KUBA: Zeitenwende ohne politische Freiheit?


Seminar der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

 


Termin: Mittwoch, 6. Juli 2011

Vorprogramm: ab 17.00 Uhr
Konferenz: 19.00 Uhr - ca. 21.00 Uhr

Ort:
Reinhardstraße 14, 10117 Berlin (Konferenzsaal 2, 4. Stock)
Sprachen: Spanisch - Deutsch


 

 

 

 

Zwei Ereignisse sicherten Kuba in diesem Jahr die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit: der VI. Kongress der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) vom 16.-19. April sowie der 85. Geburtstag des "Großen Revolutionsführers" Fidel Castro am 13. August. Die auf dem Parteitag verabschiedeten "Reformen" zielen zwar auf eine wirtschaftliche Öffnung, politische Freiheiten und Demokratie stehen jedoch weiterhin auf der Agenda nicht.

Ist Kuba auf dem Weg zu einem Marktsozialismus?
Sind die angekündigten "Reformen" ausreichend?
Können sie überhaupt umgesetzt werden?
Wie tragfähig ist eine wirtschaftliche ohne gleichzeitige politische Öffnung?


Diskutieren Sie diese und weitere Fragen mit unseren Gästen, insbesondere unserem Ehrengast Carlos Alberto Montaner.

 

 

Programm

 

17.00 h: Vorprogramm

- Video-Interview mit Yaomi Sanchez, Kuba im Januar 2011
- Film: "Havanna - Die neue Kunst, Ruinen zu bauen" (Regisseur: Florian Borchmeyer, FNF-Stipendiat, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis; Produzent: Matthias Hentschler)


19.00 h: Veranstaltungseröffnung und Begrüßung

Prof. Dr. Jürgen Morlok, Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich- Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF)
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)


19.15 h: Eröffnungsvortrag

Carlos Alberto Montaner: "Fidel, Raúl, Chávez und die Widersprüche des Sozialismus des XXI. Jahrhunderts im Falle Kubas"


19.45 h: Panel-Diskussion
Teilnehmer (Kurzbiografien siehe unten):

- Carlos Alberto Montaner
- Lamacil Gutierrez Romero
- Jorge Luis García Vázquez
- Marina Schuster MdB


Moderation: Martin Lessenthin (IGFM), Frankfurt


20.30 h: Publikums-Diskussion


21.00 h: Ende der Konferenz und Steh-Imbiss


 

Kurzbiografien

 

Carlos Alberto Montaner
1943 auf Kuba geboren. Nach der Revolution von 1959 wurde er wegen vermeintlicher Teilnahme an "terroristischen Angriffen" und "Kooperation mit der CIA" verhaftet. Montaner gelang die Flucht aus dem Gefängnis und auch ins Ausland. Seit 1970 lebt er in Spanien und Miami. Er hat zahlreiche Bücher über Kuba verfasst (zuletzt: La ultima batalla de la guerra fria: como y por que se hundio el comunismo, 2009), seit 2004 schreibt er wöchentlich eine Kolumne für "The Miami Herald". Sein Briefwechsel von März/April 2010 mit dem linken kubanischen Sänger Silvio Rodriguez ist sehr lesenswert.


Lamasiel Gutiérrez Romero,
Mitglied der kubanischen Gefangenenhilfsorganisation "Damas de Blanco", wurde
1969 in Kuba geboren. Bereits im Alter von 15 Jahren kam sie wegen ablehnender Haltung zum Castro-Regime in ein Umerziehungslager. Nachdem 2003 ihr Lebensgefährte, der kubanischen Menschenrechtler und Rechtsanwalt Rolando Jiménez Posada, mit weiteren 74 Regimekritikern und Menschenrechtlern ("Gruppe der 75") verhaftet wurde, trat sie den "Damas de Blanco" bei. Sie wurde erneut verhaftet und ins Gefängnis Manto Negro gesperrt. Nach Freilassung arbeitete sie als freie Journalistin u.a. für die "New Cuban Press" und "Radio y TV Marti". Als Rolando Jiménez Posada nach siebenjähriger Haft im Oktober 2010 freigelassen wurde, wurde sie mit ihm und ihrem Kind nach Tschechien abgeschoben. Zurzeit arbeitet sie als Journalistin für "Miscelaneas de Cuba", ein unabhängiges Online-Magazin, sowie für das regimekritische Cubanet.


Jorge Luis García Vázquez
1959 in Havanna/Kuba geboren; studierte dort Fremdsprachen. 1980 kam er als Dolmetscher nach Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), DDR. Da er versucht hatte, einem kubanischen Musiker zur Flucht zu verhelfen, wurde er im März 1987 verhaftet und kam in die zentrale Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicher-heit/MfD nach Berlin-Hohenschönhausen. Wenig später wurde er der DDR verwiesen und nach Kuba ausgeflogen. Die kubanische Staatssicherheit belegte ihn mit Berufsverbot und schikanierte auf vielfältige Weise. Heute lebt er in Berlin und arbeitet als freier Journalist. Seit 2009 führt er Besuchergruppen durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.


Marina Schuster MdB
Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2005, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss sowie im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.


IGFM
Die in Frankfurt gegründete Internationale Gesellschaft für Menschenrechte kümmert sich seit 1977 um die politischen Gefangenen in Kuba.

 

 

 

© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

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