Menschenrechtsausstellung „Fields of Shame“


China und Tibet, Burma, Kuba, Nordkorea - die Menschenrechtssituation in diesen Ländern ist katastrophal: Menschen werden systematisch wegen ihrer politischen oder religiösen Anschauungen verfolgt, inhaftiert, gefoltert, im schlimmsten Falle getötet. Die Wanderfotoausstellung "Fields of Shame", die in diesem Herbst in 36 deutschen Städten zu sehen ist,  dokumentiert auf 100 Metern Bauzaun Menschenrechtsverletzungen in diesen Staaten. Doch die Initiatoren der Ausstellung, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und ihre polnischen Partnerorganisation, das Zentrum für Theorie und Praxis der Demokratie aus Krakau, weisen ausdrücklich darauf hin, dass es weltweit viele weitere menschenrechtsverletzende Staaten gibt, die in dieser Ausstellung nicht berücksichtigt werden konnten. Fields of Shame zeigt nur einen Ausschnitt der Länder und Themen mit denen sich die IGFM beschäftigt.

 

 

Das Projekt einer Menschenrechtsausstellung unter freiem Himmel wurde durch den Bürgerrechtler Wojciech Modelski vom "Zentrum für Theorie und Praxis der Demokratie" in Krakau erstmals 2004 realisiert und in acht polnischen Städten gezeigt. Ziel der Ausstellung ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Menschenrechtsthemen und möglichst eine Solidarisierung mit den Opfern von Menschenrechtsverletzungen weltweit, die im besten Fall ein Engagement in der Menschenrechtsarbeit zur Folge haben kann. Die in der Ausstellung vorgestellten Einzelschicksale werden zum Teil von überlebenden Opfern selbst "erzählt?.

 

 

Eine buddhistische Nonne aus China berichtet, wie sie am ganzen Körper von Soldaten mit Elektrostäben verletzt wurde und in der Haft in ihren eigenen Exkrementen liegen musste. Andere Gefangene, die ihren Peinigern entkommen konnten, berichten, wie zum Tode Verurteilte vor ihren Henkern tanzen und singen mussten. Zu den wohl prominentesten Gefangenen, die in der Ausstellung portraitiert sind, gehört der kubanische Arzt Dr. Oscar Elias Biscet. Der gewaltlose, engagierte Christ wurde zu 25 Gefängnis verurteilt, weil er eine Menschenrechtsorganisation gründete, bürgerliche Rechte für die Kubaner und ein Ende der seit über 46 Jahren anhaltenden Alleinherrschaft von Fidel Castro forderte. Obschon er in seiner Haft bedroht und gefoltert wurde, ist der christliche Bürgerrechtler seelisch nicht gebrochen.

 

 

 

Durch die öffentliche Präsentation auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen wollen die IGFM und das polnische Zentrum auch Menschen für die Menschenrechtssituation in den genannten Ländern interessieren, die sonst kaum in Kontakt mit dieser Problematik kommen. Bereits die Ausstellungstour durch Polen im Jahre 2004 war in diesem Sinne ausgesprochen erfolgreich. Die Ausstellung wurde im Sommer dieses Jahres gemeinsam mit der IGFM überarbeitet und thematisch erweitert.

 

 

 

 

 

 

Wir wollen die Menschen aufrütteln! Wir wollen Menschen gewinnen, die so wie wir "Ja!? zu Menschenrechten für alle, und "Ja, ich will helfen!? sagen.

 

 

 

 

 

 

 

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[Faltblatt "Fields of Shame, pdf-Datei, 341 kB ...]

 

 

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