Hu Jia: Appell


Appellvorschlag für den Menschenrechtsaktivisten Hu Jia
(Briefporto aus Deutschland: 1,70 Euro)


Herrn Staatspräsident
Hu Jintao
Guojia Zhuxi
Beijingshi
V.R. China

 

 

Menschenrechtsaktivist Hu Jia verurteilt wegen angeblich "umstürzlerischen Absichten gegenüber der Staatsmacht"

 


Sehr geehrter Staatspräsident,

 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf den Fall des Pekinger Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten Hu Jia hinzuweisen. Er ist international einer der bekanntesten Menschenrechtler der Volksrepublik China. Hu Jia ist am 27. Dezember 2007 in seiner Pekinger Wohnung verhaftet worden. Seine Frau und die 2007 geborene gemeinsame Tochter stehen weiter unter Hausarrest. Am 3. April 2008 wurde Hu wegen angeblicher "umstürzlerischen Absichten gegenüber der Staatsmacht" zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

 

Bereits am 16. Februar 2006 war Hu Jia verhaftet worden und anschließend 41 Tage lang spurlos "verschwunden". Er war von Beamten des Ministeriums für Staatssicherheit ohne Vorlage eines Haftbefehls verschleppt worden. Später berichtete Hu Jia über Misshandlungen. Anschließend stand er erneut unter Hausarrest. Als Umweltaktivist hatte er sich gegen großflächige Rodungen gewandt und auf deren Folgen für die Umwelt hingewiesen. Hu Jia setzte sich für die Opfer der Aids-Epidemie in der Provinz Henan ein. Er berichtete über Menschenrechtsverletzungen im Vorfeld der Olympischen Spiele.

 

Ich appelliere an Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, damit Hu Jia umgehend bedingungslos freigelassen und der Hausarrest für seine Frau aufgehoben wird.

 

Hochachtungsvoll

 

 

 

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