dr. Ricardo Bofill

 

An die Teilnehmer der IGFM - Gedenkstunde
am 24. April 2007 im MauerMuseum in Berlin:

 

Im Namen des Kubanischen Komitees für Menschenrechte und in meinem eigenen Namen danke ich der IGFM für die Arbeit, die sie für die Aktivisten, die für Menschenrechte und Demokratie in Kuba kämpfen leistet; besonders für ihren Einsatz für die politischen Gefangenen auf Kuba.

 

Die Arbeit dieser gutwilligen Männer und Frauen hat es geschafft, die Wahrheit über die Situation der politischen Gefangenen auf Kuba in der Welt bekannt zu machen. In den 30 Jahren, in denen die IGFM jetzt für Kuba aktiv ist, hat ihr Engagement die Freilassung zahlreicher politischer Gefangener bewirkt. Dabei möchte ich auch an jene Freunde und Mitgefangene erinnern, die heute nicht mehr unter uns sind. Auch im Namen von ihnen danke ich der IGFM: Sebastián Arcous Bergnes, mein Freund, der aufgrund der erlittenen Qualen in den castristischen Verließen starb, Mario Chanez de Armas, der legendäre Freiheitskämpfer Kubas, der starb, ohne Demokratie auf seiner geliebten Insel erleben zu können. Eddy Lopez, ein großer Mann, der für die Menschenrechte der politischen Gefangenen kämpfte. Mein Begleiter und Freund, Gustavo Arcos Bergnes, ein unermüdlicher Kämpfer für die Demokratie auf Kuba und die Achtung der Menschenrechte.

 

Ich persönlich möchte drei Personen der IGFM danken, die mir sehr geholfen haben, als ich mit meiner Frau Yolanda Cuba verlassen habe. Wir beiden waren krank, allein und ich kam gerade aus dem Gefängnis und hatte Angst vor der Zukunft. Als wir nach Deutschland reisten, wussten wir nicht, was wir tun oder wohin wir gehen sollten. Gott sei Dank habe ich vor mehr als 20 Jahren die Aktivisten der IGFM getroffen, die ich heute als gute Freunde bezeichne und denen ich nur danken kann für ihre Güte und ihre Freundlichkeit. Sie sind immer in unserem Herzen: Tausend Dank, Herrn Dr. Reinhard Gnauck, Herrn Karl Hafen und besonders Herrn Iwan Agrussow, den ich sehr schätze und an den ich immer mit viel Wohlwollen denke.

 

Die IGFM hat viele Aktivisten, denen wir für ihre wirkungsvolle Arbeit und ihren Einsatz für die politischen Gefangnen danken: Stellvertretend vielen Dank Ihnen, Herr Edgar Lamm, Herr Wilhelm Ludwig und Herr  Heinrich Brechtmann!

 

Ich danke besonders Herrn Martin Lessenthin für seine Hingabe für ein freies Kuba, seinen Kampf für die politischen Häftlinge und für all die effektiven Kampangen der IGFM Cuba Working Group gegen die Diktatur Castros.

 

Danke an alle IGFM - Aktivisten für ihre Unterstützung und ihr Engagement, mit dem sie meinen Landsleuten innerhalb und außerhalb Kubas helfen.

 

Gott möge sie schützen!

 

Ricardo Bofill
Gründer des Kubanischen Komitees für Menschenrechte
Gründer des Pan-Amerikanischen Komitees der IGFM

 

 

 

 

  

 

Sylvia Iriondo

 

 

Liebe Freunde der IGFM,

als Präsidentin von M.A.R Por Cuba (Mütter und Frauen gegen Unterdrückung), nehme ich diese Gelegenheit wahr, um unsere tiefe Dankbarkeit für das 30-jährige Engagement der IGFM für kubanische politische Gefangene zu übermitteln.

 

Euer Beistand in den Notlagen jener, die eingekerkert sind, weil sie es gewagt haben, von einem freien, unabhängigen und demokratischen Kuba zu träumen, zu sprechen und zu schreiben, ist lobenswert und geriet während all der Jahre nie ins Wanken.

 

Eure fortdauernde Unterstützung ist belegt durch zahlreiche öffentliche Kampagnen, Pressekonferenzen, Publikationen und Ausstellungen, welche die systematischen Verletzungen der Grundrechte und Freiheiten der kubanischen politischen Gefangenen und ihre katastrophalen Haftbedingungen darstellen, denen sie unter einem brutalen, totalitären Regime, das Kuba für fast ein halbes Jahrhundert regiert hat, ausgesetzt sind.

 

Es ist uns eine Ehre, mit euch zusammenzuarbeiten. Seid versichert, dass wir eure Solidarität und alles, was ihr tut, um die Situation der kubanischen politischen Gefangenen anzuprangern und demokratischen Wandel in Kuba zu befördern, niemals vergessen werden.

Vielen Dank!

 

  

Dr. Hilda Molina

 

Ich bin Dr. Hilda Molina aus Havanna. Als Wissenschaftlerin leitete ich ein wichtiges medizinisches  Zentrum und war zudem Abgeordnete des kubanischen Parlaments. Im Jahr 1994 trat ich von diesen Funktionen zurück, weil in Kuba die gute medizinische Betreuung den Ausländern und die schlechtere den Kubanern zuteil werden sollte. Die Regierung beabsichtigte, das Zentrum, das ich leitete und das ich gegründet hatte, ausschließlich Ausländern zugute kommen zu lassen, damit meine Arbeit der Regierung reichlich Dollars einbringt. Ich versuchte, dieses abzuwenden. Ich wollte weiter für meine Landsleute arbeiten, weil ich glaube, dass es unmoralisch ist, wenn die kubanische Medizin Ausländer privilegiert und die kubanische Bevölkerung diskriminiert.

 

Ich war 15 Jahre alt, als die kubanische Revolution triumphierte. Früher glaubte ich der Regierungspropaganda. Ich glaubte, dieses Land sei ein Paradies. Mit der Zeit wurde ich immer mehr enttäuscht. Trotzdem sehe mich nicht als Politikerin, sondern als Medizinerin, und deshalb entschied mich, in Kuba zu bleiben, um das Beste meiner wissenschaftlichen Tätigkeit für meine Landsleute einzusetzen. Weil meine Arbeit so gute Ergebnisse zeigte, wurde ich schließlich ins Parlament berufen, wie es mit vielen renommierten Persönlichkeiten geschieht, die Spitzenleistungen in Kunst, Wissenschaft oder Sport erbringen. Mein definitiver Bruch mit dem System kam erst, als das von mir aufgebaute Zentrum, für das ich zahlreiche Unterstützung aus der ganzen Welt erhalten hatte, nur noch für Ausländer geöffnet sein sollte. Also trat ich zurück. Dies war, als ob ich mein eigenes Todesurteil unterschrieben hätte. Die Regierung behandelte mich als Verräterin und ich musste von meinem Abgeordnetenmandat zurücktreten. Ich trat zudem aus der Partei aus und legte all meine sonstigen Funktionen nieder.

 

  

Dr. Darcy Ferrer

 

Ich bin Darcy Ferrer Ramírez, Direktor des Gesundheitszentrums Juan Bruno Sáez. Eine solch ehrenwerte Gedenkveranstaltung, wie es die Erinnerung an 30 Jahre  Hilfe für die politischen Gefangenen in Kuba durch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte ist, erfüllt uns mit einer überaus großen Emotion. Ihre Hilfe war für Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen existieren müssen, unendlich wichtig. Ihre Hilfe und Solidarität ist unschätzbar - sowohl für die Gefangenen, als auch für ihre Familien und alle Kubaner, die Ihre so verdienstvolle Arbeit zu schätzen wissen. In meinem eigenen Namen und im Namen der kubanischen Oppositionellen danke ich Ihnen herzlich dafür.

 

  

 Juan Carlos González Leiva

 

Brief des blinden Menschenrechtsverteidigers Juan Carlos González Leiva an die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte in Deutschland zum 30. Jahrestag des Beginns ihrer Menschenrechtsarbeit auf Kuba

 

Mein Name ist Juan Carlos González Leiva, ich bin der Präsident der Kubanischen Stiftung für Menschenrechte. Ich danke Gott, dass es auf der Welt so wichtige Institutionen wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte in Deutschland gibt. Für mich war die Unterstützung, die sie uns bei unserer Arbeit zur Verteidigung der Menschenrechte und der öffentlichen Freiheiten in unserem Land angeboten hat, sehr wichtig.

 

Dass ich heute so über das Telefon sprechen kann und es mir nicht noch schlechter geht ? eingesperrt in den schrecklichen Gefängnissen der kubanischen Regierung ? habe ich Organisationen wie der IGFM in Deutschland zu verdanken. Die IGFM setzt sich unermüdlich bei interntionalen Organisationen auf der ganzen Welt für uns ein, weil sie die Bedingungen kennt, unter denen hier Dissidenten, Menschenrechtsaktivisten, unabhängige Journalisten und politische Gefangene leben müssen.

 

Trotz all der Bemühungen von so großartigen Organisationen wie der IGFM, Amnesty International und anderen und trotz des Einsatzes vieler demokratischer Regierungen verschlechtert sich die Situation auf Kuba. Seit dem 31. Juli 2006, dem Tag, an dem Fidels Bruder, Raúl Castro, offiziell die Regierungsgeschäfte vorübergehend übernommen hat, wird es hier immer schwieriger. Derzeit ist das Hauptargument, friedfertige kubanische Dissidenten ins Gefängnis zu werfen, der Vorwurf, eine ?vermutete Gefahr für die Öffentlichkeit? zu sein. Monat für Monat werden fünf oder sechs Dissidenten im ganzen Land verurteilt und inhaftiert ? alle unter dem genannten Vorwand.

 

Der letzte dieser Dissidenten, der inhaftiert wurde, heißt Carlos Manuel Fernández Reyes aus Baracoa in der Provinz Guantánamo. Er hat am 5. April seine Verurteilung zu einem Jahr Freiheitsstrafe in einem der Konzentrations- und Arbeitslager der Regierung bestätigt.

 

Ich möchte Sie daran erinnern, Sie animieren, sich weiterhin für uns einzusetzen, für jene Leute, die ohne Stimme, unterdrückt und verfolgt sind. Wir leben jeden Tag mit der Angst vor dem Gefängnis oder gar dem Tod.

 

Sie sind unser Hoffnungsschimmer, unser Lichtblick, unser permanenter Anreiz, der uns inspiriert und uns hilft, gemeinsam mit unserem Herrn Jesus Christus weiterzumachen. Mit Ihrer Hilfe geben wir nicht auf, für die Allgemeinen Menschenrechte, das Recht auf Würde und Leben zu kämpfen. Das ist nicht nur die Meinung der Kubanischen Stiftung für Menschenrechte, sondern auch die vieler anderer Organisationen, die sich gemeinsam mit uns in Kuba für die Menschenrechte, für eine Zivilgesellschaft, für öffentliche Freiheiten und die Errichtung eines Rechtsstaates in unserem Land einsetzen. Dazu zählt die ?Vereinigung der Flößer für Menschenrechte? unter der Leitung von Margarito Broche Espinosa, das Zentrum des unabhängigen Arztes Juan Bruno Zayas, dem Dr. Darsi Ferrer vorsteht, die Bewegung ?Alternative Möglichkeit? der Brüder Sigla Amaya, die ?Bewegung der Aussöhnung, Befreiung und Frieden Johannes Paul der Zweite?, die sich in Baracoa, Guantánamo, befindet; die ?Demokratische Partei des 30. Novembers? Frank País unter Anayka Paneca, die Partei ?Pro Menschenrechte? in Kuba unter René Montes de Oca Martija, der sich derzeit in Haft befindet, die ?Vereinigung der Unabhängigen Gehörlosen von Kuba?, der Yoandy Quintana Sarría vorsteht, die ?Vereinigung der unabhängigen Blinden von Kuba? unter der Leitung von Tomás Arquímides Quintana Aguiar; die ?Bewegung für Menschenrechte / Klarheit? in Holguín, die Lorenzo García Rodriguez als politischer Gefangener aus dem Gefängnis leitet, der ?Lateinamerikanische Verband der Landfrauen? von Maura Iset González Urquet, die ?Kubanische Liga der unabhängigen Bauern? von Waldímar Parra Santana und viele andere Organisationen, die gemeinsam die IGFM für ihre Arbeit beglückwünschen und sie auch in Zukunft unterstützen werden. Wir bitten Gott, dass diese Organisation mit ihrer großartigen Arbeit fortfahren kann.

 

Vielen Dank.

 

Telefonisch aus Ciego de Avila, Cuba

 

JUAN CARLOS GONZÁLEZ LEIVA
6. April 2007

Der Brief wurde telefonisch aufgenommen und von der Coalición de Mujeres Cubano-Americanas/Laida Carro niedergeschrieben.

 

  

 Eleno Oviedo "Plantados Until Freedom and Democracy in Cuba" 

 

In den letzten 30 Jahren hat die IGFM jene in unermüdlich Kuba verteidigt, welche unter der Unterdrückung durch eine Diktatur leiden, die nie die fundamentalen Rechte der Menschen respektiert und was immer nötig war getan hat, dass dies so bleibt.

 

Schnellverfahren, in denen jene, die Recht sprechen, Mitglieder der bewaffneten Streitkräfte sind, bilden einen essentiellen Bestandteil dieses unmenschlichen Systems. Den in der Strafanstalt La Cabaña untergebrachten Häftlingen wurde ein Prozess gemacht, der nur Minuten dauerte, und in derselben Nacht wurden sie vor das Exekutionskommando gestellt, weil sie gegen den Diktator opponiert hatten. Viele Male habe ich den verantwortlichen Offizier des Exekutionskommandos von La Cabaña Befehle brüllen hören, gefolgt von den Schreien der Patrioten, die getötet werden sollten: ?Viva Cuba Libre? [Es lebe das freie Kuba] und ?Viva Christo Rey? [Lange lebe König Christus], und die Schüsse, die die sie zum Schweigen brachten. Ich wurde Ohrenzeuge von über 300 Exekutionen.

 

Ich danke der IGFM, dass sie sich dafür eingesetzt hat, diese und andere Menschenrechtsverletzungen in Kuba zu stoppen und möchte die IGFM ermutigen, in ihrem himmlischen Kraftaufwand nicht nachzulassen.

 

 

 

  

Laida A. Carro "Koalition der Kubanisch-Amerikanischen Frauen"

 

Die Koalition der kubanisch-amerikanischen Frauen möchte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte beglückwünschen und ihr herzlich danken für die kontinuierliche Unterstützung all jener Frauen und Männer auf Kuba, die sich friedlich gegen ein totalitäres System auflehnen, welches systematisch die Menschenrechte missachtet.

 

Die Gedenkveranstaltung der IGFM anlässlich des 30-jährigen Einsatzes für die Freiheit Kubas ehrt die Kubaner im ganzen Land.

 

Mit ihren zahlreichen wirksamen öffentlichen Kampagnen und Pressemitteilungen, ihren vierteljährlich erscheinenden Publikationen und Berichten im Namen der politischen Gefangenen und deren Familien sowie der Verteidiger der Menschenrechte auf Kuba seit 1977 hat die IGFM eine herausragende Arbeit geleistet, um die grausamen Unterdrückungsmethoden des seit 48 Jahren bestehenden kommunistischen Regimes auf Kuba aufzudecken und die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

 

Die Koalition der kubanisch-amerikanischen Frauen sieht es als ein Privileg an, mit der angesehen Nichtregierungsorganisation IGFM zusammenzuarbeiten. Alle freiheitsliebenden Kubaner auf der ganzen Welt träumen von dem Tag, an dem wir unsere teuren Freunde von der IGFM einladen können, um endlich mit großer Freude auf unserer Insel feiern zu können, in einem freien und demokratischen Kuba.

 

  

Maria C. Werlau "Cuba Archive"

 

 

Eines Tages wird das kubanische Volk endlich alle fundamentalen Rechte ausüben können, die in einer Demokratie unter der Herrschaft des Gesetzes gelten. Das ist ihr rechtmäßiges Schicksal. Wenn dies eintrifft, wird die Arbeit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) einen besonderen Platz in der Geschichte des langen und schwierigen Kampfes für Freiheit auf Kuba einnehmen. An diesem glücklichen Tag werden jene, die mit Hilfe der IGFM aus dem Gefängnis befreit wurden oder sich mutig als Teil der friedlichen kubanischen Dissidentenbewegung gegen die Tyrannei gestellt haben, das Geschenk ihres neu gewonnen Glaubens an die Kraft des menschlichen Geistes feiern. Alle, die heute darauf hin arbeiten, diesen Tag zu erleben, werden von der engagierten und effizienten Arbeit der IGFM inspiriert. Diese Geste aktiver Solidarität der Deutschen verstärkt unsere Verantwortung und erfüllt uns mit einer besonderen Dankbarkeit.

 

  

Haydee Marín

 

Im Namen des Panamerikanischen Komitees beglückwünschen wir die IGFM zu ihrem Kampf für die Menschenrechte auf Kuba und im Besonderen für die Kampagne zur Befreiung der politischen Gefangenen. Unser Präsident, Herr Dr. Ricardo Bofill, Gründer des Kubanischen Komitees für Menschenrechte und des Panamerikanischen Komitees der IGFM, wurde 1988 von der Castro-Regierung frei gelassen aufgrund des Drucks, der von Seiten der Menschenrechtsaktivisten der IGFM ausgeübt wurde.

 

Ebenso wie für Dr. Bofill hat sich die IGFM in ihrer Kampagnenarbeit unter anderem auch für die Brüder Arcos Bergnes, den Dichter Ernesto Dìaz und Luis Zúniga eingesetzt. Dies sind alles ehrenwerte Männer, die sich um ein freies und demokratisches Kuba verdient gemacht haben. Unglücklicherweise unterstützen in unserem Lateinamerika viele Regierungen auf feige Weise den Diktator Castro und verweigern damit den Kubanern die Unterstützung, die sie brauchen, um gegen die Diktatur und den Totalitarismus der Brüder Castro zu kämpfen.

 

Lateinamerika selbst ist von den Konsequenzen der kubanischen Revolution in Mitleidenschaft gezogen worden; tausende Personen sind in den 80er Jahren im Rahmen von Pseudo-Revolutionen, die Castro unterstützten, gestorben. Fidel Castro hat den amerikanischen Kontinent mit Blut befleckt und viele schweigen feige. Die Stimme der IGFM und ihrer Aktivisten ist deswegen so wichtig, weil damit im Ausland die Rechte der kubanischen Bürger, die innerhalb Kubas selbst keine Stimme haben, gewürdigt werden.

 

In diesen 30 Jahren des Aktivismus der IGFM konnte man Ergebnisse feststellen: Viele politische Gefangene wurden frei gelassen. Aber heute benötigen wir neue Kampagnen, um eine demokratische Transition auf Kuba zu erreichen und nicht eine "Königserbschaft", wie es die Brüder Castro wollen. Wir müssen die Anstrengungen zusammenführen, auf dass Kuba frei und demokratisch werde. Wir sollten nicht vergessen, dass die Zukunft Kubas die Zukunft Lateinamerikas ist.

 

Vielen Dank an die IGFM, an ihre Leitung, ihre Angestellten und ihre Mitglieder, und an diese unglaublichen und gutherzigen Aktivisten, die für ein freies Kuba kämpfen. Auf dass sie Gott segne und dass sie mit ihrer Arbeit für unsere kubanischen Brüder fortfahren mögen.


Haydee Marín

Panamerikanisches Komitee der IGFM

 

 

 

 

  

 

Vladimiro Roca "Sozialdemokratische Partei Kubas"

 

Sehr geehrte Teilnehmer an der Gedenkveranstaltung anlässlich 30 Jahren solidarischer Arbeit für die politischen Gefangenen in Kuba durch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte,

Zunächst möchte der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte im Namen der Sozialdemokratischen Partei Kubas für die Solidarität und Hilfe danken, die Sie uns leisten, um unsere Arbeit weiter führen zu können.

 

Leider verschlimmert sich die Situation der politischen Gefangenen und der Aktivisten für die Demokratie wegen der immer kritischeren Bedingungen der Gefangenen und der Repression seitens der Regierung. Die Unterstützung, welche die spanische Regierung unter Rodríguez Zapatero der kubanischen Tyrannei durch den Besuch von Aussenminister Moratinos zuteil hat werden lassen, bewirkt nichts ausser einer Verkomplizierung der Reformen in Richtung einer Demokratie, welche die kubanische Gesellschaft so dringend braucht.

 

Wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte weiterhin in ihrer Arbeit erfolgreich sein wird und dass die Solidarität mit dem Anliegen der Demokratisierung Kubas, diese geduldige und andauernde Arbeit, Früchte tragen möge.

 

Freiheit für die politischen Gefangenen in Kuba! Kuba wird bald frei und demokratisch sein!


Vladimiro Roca
Präsident

 

 

 

 

  

Rodolfo González "Kubanisches Komitee für Menschenrechte"

 

An alle bemerkenswerten Gäste zur Feier des 30. Jahrestages der IGFM-Kuba-Arbeit!

 

Mit fast 4.000 Kilometern Grenze zu neun Anrainerstaaten haben Deutsche immer Auswanderung, Kommunikation und Hilfsalternativen erlebt ? anders als geographisch isolierte Länder wie Inseln. Es ist ein natürliches Privileg und gleichzeitig eine Behinderung für jene Einzelpersonen und Regierungen, die noch heute beabsichtigen, totalitäre Regime zu installieren.

 

Kommunikation und allgemeiner Austausch zwischen Deutschen und ihren benachbarten Nationen waren extrem wichtig und im Befreiungsprozess von den kommunistischen Regimen in Ostdeutschland und anderen östlichen Blockländern in hohem Grade entscheidend. Sogar unter diesen vorteilhaften Bedingungen war der Weg zur Freiheit sehr hart und mühsam. Als Kubaner leben wir geographisch isoliert mitten im karibischen Meer, und nur die internationale Unterstützung kann uns vor dem Tode, den Angriffen, der Gefangenschaft und der institutionellen Erniedrigung retten.

 

?Republikflucht?, ?Volksverhetzung? und andere grausame Begriffe, die von den Deutschen in einer längst vergangenen Ära allgemein verwendet wurden, sind heute überholt, aber IGFM-Mitglieder benutzen sie noch, um die kriminelle ?Wand?, von der die Kubaner seit über 48 Jahren umschlossen sind, zu brandmarken. Damit benennt die IGFM das Ausmaß der Tragödie, innerhalb der die Kubaner mit bemerkenswerter Kraft und Präzision leben.

 

Heute, Gott sei Dank, gibt es auf unserem Planeten eine Vielzahl von Einzelpersonen und Organisationen, die sich der harten Arbeit verpflichtet fühlen, die notwendig ist, um sicherzustellen, dass Gesellschaften auf der Grundlage von Respekt aller Menschenrechte arbeiten. Einige erzielen größeren Erfolg als andere, und die Strategien, die eingesetzt werden, sind unterschiedlich. Aber wenn wir uns auf die IGFM und ihre Arbeit in Kuba beziehen, können wir sagen, dass die Resultate immer extrem positiv gewesen sind. Hierfür werden wir, alle Kubaner, immer unendlich dankbar sein. Wir beten, dass Sie diese Arbeit fortsetzen und müssen Sie bitten, nicht damit aufzuhören, die Namen und die Fotographien aller kubanischen politischen Gefangenen und der Gewissensgefangenen zu veröffentlichen.

Aus tiefstem Herzen möchte ich allen Mitgliedern und Mitarbeitern der IGFM meine Dankbarkeit ausdrücken für alles, was sie für mich und zugunsten meiner Befreiung getan haben, als ich als Gewissensgefangener in den kubanischen Gefängnissen saß.

 

Möge Gott alle Gründer und Mitglieder der IGFM segnen!

 

Danke!

Rodolfo González
Kubanisches Komitee für Menschenrechte

 

 

 

 

  

Xavier Utset "Freedom House"

 

 

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte leistet seit Jahrzehnten vorbildliche Arbeit zum Schutz der Menschenrechte auf Kuba. Schon in den 80er Jahren, zu einer Zeit, in welcher der Menschenrechtslage auf der Insel nur wenig öffentliche Aufmerksamkeit beigemessen wurde, war die IGFM eine der wenigen Organisationen, die sich um die politischen Gefangenen kümmerte und der wachsenden Menschenrechtsbewegung Aufmerksamkeit schenkte. Die kubanische Menschenrechtsbewegung wurde in jener Zeit von Dr. Ricardo Bofill und dem Kubanischen Komitee für Menschenrechte angeführt. Für mich persönlich sind sowohl Herr Bofill als auch die IGFM eine unschätzbar wertvolle Inspiration. Ich bewundere die IGFM für ihr Durchhaltevermögen und ihren andauernden Einsatz, den Stimmlosen in Kuba eine Stimme zu geben.

 

  

Felicia Guillen Amador, Democratic Action und Bewegung des 30. November

 

 

Im Namen der Oppositionellen im Bezirk Fomento in der Provinz Sancti Spiritus in Kuba möchte ich allen danken, die uns helfen, Frieden und Demokratie in unserem Land zu erreichen, und auch jenen Organisationen wie der IGFM, die uns in unserem Kampf für die Menschenrechte in Kuba unterstützen.

 

  

Pedro Gonzalez Nieto, Aidsgefängnis Villa Clara

 

 

Liebe Freunde, liebe Menschenrechtsverteidiger, ich möchte euch meine herzlichen Grüße und Dank für die Unterstützung durch Menschenrechtsorganisationen, einschließlich der IGFM, übermitteln. Während viele kubanische Ärzte ins Ausland geschickt werden, fehlt es den aidskranken Insassen des Gefängnisses Villa Clara an medizinischer Versorgung. Das Essen ist ungenügend. Medikamente, um die Krankheit zu behandeln, stehen nicht zur Verfügung. Insgesamt sind die Bedingungen so, dass manche Gefangene sterben.

Grüsse der Gefangenenvereine in Miami, New York / New Jersey, Buenos Aires und Puerto Rico

 

Mittels dieses Dokuments wollen wir, die Organisationen, welche ihr gemeinsames Anliegen in diesem Block vereinen, der IGFM zum 30. Jahrestag ihrer Kuba-Arbeit gratulieren. Für die Unterstützung unserer Suche nach Freiheit und Demokratie, die uns von der IGFM über all die Jahre hinweg zuteil wurde, verdient die IGFM unsere Anerkennung, unsere Wertschätzung und unseren Dank.

 

Nationale Bewegung des Freien Kubanischen Volkes Josue Pais Garcia
Luis Alfonso Ballart Ochoa, Präsident

 

Demokratische Partei 30. November Frank Pais Garcia
Ramon Suarez Diaz, Provinzabgeordneter

 

Nationale Bürgerliche Demokratische Bewegung Maximo Gomez Baez
Mario Izquierdo Sotolongo, Präsident

 

Provinzdelegation des CONIC
Jose Felix Rodriguez Rodriguez, Provinzabgeordneter

 

Bewegung Ethnischer Integration Juan Gualberto Gomez
Eliosbel Garriga Cabrera, Präsident

 

Nationale Bewegung Carlos Manuel de Cespedes
Carlos Suarez Licour, Präsident

 

Demokratische Front für die Freiheit Kubas
Virgilio Pita Riviera, Präsident

 

Elena Mederos-Stiftung
Maday Gonzalez Puentes, Provinzabgeordneter

 

Sozialdemokratische Partei Kuba
Jose Idalgo Gato, Provinzabgeordneter

 

Projekt Unabhängige Bibliotheken in Pinar, Rio-Provinz
Unterschrieben von über 20 von ihnen

Grüsse der auf Kuba ansässigen Organisationen

 

Erlauchte Damen und Herren, die sich heute um die IGFM versammeln: Wir grüßen Sie wärmstens aus Kuba!

 

Jeden Tag träumen wir wie Sie von einer Welt, in der die Würde des Menschen respektiert wird. Gott segne Sie im Namen Unseres Herrn! Wir wollen diesem wichtigen Ereignis nicht durch zu viele Worte die Zeit stehlen, aber wir wollen Ihnen mitteilen, dass alle Kubaner und die kubanischen Organisationen, die von der IGFM unterstützt wurden und werden, sehr dankbar sind und die IGFM immer einen Platz in unserem Herzen haben wird. Der Mensch hat Rechte, die ihm Gott bei der Geburt verleiht. In der IGFM und allen mit ihr Seite an Seite stehenden Menschenrechtsverteidigern liegt die Hoffnung dieser Welt.

 

Ciego de Avila, Cuba:
Juan Carlos Gonzalez Leiva
Präsident der Kubanischen Stiftung Menschenrechte

 

PS:
Wir fügen die Namen der Organisationen und ihrer Direktoren an, die der IGFM persönlich danken wollen:

 

Studienforum Martha Abreu
Guillermo Fariñas Hernández, Direktor

 

Vereinigung der Flößer und Menschenrechte ?Friede, Demokratie und Freiheit?
Margarito Broche Espinosa, Präsidentin

 

Nationale Föderation Lateinamerikanischer Frauen
Maura Iset González Jurquet, Präsidentin

 

Kubanische Liga der Unabhängigen Bauern
Waldímar Parra Santana, Präsident

 

Vereinigung der Unabhängigen Gehörlosen Kubas
Yoandy Quintana Sarría, Präsident

 

Presseagentur "Jugendliche Ohne Zensur"
Liannis Meriño Aguilera, Direktor

 

Vereinigung der Jungen Schriftsteller des Ostens
Luis Felipe Rojas Rosabal, Direktor

 

Zentrum Unabhängiger Ärzte ?Juan Bruno Zayas?
Dr. Darsy Ferrer Ramírez, Direktor

 

Christliche Bewegung Kubas
Pastor Delmides Fidalgo López, Präsident

 

Bewegung der Befreiung, Aussöhnung und des Friedens ?Johannes Paul II?
Keiber Rodríguez Fernández, Präsident

 

Bewegung ?Martha Abreu?
Noelia Pedraza Jiménez, Präsidentin

 

 

 

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