Liu Xiaobo: Appell

Appellvorschlag für den Menschenrechtsaktivisten Liu Xiaobo
(Briefporto aus Deutschland: 0,75 Euro)


Herrn Staatspräsident
Hu Jintao
Guojia Zhuxi
Beijingshi
V.R. China

 

 

Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo verurteilt wegen angeblicher "Aufwiegelung zum Sturz der Regierung und des sozialistischen Systems"


Sehr geehrter Staatspräsident,

ich schreibe Ihnen, um Sie auf den Fall des Pekinger Menschenrechtsaktivisten Liu Xiaobo hinzuweisen. Er ist international einer der bekanntesten Menschenrechtler der Volksrepublik China.

Am 25. Dezember 2009 wurde Liu wegen angeblicher "Aufwiegelung zum Sturz der Regierung und des sozialistischen Systems" zu elf Jahren Haft verurteilt. Tatsächlich hat Liu Xiaobo lediglich nach Artikel 35. der chinesischen Verfassung von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht. Zusammen mit anderen chinesischen Schriftstellern hat er die "Charta 08" verfasst - ein Manifest, das zu sozialen und politischen Reformen in der Volksrepublik China aufruft und bereits von mehr als 10.000 chinesischen Bürgerrechtlern und Intellektuellen unterzeichnet wurde. Am 8. Oktober 2010 wurde Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, da er sich nach Meinung des Komitees lebenslang für die Menschenrechte der Chinesen eingesetzt hat.

Vor seiner Verurteilung saß Liu bereits über ein Jahr lang ohne Anklage in Haft. Seine Ehefrau Liu Xia durfte ihn über Monate hinweg gar nicht, oder nur im Beisein von Polizisten, kurz sehen.

Ich appelliere daher an Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, damit Liu Xiaobo umgehend bedingungslos entlassen wird.

Hochachtungsvoll



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