Kundgebung zu Organhandel in der VR China


 

Immer mehr Berichte aus der Volksrepublik China weisen darauf hin, dass dort gesunde politische Gefangene ermordet werden, um ihre Organe gewinnbringend weiter zu verkaufen.

Foto: © IGFM

Die Heidelberger Mitglieder konnten an einem einzigen Tag über 1.000 Unterschriften sammeln und rund 7.000 Flugblätter verteilen.

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Am 17. Juni, dem Gedenktag des Volksaufstandes in der ehemaligen DDR, veranstaltete der Arbeitsausschuss China in der Heidelberger Fußgängerzone eine Kundgebung, um auf schwerste Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik China hinzuweisen. Dazu gehören systematische Folter, Zensur und völlige Kontrolle der Medien, Unterdrückung und Verfolgung von Religionsgemeinschaften und freien Gewerkschaften. Zu den Schwerpunkten der Heidelberger Veranstaltung gehörte auch der Handel mit Organen.

 

Schon seit Jahren gibt es Hinweise darauf, dass in der Volksrepublik China politische Gefangene Hingerichtet werden, um ihre Organe verkaufen zu können. Der ehemalige politische Gefangene Harry Wu, Direktor der Laogai Research Foundation und Kuratoriumsmitglied der IGFM, geht bereits seit über 20 Jahren Informationen über diese menschenverachtende Praxis nach. Seit dem Jahr 2005 ist die Zahl der Berichte aus der Volksrepublik China über willkürliche Morde an politischen Gefangenen für den Organhandel sprunghaft gestiegen. Opfer sind soweit bekannt vor allem Angehörige der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong.

 

Starkes Interesse

Passanten in der Hauptstrasse von Heidelberg erlebten ein ungewohntes Bild. Mitten auf der Strasse ein OP Tisch mit einem darauf liegenden Patienten, dahinter ein Arzt. Der Organraub von gesunden Menschen wird schauspielerisch und plastisch dargestellt. Viele Passanten halten inne, müssen das Gesehene erst verarbeiten, fassen sich aber dann ein Herz und informieren sich am Stand der IGFM, obwohl sie wegen des großen Andrangs schlangestehen müssen.

 

Es macht Mut, so viele Menschen zu erleben, die nicht wegsehen, sondern helfen wollen. Sie unterschreiben Appelle an Politiker, um ihr Entsetzen zum Ausdruck zu bringen und um sofortige Hilfe einzufordern. Neben den Unterschriftslisten für verschiedene Einzelschicksale finden auch die Kurzinfos reißenden Absatz. Insgesamt sammeln die Heidelberger IGFM Mitglieder an diesem Tag über 1.000 Unterschriften und verteilen rund 7.000 Flugblätter. Ein motivierender Erfolg, nicht nur für die Aktiven in Heidelberg, sonder überhaupt für die Menschenrechtsarbeit für China.

© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

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