Kuba: IGFM trifft sich mit ehemaligen Gefangenen


Forderung: Keine wirtschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands mit Kuba bis zur Entlassung aller politischen Gefangenen


Der Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Martin Lessenthin, traf sich am 16. September 2010 in Madrid mit ehemaligen kubanischen politischen Gefangenen, die im Rahmen des Abkommens der spanischen Regierung und der Katholischen Kirche Kubas mit der kubanischen Regierung seit dem 13. Juli 2010 freigekommen sind und zwangsweise nach Spanien abgeschoben wurden.

Die ehemaligen Gefangenen, mit denen Martin Lessenthin sprach, berichteten von Folter und psychischer Zermürbung, denen sie in den kubanischen Gefängnissen ausgesetzt waren. "Sie fordern, dass die deutsche Regierung und deutsche Unternehmen mit Kuba nicht wirtschaftlich zusammenarbeiten, solange auf Kuba politische Gefangene in Gefängnissen sitzen", berichtete Martin Lessenthin.

Zu den Teilnehmern des Treffens gehörten auch

Juan Carlos Herrera Acosta, der gerade von einer Informationsreise nach Berlin, Warschau und Brüssel zurückgekehrt war. Der unabhängige Journalist war im März 2003 während des sogenannten kubanischen "Schwarzen Frühlings" verhaftet und zu 20 Jahren Haft verurteilt worden; 

Juan Adolfo Fernandez Saínz, unanhängiger Journalist und Diplom-Dolmetscher,  der ebenfalls im März 2003 verhaftet und zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war;

Normando Hernandez Gonzalez,  Direktor der Schule für unabhängige Journalisten in Camagüey (Colegio de Periodistas Independientes de Camagüey), im März 2003 verhaftet und zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Auch Familienmitglieder, die mit den politischen Gefangenen nach Spanien gekommen waren, nahmen an den Treffen teil.



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