IGFM Kuba-Konferenz 2007: Wege zur Überwindung der Zensur


 

  

Programm der IGFM Kuba-Konferenz "Wege zur Überwindung der Zensur in Kuba"

 

In der Einparteiendiktatur Kuba sind Personen, die ihr Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit ausüben wollen, besonders häufig Opfer des Regimes. Freien Journalisten, die außerhalb der einzigen zugelassenen Tageszeitung berichten, drohen Festnahmen und langjährige Haftstrafen. Um auf die Situation in Kuba und auf die Schicksale der politischen Gefangenen aufmerksam zu machen, veranstaltet die IGFM am 12. Dezember 2007 in Berlin eine Konferenz zum Thema Zensur in Kuba.

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IGFM Kuba-Konferenz 2007: Wege zur Überwindung der Zensur

 

Die Situation in Kuba im Bereich der Presse- und Meinungsfreiheit und Schicksale der politischen Gefangenen des Castro-Regimes standen im Mittelpunkt der Internationalen IGFM-Konferenz, die am 12. Dezember 2007 in Berlin (Hotel Albrechtshof) stattfand.

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Dr. Angel Garrido: "Dr. Oscar Biscets Vision von Meinungsfreiheit und Demokratie in Kuba"

 

"... Trauriger Höhepunkt der jahrzehntelangen Unterdrückung kritischer Stimmen war die brutale Razzia auf friedliche Menschenrechtsaktivisten im März 2003, bei der 75 Oppositionsmitglieder gefangen genommen und zu bis zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Einer dieser 75 bei der Razzia Verhafteten ...ist Dr. Oscar Elias Biscet. Er wurde zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sieben Monate lang (...) hat er, häufig ohne Kleidung, sauberes Wasser, Familienbesuche und Lesestoff in einer Zelle verbracht, die kaum größer war, als er selbst. Die Gefängniswärter leiteten Abgasrohre in seine Zelle, so dass Dr. Biscet Kohlenmonoxid und anderen gesundheitsgefährdenden Gasen ausgesetzt war. ..."

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Anolan Ponce: "Nach China ist Kuba das zweigrößte Gefängnis der Welt für Journalisten"

 

"Die gesamte Presse wird kontrolliert und gehört dem Staat. Meinungs- und Pressefreiheit sind nur gewährleistet. ... Einer der Journalisten, die sich den Vorgaben des kubanischen Regimes nicht unterwerfen, ist Normando Hernández Gonzales, der im Zuge des sogenannten "Schwarzen Frühlings 2003" zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. Insgesamt sind 24 unabhängige Journalisten in Kuba inhaftiert und zu langen Haftstrafen verurteilt. ...".

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Amir Valle - kubanischer Schriftsteller im Exil

 

Sein Zuhause lag im Centro Habana, dem heruntergekommenen, anrüchigen und gefährlichen Stadtviertel im Herzen Havannas. Dessen Bewohner ? Verkäufer, Straßenhändler, Dealer, Prostituierte, Kriminelle, Arbeiter ? waren die zentrale Inspirationsquelle seiner Romane. Amir Valle schreibt über Kinderprostitution, Rassismus, Intoleranz gegenüber Homosexualität, organisierte Drogenkriminalität, Korruption und Verlogenheit im Staat ? Themen mit politischer Sprengkraft und scheut keine Auseinandersetzung mit dem politischen Establishment. Von der Castro-Regietung zur 'persona non grata' erklärt, wurde ihm 2005 nach einer Auslandsreise die Rückkehr in die Heimat verweigert. Er ist "Writers in Exile"-Stipendiat des P.E.N.-Zentrums Deutschland und lebt im Berliner Exil.

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Jorge Luis García Pérez "Antúnez" - Buch aus Gefängnis geschmuggelt

 

Jorge Luis García Pérez "Antúnez" wurde im April 1990 verhaftet, weil er der Kommunistischen Partei das Recht absprach, das gesamte Leben der Kubaner zu kontrollieren. Wegen "feindlicher Propaganda" und ?Sabotage? ursprünglich zu 15 Jahren Haft verurteilt, wurde seine Haftstrafe im Gefängnis wegen ?Widerstands und Aufsässigkeit? um vier weitere Jahre verlängert. Am 22. April 2007 kam er nach 17jähriger Haft auf internationalen Druck frei, schwebt aber in täglicher Gefahr einer Neuverhaftung. "Boitel lebt: Zeugnis aus der aktuellen politischen Gefangenschaft" - so der Titel des Buches, das Antúnez während seiner Haft schrieb und aus dem Gefängnis schmuggelte.

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Havanna - Die neue Kunst Ruinen zu bauen. Dokumentarfilm

 

Einst nannte man Havanna die "Perle der Karibik". Heute ist die kubanische Hauptstadt von Ruinen und einsturzgefährdeten Bauten geprägt ? für die Touristen eine poetisch-pittoreske Welt, für die Bewohner hingegen stellen die Gebäude eine alltägliche Lebensgefahr dar. Reisekataloge preisen den 'morbiden Charme' der kubanischen Hauptstadt. Die Berliner Filmemacher, Florian Borchmeyer und Matthias Hentschler, aber haben den Ruinen Kubas und den immer noch darin lebenden Menschen mit ihrem Dokumentarfilm ein filmisches Denkmal der besonderen Art gesetzt. Seit dem 14.12.2007 ist der Film auf DVD erhältlich.

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© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

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