Verkauft - missbraucht - gerettet!

Sie können wieder lachen – durch die finanzielle Unterstützung der IGFM und die Arbeit ihres Partners „Voice“. Von links nach rechts: Jannat, Nayab, Nadia und Mehwish. Sie alle gehen jetzt zur Schule und haben eine neue Familie.

Ein Leben in Abhängigkeit und Erniedrigung
„Frauen sind die am stärksten verfolgte Gruppe in Pakistan. Ihre Benachteiligung beginnt schon vor der Geburt. Es ist eine Reise in Unterordnung und Demütigung. Besonders hart trifft es Mädchen und Frauen der ohnehin schutzlosen christlichen Minderheit“, erläutert die pakistanische Anwältin Aneeqa Maria Anthony. Sie ist IGFM-Mitglied und hat es sich mit Gleichgesinnten zur Lebensaufgabe gemacht, gerade denen zu helfen, die Hilfe am dringendsten brauchen und sie sonst von niemandem bekommen. Aneeqa Anthony hat selbst in Frankfurt in der IGFM-Geschäftsstelle gearbeitet und ist Mitgründerin und Leiterin des Hilfswerkes Voice. 

Bitte helfen Sie:
Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Konto-Nr. 1403601, BLZ: 550 205 00,
IBAN: DE04 5502 0500 0001 4036 01, BIC: BFSWDE33MNZ

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Tarfa: Sie konnte fliehen und hat nun ein neues Zuhause

Tarfa Younis: zwölfjährig an einen 55-Jährigen verkauft.

Tarfa Younis ist Vollwaise, seit ihre Eltern im Jahr 2005 bei einem Unfall ums Leben kamen. Seither war sie von ihren älteren Brüdern Shamaun und Asif abhängig. Die beiden verkauften ihre zwölfjährige jüngere Schwester am 8. Januar 2014 an den 55-jährigen Bashir für 150.000 Pakistanische Rupien (rund 1.150 Euro). Bashir fälschte eine Heiratsurkunde und missbrauchte Tarfa vier Monate lang. Auch sein Neffe Rashid Arshad verging sich regelmäßig an ihr. Tarfa berichtet:

"Die beiden sprachen sich untereinander ab. Wenn Bashir den Raum verließ, kam Rashid. Wenn ich vor Schmerzen schrie, schlugen sie mich mit einem Rohrstock, sperrten mich ein und ließen mich hungern. Am 12. Mai 2014 ergab sich mir eine Chance, denn eine Außentür war offen, ich lief auf die Straße und bat den Fahrer einer Rikscha, mich bei meinem Elternhaus abzusetzen. Eine Tante brachte mich zur Polizeistation, aber niemand hörte zu. Dann brachte sie mich zur Redaktion von ‚Dawn-News‘. Dieser Nachrichtenkanal machte es möglich, dass eine Anzeige aufgenommen und ich zum Büro für Kinderschutz gebracht wurde.“ 

„Jeder tat das mit mir, was er wollte“

Ein Onkel von Tarfa setzte sich mit dem IGFM-Partner Voice in Verbindung und bat um Beistand. Darauf holte ein Team von Voice Tarfa im Kinderschutzbüro ab und übernahm auf Bitte von Tarfas Onkel und Tante das Sorgerecht. Das war notwendig, weil Tante und Onkel von Tarfas „Besitzer“ bedroht wurden. Tarfa lebt jetzt in einem sicheren Heim. Die IGFM trägt die Kosten für die medizinische Behandlung und die psychologische Betreuung. Tarfa berichtete weiter: 

"Meine Brüder spielten um Geld, wenn sie verloren, konnten sie nicht zahlen. Dann schickten sie mich für eine Nacht mit. Einmal verloren sie 50.000 Rupien (rund 380 Euro) und sie verkauften mich für zwei Tage an einen Mann, der mich mehrfach missbrauchte. Ich kann die Schmerzen nicht beschreiben, die ich erleiden musste. Jeder tat das mit mir, was er wollte. Ihre Rechtfertigung war immer, dass sie sich die Spielschulden zurückholen." 

Aneeqa Maria Anthony strengte ein Verfahren gegen Bashir und Rashid an. Beide befinden sich nun in Haft. Tarfas Brüder Shamaun und Asif entzogen sich der Festnahme und tauchten unter. Sie werden immer noch von der Polizei gesucht. Voice vertritt Tarfa vor Gericht und hat sie in das eigene Waisenschutzprogramm aufgenommen. 

Die IGFM unterstützt Tarfa und viele andere Kinder in diesem Programm jeden Monat mit jeweils 40 Euro für die laufenden Kosten (Unterkunft, Verpflegung und Schulbesuch). Gegenwärtig betreut Voice rund 200 Kinder, die Ähnliches wie Tarfa erlebt haben. Das Team von Voice und die Partneranwälte der IGFM arbeiten alle ehrenamtlich. Jedoch müssen Prozesskosten, Ärzte, Medikamente und vor allem das Essen bezahlt werden. Das Team von Voice opfert die eigenen Reserven und arbeitet trotz vielfacher Todesdrohungen und Angriffen von Islamisten weiter. Doch die Mittel für diese Arbeit können sie unmöglich aufbringen. Damit  keine Kinder abgewiesen werden müssen und Tarfa und die anderen weiter versorgt werden können, brauchen wir Ihre Hilfe. Bitte helfen Sie Tarfa, bitte helfen Sie Voice! 

 

Bitte helfen Sie jetzt!

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Konto-Nr. 1403601 , BLZ: 550 205 00
IBAN: DE04 5502 0500 0001 4036 01, BIC: BFSWDE33MNZ

 

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