IGFM Medienpreis Menschenrechte 2006


Gegen Menschenrechtsverletzungen in China

IGFM ehrt Bernd Ziesemer, Edeltraud Rattenhuber und Phillip Eppelsheim für ihre China-Berichterstattung

Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Medienpreis Menschenrechte der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wurde am 6. Mai 2006 an Journalisten und Autoren vergeben, die über die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik China berichteten. Die Verleihung fand im Rahmen der IGFM-Jahreshauptversammlung in Königstein statt. Mit dem Medienpreis Menschenrechte ehrt die IGFM Journalisten und Autoren, die sich in hervorragender Weise mit dem Thema Menschenrechte auseinandergesetzt haben.

Träger des ersten Preises ist Bernd Ziesemer, Chefredakteur des Handelsblattes für seinen Leitartikel "Das hässliche China." Ziesemer betonte in seiner Rede, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht automatisch mit Fortschritten im Bereich der Menschenrechte einhergingen und dass sich Unternehmer nicht zu Erfüllungsgehilfen von Menschenrechtsverletzern machen dürften.

Edeltraut Rattenhuber von der Süddeutschen Zeitung erhielt mit dem Artikel "China mauert im Internet" den zweiten Preis.

Den dritten Preis erhielt Phillip Eppelsheim mit seinem Artikel "Kein Widerstand, kein Selbstmord, keine Flucht" in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der chinesische Bürgerrechtler und ehemalige politische Häftling Wang Wanxing, den Eppelsheim für seinen Bericht über den Missbrauch der Psychiatrie interviewt hatte, war selbst nach Königstein gekommen und berichtete über seinen 13 Jahre langen Leidensweg in Psychiatrischer Haft.

Einen Sonderpreis erhielten Christoph Goldbeck vom WDR für seine Fernsehreportage über die Ausbeutung von Arbeitern, Dr. Thomas Weyrauch für sein Buch "Gepeinigter Drache" Chinas Menschenrechte im Spätstadium der KP-Herrschaft, sowie die Zeitung "Neue Epoche" für ihre umfangreiche und regelmäßige aktuelle Berichterstattung über die Menschenrechtssituation in der VR China.

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