IGFM Kuba-Konferenz: Wege zur Überwindung der Zensur in Kuba


1977 ? 2007: Dreißig Jahre IGFM-Arbeit für Menschenrechte in Kuba

IGFM-Kuba Konferenz am 12.12.2007 in Berlin. Bild: Reinhard Brockmann

Die Situation in Kuba und Schicksale der politischen Gefangenen des Castro-Regimes standen im Mittelpunkt der Internationalen IGFM-Konferenz, die am 12. Dezember 2007 in Berlin (Hotel Albrechtshof) stattfand.

In der Einparteiendiktatur Kuba sind Personen, die ihr Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit ausüben wollen, besonders häufig Opfer des Regimes. Freien Journalisten, die außerhalb der einzigen zugelassenen Tageszeitung berichten, drohen Festnahmen und langjährige Haftstrafen. Schriftsteller können ihre Werke aufgrund der strengen Zensur nicht veröffentlichen und werden drangsaliert.

Einer der Gastredner war daher der kubanische Schriftsteller Amir Valle. Von der Castro-Regietung zur 'persona non grata' erklärt, wurde ihm 2005 nach einer Auslandsreise die Rückkehr in die Heimat verweigert. Als "Writers in Exile"-Stipendiat des P.E.N.-Zentrums Deutschland, lebt er im Berliner Exil.

Weitere Gastredner: Dr. Angel Garrido, Vizepräsident der kubanischen Lawton Foundation for Human Rights, deren Gründer und Präsident, Dr. Oscar Elias Biscet, sich in Haft befindet, Anolan Ponce, Vorstandsmitglied der Organisation Mothers Against Repression/MAR, die sich für politische Gefangene auf Kuba einsetzt, der Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ehemaliger politischer Gefangener der DDR, Dieter Dombrowski, MdL, politischer Pate des zu 25 Jahren Haft verurteilten Journalisten, Normando Hernández González, und andere.

Im Rahmen der Konferenz wurde der Dokumentarfilm von Matthias Hentschler und Florian Borchmeyer  "Havanna ? Die neue Kunst Ruinen zu bauen" vorgestellt.

Am Abend fand im Mauermuseum, Haus am Checkpoint Charly, die Verleihung der Dr. Rainer-Hildebrandt-Medaille statt, deren Preisträger zwei kubanische Menschenrechtler wurden: Dr. med. Oscar Biscet und der Journalist Normando Hernández González. Für für ihre Vision von Freiheit und Demokratie in Kuba wurden beide 2003 zu je zu 25 Jahren Haft verurteilt.

 

[zum Programm ...]

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