AVC und die "Internationale Gesellschaft für Menschenrechte" planen, auf die systematische Verletzung der Menschenrechte durch die Regierung in Eritrea öffentlich hinzuweisen.
Termin und Treffpunkt
Gedenkmarsch
1. Juni 2012 von 9:30 bis 13:30 Uhr in Berlin-Pankow, 500 Meter östlich der S-Bahnstation "Bornholmer Straße" in der Andersen Straße.
Mahnwache ergänzend zum Marsch
1. bis 3. Juni 2012, täglich von 8 bis 20 Uhr in Berlin-Mitte vor der St. Marienkirche (Karl-Liebknecht/Spandauer Straße zwischen Berliner Dom und Rathaus).
Während der Mahnwache werden Informationsmaterial angeboten und eine DVD sowie eine nachgebaute Haftzelle gezeigt, um auf die menschenverachtenden Zustände in Eritrea hinzuweisen.
Anlass
Vor zehn Jahren - am 21. Mai 2002 - wurde durch einen Regierungserlass in Eritrea die Glaubensfreiheit außer Kraft gesetzt und seitdem ständig missachtet. Das trifft besonders Christen. Sie werden beobachtet, verfolgt, verhaftet, meist ohne Anklage gefangen gehalten und dabei gefoltert. Mehrere Gefangene sind nachweislich verstorben; ihre genaue Anzahl ist ungewiss.
Gefangen in Containern
Nach Angaben von Betroffenen sind in den zehn Jahren etwa 20.000 Menschen verhaftet worden; insbesondere Mitglieder der Pfingstkirche. Die meisten waren über Monate und Jahre interniert. Derzeit sind noch immer 1200 bis 2000 Menschen ohne Anklage in Gefängnissen oder Frachtcontainern unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt.
[Flyer zum Gedenkmarsch am 1. Juni 2012 in Berlin pdf-Datei, 507kB ...]