IGFM: Keine Olympischen Spiele in Peking 2008


von Karl Hafen
IGFM, 7. August 2007

IGFM-Olympia-Aufkleber

Wenn Sie im Licht der Kamera stehende deutsche Sportler von heute fragen: Hätten Sie mit dem Wissen von heute 1936 an den Olympischen Spielen in Berlin teilgenommen? Wie viele haben diese Frage verneint? 10%, 30%, 50%, ja vielleicht sogar mehr?Wir wissen es nicht, denn diese Umfrage hat nicht stattgefunden.

Aber sie wäre gerechtfertigt, denn in einem Jahr sollen die Olympischen Spiele in Peking stattfinden und der propagandistische Missbrauch ist vorprogrammiert. Schon jetzt kursieren in China Listen, welche inneren und äußeren "Feinde" von der Stadt und den Spielstätten ferngehalten werden sollen.

Das IOC hat mit der Vergabe an Peking Politik betreiben wollen und damit der Olympischen Idee von friedlichen Spielen in einem bestmöglichen Umfeld für Teilnehmer und Gäste wieder einmal den Rücken gekehrt. Eine Besserung der Menschenrechtslage ist seit Vergabe - wie prophezeit - nicht eingetreten, im Gegenteil. Schon bei der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking platzten die Vorstellungen von einem menschenrechtsfreundlicheren Umgang mit Frauen und Minderheiten in China wie Seifenblasen.

Bleibt die geringe Hoffnung, dass die Sponsoren nicht nur für die Spiele, sondern auch Geld spenden für Menschenrechtskampagnen und für die Unterstützung von mittellosen Angehörigen der Verfolgten und Gefangenen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) bietet für die ordentliche Verteilung dieser Spenden ihre Hilfe an.

Die Meinung der IGFM vor der Vergabe der Spiele ist die gleiche wie danach: keine Spiele in Peking 2008 sind besser als Missbrauch der Sportler, Staatsgäste und Zuschauer zu Propagandazwecken!

Karl Hafen
Geschäftsführender Vorsitzender der IGFM

© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

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