Online-Kondolenzbuch für Iwan Agrusow, den Gründungsvater der IGFM
Iwan Iwanowitsch Agrusow, der Gründer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), ist in der Nacht zum 1. Februar 2012 im Alter von 87 Jahren verstorben. Tausende Mitglieder trauern weltweit in 38 Sektionen und nationalen Gruppen der IGFM um Agrusow, der sein Leben ganz dem Einsatz für die Menschenrechte gewidmet hatte. Auch Sie sind herzlich eingeladen, sich in das Online-Kondolenzbuch der IGFM für Iwan Agrusow einzutragen. Bitte schreiben Sie eine Mail an kondolenz@igfm.de
[zum Nachruf für Iwan Agrusow ...]
Dr. med. Reinhard Gnauck, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der IGFM-Deutsche Sektion e.V.
An der 40. Jahreshauptversammlung der IGFM in wenigen Wochen, die seine Idee und sein Lebenswerk war, kann Herr Agrusow nun erstmals nicht mehr teilnehmen. Er hat "den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten". Wir wollen seine Arbeit fortführen und werden ihn nicht vergessen.
Jürgen Thierack, Planegg
Menschen wie Iwan Agrusow sind ein Vorbild und helfen weiterzumachen, wenn man am Erfolg der eigenen Bemühungen um die Menschenrechte zu zweifeln beginnt.
Katrin Bornmüller, Vorsitzende der IGFM-Deutsche Sektion e.V.
Es ist immer sehr traurig, wenn jemand sterben muss. Herr Agrusov war eine besondere Persönlichkeit mit einem sehr erfüllten Leben. Ich bin ihm sehr dankbar, ohne sein Engagement, wäre ich nicht zur IGFM vor 32 Jahren gekommen. Ich möchte seinen Angehörigen sagen, dass ich um Herrn Agrusov mit ihnen trauere und dass ich ihn nie vergessen werde.
Edgar Lamm
Dieser traurige Anlass weckt die Erinnerung an unzählige Begegnungen und Gespräche mit Iwan Agrusow über Jahrzehnte. Insbesondere denke ich an die Begleitung der KSZE-Konferenzen in den 1980er Jahren, während derer wir ganz eng zusammengearbeitet haben. Sein Lebenslauf spiegelt die gewaltigen politischen Umbrüche im Europa des 20. Jahrhunderts wider. Er hat daraus die zeitlos gültige Verpflichtung zum Einsatz für die Menschenrechte abgeleitet. Für die IGFM hat er stets ehrgeizige Ziele gesteckt. Für sich selbst war er bescheiden und anspruchslos.
Gottes Segen!
Ehrhard Göhl, ehem. 1. Sprecher des "Arbeitsausschusses Bürgerrechtsbewegung und politische Gefangene der DDR" (AA-DDR)
Mehrere Tausend ehemalige politische DDR-Häftlinge und Verfolgte danken Iwan Agrusow für Ihre errungene Freiheit. Er ermöglichte die Gründung des "Arbeitsausschusses Bürgerrechtsbewegung und politische Gefangene der DDR" (AA-DDR) innerhalb der GFM und IGFM. Er ermöglichte über 10 Jahre Beschwerden bei der UN-Menschenrechtskommission nach ECOSOC-Resolution 1503 und eine Verurteilung der DDR durch die UN.
Farah Moussawi
Den Verlust von Herrn Iwan Iwanowitsch Agrusow, Gründer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), eine Persönlichkeit, die sich einen großen Teil Ihres Lebens für Demokratie und Menschenrechte eingesetzt hat, bedauere ich zutiefst und möchte hiermit mein herzliches und aufrichtiges Beileid zum Ausdruck bringen.
Michael Leh, Journalist
Mit großer Trauer habe ich vom Tod Herrn Agrusows erfahren. In den Jahren 1986-87 leitete ich, damals noch Student, in München halbtags das seinerzeitige IGFM-Regionalbüro für Bayern und hatte mit Herrn Agrusow stets aufs Beste zusammengearbeitet. Das sage ich gerade auch deshalb, weil es auch bestimmte Leute gab, die behaupteten, man hätte angeblich mit Agrusow nicht zusammenarbeiten können. Ich bin ein Gegenbeweis - von sicher sehr vielen. Nach meinem Eindruck war es allerdings so, dass sich ein Iwan Agrusov nicht auf der Nase herumtanzen ließ, auch nicht von teils begnadeten Selbstdarstellern. Wann immer ich ein Problem oder Anliegen hatte - stets hatte Herr Agrusow Verständnis und ein offenes Ohr. Gerade da ich naturgemäß nicht oft in der Frankfurter Zentrale sein konnte, war das nicht selbstverständlich und ich bin ihm daher immer dankbar gewesen für das Vertrauen, das er mir entgegenbrachte. Agrusow ging es um die Sache. Das spürte man. Das verband. Darauf kam und kommt es an. Dabei hat mich immer besonders fasziniert, dass er gerade als Russe und mit seinem Schicksal im freien Teil Deutschlands so für die Menschenrechte weltweit eintrat - und scharf gegen den Kommunismus.
Ich bin dankbar, Iwan Agrusow kennengelernt zu haben, dankbar für die weitere Motivation und Inspiration, die man auch aus seinem Beispiel und seiner Persönlichkeit gewinnen konnte - bis zum heutigen Tag.Wir müssen sein Werk fortsetzen.
In Verbundenheit
E.M.Slawik
Danke Herr für Leben und Werk von Iwan I. Agrusows. Als orthodoxer Christ hat er nach vollbrachter Arbeit wohl öfter gebetet: "Die Erfüllung aller guten Dinge bist Du mein Christus; erfülle mit Freude und Fröhlichkeit meine Seele und errette mich als der einzig Menschenliebende".
Und das vollbrachte Werk des Iwan I. Agrusows ist überragend, denn: Sein Lebenswerk zeichnet ihn aus, weil seine Seele im gefestigten Ich das geschundene Du sah, er im allgegenwärtigen Tod das unvergängliche Leben erkannte, in grausamer Schuld barmherzige Vergebung schenkte, in gewaltträchtiger Trennung unzerstörbare Einheit stiftete, in tiefstem Wundenschmerz lindernde Heilung antrieb, er sah im Menschen das Ebenbild Gottes und in Gott den, der allein sich mit vollkommener Liebe den Menschen zuwendet. Gegen alle gewalttätige Wut der hasserfüllten Ideologien, hat er alles getan, zu helfen, damit Menschen ihr Recht auf die vielgestaltige Freiheit über das eigene Leben nicht kampflos aufgeben und Mut finden, dem Unrecht mit Erfolg Widerstand zu leisten. Ich wünsche und bete, dass Iwan I. Agrusows jetzt fröhlich beim einzig wirklich Menschenliebenden - seinem Herrn - ist, dort wo die Osternacht zur ewigen Freude der Menschen und Gottes wurde: bei Christus Jesus unserem Herrn.
Depuis Medellin, ISHR-Colombia, Mouvement pour la vie et le désarmement:
Ne tuer pasFreres qui travaillent pour la vie, un homme est mort. Mais ses idees continuent dans les rues de tout le monde. Notre ami et frere, il nous donne sa vie et nous enseigne que le plus important c'est tout ce ça que nous faisons pour l'humanité, pour la terre et pour tout celui qui souffre.
Tous les freres qui cherchent la paix, vous recevez notre salut de vie, dans l'esprit de notre frere Ivan Ivanovich. En honneur de notre frere Ivan: Chaque jour nous travaillons et travaillerons pour la defense des droits humains.Un embrasse très affectueusement.
Dr. Wulf Rothenbächer
Ein großer Mann ist von uns gegangen. In vielen Dingen war er mein Lehrmeister.
Dr. med. Friedrich Weinberger, Vorsitzender der Walter-von-Beayer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V, (GEP)
Zum Ableben Ihres Mitgründers und langjährigen Geschäftsführers Iwan I. Agrusow möchte ich Ihnen Namens der GEP mein aufrichtiges Beileid ausdrücken. Mit ihm und so auch seiner IGfM verband uns schon in den in den 1960er Jahren an ein Thema besonders, der Mißbrauch psychiatrischer Heilkunde zur Unterdrückung Andersdenkender, wie er damals besonders aus der Sowjetunion gemeldet wurde. In jener aufgewühlten Zeit, in der nach einem eben überwundenen blutigen Unrechtssystem hierzulande eine nicht minder blutbeschmierte Ideologie bis hinein in "Menschenrechtsgruppen" und bis zu kirchlichen Spitzenvertretern wortmächtige Verteidiger fand, erlebten wir Iwan I. Agrusow als unbeirrbar, ruhig und maßvoll sich erhebende Stimme des Gewissens, des Rechts und der Fürsprache für die Opfer der Diktatur. Gegen eine Übermacht von Gleichgültigkeit, ja gar lodernder Feindschaft ging er seinen Weg. Erfreulicherweise wurden ihm dafür auch manche Erfolge und der Dank vieler zuteil, konnte Iwan I. Agrusow schließlich den Kollaps der Diktatur in seinem Heimatland erleben.
Daß sich die ideelle Verbindung der Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. (GEP) mit seiner IGfM in jüngerer Zeit nach außen hin zu einer Assoziation verdichtete, ist auch ein Verdienst Iwan I. Agrusows und des Respekts, den er mit seinem Einsatz seiner IGfM erwarb.
Peter E. Mülller
Fei schad um den alten Herrn. Das war ein feiner Mensch.
Michaela Koller
Meine Gedanken sind bei der trauernden IGFM, die ihren großen Gründer verloren hat.
Jurij Below, ehemaliger politischer Gefangener der "UdSSR"
Viele Leute in unserem Land sprechen über Menschenwürde und Menschenrechte. Iwan Agrusow wollte darüber nicht nur sprechen und so gründete er 1972 in Frankfurt/M. die Gesellschaft für Menschenrechte. Dies war seine Antwort auf die damals entstehende Bürgerrechtsbewegung und die Hilferufe politisch Verfolgter in der "UdSSR" und den von diesem totalitären Staat versklavten Osteuropa.
Ein Mann aus Russland wagte es, den Kommunismus durch Veröffentlichung der Schicksale und Hilferufe von Bürgerrechtlern an den Pranger zu stellen. Er hat viele Freunde in Deutschland gefunden, eine Organisation aufgebaut und damit ein Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte geschrieben.
Das war keine leichte Aufgabe. Sie erforderte von Agrusow Mut, Geschick und Durchhaltevermögen, um dem rasch einsetzenden Gegenwind von Seiten linker "Antifaschisten" zu widerstehen. Auch in der deutschen Presse wurde immer wieder versucht, die Hilfe der IGFM für politisch Verfolgte zu diffamieren oder sie zu verschweigen. Doch tausende von Bürgern erkannten in der Arbeit der IGFM nicht nur die wirksame Unterstützung für unterdrückte Bürgerrechtler, zunächst in der "UdSSR", sondern auch Aufklärung und Warnung vor der Gefahr der Realität in linken Utopien.
Agrusow`s größtes Verdienst sehe ich darin, dass es ihm gelungen ist, linke Einäugigkeit offenzulegen, die immer gern Opfer rechter Regime thematisierte und ständig über die Verletzung der Menschenrechte ideologisch diskutierte, aber nicht menschlich darüber sprechen wollte.
Ich danke Agrusow dafür, dass er seine Arbeit nicht auf das bolschewistische Russland beschränkte, sondern zusätzlich mit Veröffentlichung und Hilfe für unterdrückte Deutsche in der DDR offen Anklage gegen dieses Regime (später auch andere Länder) erhob und die IGFM damit im entspannungsseligen offiziellen Bonn unbeliebt machte. Ich habe damals sechs Jahren bei der IGFM gearbeitet und danke dafür, dort viele interessante Menschen kennengelernt zu haben.
Ich hatte auch Meinungsunterschiede mit Agrusow. Später habe ich eingesehen, dass er Recht hatte, als er mich eines Tages ermahnte, dass ich "zu politisch wirke" und mir sagte: "bleiben Sie doch menschlich".
Er war und bleibt für mich ein Mensch, der für leidende Menschen da war, der nicht nach recht oder links schaute, sondern immer geradeaus ging. In diesen Tagen trauere ich mit vielen anderen Menschen, dass er von uns gegangen ist. Und ich wünsche mir, dass die IGFM auch nach dem Verlust dieses Menschen, der menschlich dachte und handelte, weiterhin ihren menschlichen Auftrag erfolgreich erfüllt: als Menschen für Menschen da zu sein und sich für politisch Verfolgte einzusetzen.
Ich hatte das große Glück, mit Herrn Agrusow immer ganz offen reden zu können. Ich bin sicher, dass er Teil der deutschen Geschichte ist und immer bleibt. Denn er war ein Kämpfer für Menschenwürde.
Albert Schweitzer sagte: "Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen."
Monique Schlegel, IGFM- Sektion Schweiz
Diese Nachricht hat mich sehr betroffen gemacht. Ich habe mit Herrn Agrusow einige Kämpfe ausgefochten, als die Schweizer Sektion noch in den Kinderschuhen steckte und er uns als "Baby der Deutschen Sektion" angesehen hat, das man fast bevormunden musste. Aber dann haben wir uns gefunden und er ist im Alter auch milder geworden. Immer, wenn wir uns getroffen haben, hat er sich nach dem Wohlergehen der Sektion Schweiz erkundigt und sich sehr über unsere Fortschritte gefreut. Ich werde ihn in sehr guter Erinnerung behalten!
Steve Chika Chime, President ISHR Cape Verde working group
On behalf of the people of Cape Verde, we ISHR Cape Verde Working Group, mourns with the ISHR family worldwide the passing on of our founding father Mr. Ivan Ivanovch Agrusow. Even in this remote part of the world, I testify that ISHR has restored hope to many people. May his family therefore, remember that death has not selince him as ISHR will continue to be the voice of the voiceless.
Prof. Dr. Avtandil Davitaia, IGFM Georgien
Georgian National Section joins keen sorrow for the death of the founder of International Society for Human Rights (ISHR-IGFM), Mr. Ivan Ivanovich Agrusov and condoles with his family. God bless Mr. Agrusov?s soul. We hope, that we will all continue the great work started by Mr. Ivan Ivanovich Agrusov successfully.
Siegmar Faust, Vorstandsmitglied des Menschenrechtszentrums Cottbus, des Vereins Gegen das Vergessen / DDR-Museum Pforzheim, des Vereins für SED-Opferhilfe
und der Berliner Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus/Stalinismus
In tiefer Trauer verbeuge ich mich vor der Persönlichkeit und dem Lebenswerk des Herrn Agrusow, dem wir ehemaligen politischen Häftlinge des DDR-Regimes viel zu verdanken haben. So unterstützte er zum Beispiel mit Rat und Tat die von der IGFM herausgegebene Zeitschrift "DDR heute", über deren Titel eine weitere Überschrift prangte: "Die Mauer muss weg!". Wir waren damit absolute Störenfriede einer falsch verstandenen Entspannungspolitik, die für immer die Grenze zwischen Deutschland zementieren wollte.
Noch am 21. und 22. Oktober 1989 konnte die Redaktion von "DDR heute" dank der Unterstützung des Geschäftsführenden Vorsitzenden der IGFM, Iwan I. Agrussow, in Frankfurt/Main einen Kongress mit vielen hochkarätigen Referenten und Vertretern aller Parteien sowie verschiedener Medien und Vereine veranstalten, zu dem sich der SPD-Spitzenpolitiker Karsten D. Voigt noch vor rund 550 Teilnehmern zum Marxismus bekannte und zugab, privat mit dem SED-Funktionär Egon Krenz in der Hohen Tatra Urlaub gemacht zu haben. In der DDR saßen dafür Tausende im Gefängnis, nur weil sie Kontakte zu demokratischen Politikern oder Institutionen des Westens wie "amnesty international" oder IGFM knüpften. Schon der Versuch führte ins Gefängnis.
Auf unserem Kongress verkündete der stellvertretende Chefredakteur der Tageszeitung "Die Welt", Enno von Loewenstern, am 21. 10. 1989, dass bis Weihnachten die Mauer falle und es im Jahre 1990 zu Wiedervereinigung käme. Die Mehrheit des Publikums tobte. Die Entspannungspolitiker und die meisten Medienvertreter bekamen Schaum vor den Mund. Die Geschichte gab jedoch ihm und uns, den Verfechtern der deutschen Einheit, zweifellos Recht. Und genau das lässt sich auch zum gesamten Lebenswerk des hochverehrten Herrn Agrusow sagen. Nur sein zuverlässiger innerer Kompass, der seine Verankerung im christlichen Glauben hatte, ließ ihm gegen zahlreiche Anfeindungen der herrschenden Zeitgeistpoltitiker und der zahlreichen KGB- und Stasi-Agenten den Kurs des unverfälschten Menschenrechtsgedankens durchhalten.
Gott sei Dank! Er durfte den Zusammenbruch des kommunistischen Weltsystems von Moskaus Gnaden noch viele Jahre überleben. Im Gedächtnis der meisten aus der DDR ausgereisten, geflüchteten und vor allem freigekauften politischen Häftlingen wird Iwan I. Agrusow seinen ihm gebührenden Ehrenplatz einnehmen.
Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher
Er war mir ein großes Vorbild, wie man mit wenig Kraft viel für andere erreichen kann. Möge uns der Geist des Aufbruchs, der ihn einst zur Gründung der IGFM führte, in einer völlig verändernden Welt ganz neu erfassen.
Gerhard Bertram Heise, Köln
Bis zu diesem virtuellen Aufruf hatte ich keine Ahnung, wer als der tatsächliche Gründungsvater dieser wichtigen Menschenrechtsorganisation gilt. Um so mehr bin ich beeindruckt, was ich nunmehr zu diesem Mitmenschen lesen durfte. Für die Menschen ist Iwan I. Agrusow ein Beispiel tatsächlich gelebter Mitmenschlichkeit gewesen. Wir sollten ihm ein ehrbares Andenken wahren.
Jutta und Jürgen Fleck mit Töchtern Claudia und Beate Gallus
Mit großer Trauer haben wir die Nachricht vom Ableben Herrn Iwan I. Agrusow gelesen. Ich bin sehr glücklich, dass ich bei meinem letzten Besuch in der IGFM-Frankfurt am 30.11.2011 die Gelegenheit hatte, Herrn Agrusow in die Arme zu nehmen. Ein großer Verlust für die gesamte Arbeit der IGFM und gleichzeitig großer Ansporn für uns, weiterhin wie er für die Menschrechte zu kämpfen.
Im stillen Gedenken
Hubert Körper
Wir trauern um einen Menschen, der in Sachen Menschenrechtsarbeit ein großes Vorbild war. Die IGFM kann stolz auf ihren Gründungsvater sein und wird ihren Einsatz für die Menschenrechte im Sinne von Herrn Agrusow weiterführen.
Dr. Marat Zakhidov, IGFM Usbekistan
It took place in 1992 in Moscow in the hall of Mossovet, i.e. the office of the mayor of Moscoow. It was the gathering of Russian Department of the International Society for Human Rights.
I attentively listened to the statement of Ivan Ivanovich Agruzov, at this time I was the member of the Supreme Soviet (member of parliament), and the member of the Human Rights Society of Uzbekistan. Mr Agruzov spoke in a very calm and simple manner about actual problems of the protection of human rights. For us it was a lesson, it was like learning the alphabet, because at that time we did not know the Universal Declaration of Human Rights in details. I had a desire to stay in contact with the ISHR and I talked to Ivan Ivanovich during the break. I told him about myself and I asked how it is possible to become a member of the ISHR. Mr Agruzov explained me the details and underlined that to defend human Rights is a work that is rather concrete and that human rights defenders must be ready to face important problems and that they must be able to carry out human rights activities. I told him that I am interested in this field and that I would not be afraid. Furthermore, I told him that in 1974 I had been fired from Moscow State University for protecting the Jewish (Zarubinskiy Yulian). He gave me the application form and told me that I will get the answer after his return to Frankfurt. After one month, I was fired from the Parliament by votes of the deputies (It was against legislation). Though, on December 8, I voted for the new Constitution of Uzbekistan, still as a deputy. However, on December 10, i.e. the day of Declaration of Human Rights, other members of Uzbekistan Parliament removed me from Parliament and on December 12, I was elected in ISHR. Afterwards, I thanked Agruzov for supporting me and started working actively in my own Republic. In 1996, I organized the Committee of the Protection of Personal Rights and I started regularly informing about the work in ISHR office (Kaiserstraße 72). The first proposal I got from ISHR was to observe the election in Parliament of Kyrgyzstan, which I did with pleasure. In 1998, I got the proposal to create the Uzbekistan section of the ISHR. Before that I was interviewed by Mrs Wahnsiedler and Mr Frizen. This Interview took two hours. Both were very strict and accurate but at the same time rather fair. We did not get the permission to open this Section at once and I informed Mr Agruzov about it. He replied: ?Don?t hurry, a working group is also fine, it is the first stage. The most important thing is to work?. In 1999, we got the status of Uzbekistan Section of the ISHR. Mr Agruzov was the first person who congratulateed me. We often met and even when we met in Russian Orthodox Church, which I attended with Mr Frizen, he was interested in everything. Our discussions were always pretty long, and for me these discussions were always quite useful. For example, I discussed with him the relationship between Orthodox and Catholic Church. Sometimes I didn't understand Russian Bishop in Uzbekistan. After the Islam the Orthodox confession is the largest in my country and it is very important for us. He explained the situation in details. I was very happy that after he got the stroke, he recovered and could attend all the conferences of ISHR and was able to celebrate Christmas. Mr Agruzov will stay in my heart forever. I am very happy that His name is connected to my fate and my human rights activities. Zakhidov Marat, Head of Uzbekistan Section of ISHR.
Wolfgang Tücks
Mit Iwan I. Agrusow verlieren wir einen echten Menschenfreund. Er hat vor allem in seiner Jugend und bis zum Ende des 2. Weltkrieges sehr oft dem Bösen in die Augen geschaut. Ich habe ihn im Alter von 16 Jahren kennen lernen dürfen und nehme für mich in Anspruch, ab dieser Zeit durch ihn in einer Art und Weise in meinem Denken und Handeln geprägt worden zu sein, dass hierdurch mein weiterer Lebensweg vorgezeichnet wurde. Dafür sage ich Danke.
Ich werde Iwan I. Agrusow nie vergessen und ihn immer in meinem Herzen tragen.
Dr. Helmut Castritius, Univ.-Prof.a.D.
Ich möchte hiermit meiner hohe Achtung vor Leben und Werk von Iwan I. Agrusow Ausdruck geben.
Prof. Dr. Wolfgang Schlott (Präsident des Exil-P.E.N. Deutschsprachiger Länder)
Im Namen des Exil-P.E.N. Deutschland, Zentrum der Schriftsteller Im Exil Deutschsprachiger Länder, möchte ich Ihnen und allen Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl aus Anlass des Ablebens Ihres Gründungsmitglieds Iwan I. Agrusow aussprechen. In seiner langjährigen Tätigkeit für die Verteidigung der Menschenrechte hat er viele BürgerrechtlerInnen vor allem in den osteuropäischen Diktaturen und in China in konkreten Aktionen und mit Appellen an die dortigen Regierungen unterstützt. Sein Engagement für die Durchsetzung demokratischer Prinzipien ist uns allen in dankbarer Erinnerung.
Wir werden auf unserer Mitgliederversammlung im März 2012 in einer Schweigeminute seines Lebens und Schaffens gedenken.
Marie Gerrard, President of ISHR- Australian Section
Please pass on our condolences to Mr Agrusow's family and to all who knew him. He has been a driving force in ISHR for a long time.
Anita Treguboff, Feuervogel-Verlag
Sehr geehrter Herr Hafen
und alle Mitarbeiter und Freunde der IGFM,
mit Iwan Agrusow ist einer der ganz bedeutenden Wegbereiter des Gedankens der Menschenrechte von uns gegangen. Wie Sie so schön schreiben, war eine seiner Hauptantriebskräfte die christliche Nächstenliebe, die sein Leben geprägt hat. Nach Beendigung seiner aktiven Tätigkeit in der IGMF wurde ich eine Art Privatsekretärin von Herrn Agrusow und habe mich manchesmal von der Originalität seiner Gedanken und Vorstellungen zu den unterschiedlichsten Entwicklungen des politischen und geistigen Lebens überzeugt. Die Gespräche mit ihm waren immer interessant und eröffneten mir oftmals neue Perspektiven des Denkens.
Felizitas Küble, Leiterin des Jugendverlags KOMM-MiT in Münster
Herr Agrusow wird mir in seiner Freundlichkeit und seinem Idealismus immer unvergeßlich bleiben. Ich lernte ihn schon als Schülerin in den 70er Jahren kennen, als ich von meiner oberschwäbischen Heimat aus zu den Jahreshauptversammlungen der IGFM fuhr. Herr Agrusow hat sich rührend um mich gekümmert, wenn ich organisatorisch nicht mit allem klarkam, immerhin war ich damals noch ein "Küken" unter den vielen Erwachsenen. Er hat mich ermutigt, weiter in der Menschenrechtsarbeit aktiv zu sein, auch später, als ich in Münster beim KOMM-MIT-Verlag einstieg. Dort blieb der gute Kontakt erhalten. Herr Agrusow hat bis zuletzt auf seinen Wunsch hin die Rundsendungen an unseren Freundeskreis bekommen. Umso trauriger stimmte mich die Nachricht von seinem Tod. Iwan Agrusow möge im Frieden Gottes ausruhen von seinen Werken! Möge der Ewige ihn reich belohnen!
Detlef Alsbach
Die IGFM verliert den Begründer, aber nicht die Idee oder das Dasein. Wir machen im Sinne von Iwan Iwanowitsch Agrusow weiter, mit viel Elan und Engagement.
Thomas Müller, Arbeitskreis Menschenrechte (AKM)
Iwan Agrusow gehört zu den "einfachen Menschen", die aus reiner Humanitätsgesinnung Großes angestoßen und bewegt haben. Deutschland und insbesondere die Menschen in der damaligen DDR haben ihm viel zu verdanken. Er gab ihnen Hoffnung durch sein Engagement und die Gründung der IGFM, waren in den Zeiten der Entspannungspolitik die Medien nicht empfänglich für Meldungen über Verbrechen des Ostberliner Unrechtsregimes. Weil diese nicht zum Zeitgeist passten, wurden die Schicksale zahlreicher einfach totgeschwiegen und Menschenrechtler, die auf diese Missstände aufmerksam machten, verleumdet. Das hat ihn nicht abgehalten, mit seiner humanitären Arbeit weiterzumachen. Iwan Agrusow hat mich als Jugendlichen beeindruckt und in Sachen Menschenrechte geprägt. Möge seine Seele Aufnahme beim himmlischen Vater gefunden haben.
Markus Kenn
Mein Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen. Möge Gott ihnen Trost und Kraft geben in dieser für sie schweren Stunde! Ich verneige mich vor diesen grossartigen Menschen.
Peter Schmitt
Vor 30 Jahren habe ich Herrn Agrusow kennen gelernt. Als Schüler habe ich damals auf ihn herauf geschaut und war von seinem Wesen und seiner Art beeindruckt. Dieses hat sich bis heute bei mir nicht geändert.
Man-Yan Ng, Vorstandsmitglied IGFM
Die Menschheit hat einen Freund verloren, der sich stets für die Verfolgten eingesetzt hat. Wir werden uns bemühen sein einzigartiges Vermächtnis fortzusetzen. Herr Agrusows Wirken für die Menschenrechte geht nicht durch seinen Tod verloren.
Vladimir Novitsky, Präsident der IGFM-Sektion Russland
Die Sektion Russland der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte ist in tiefer Trauer wegen des Todes von Herrn Iwan I. Agrusow, eines Menschen, dessen Name für immer in die Geschichte der weltweiten Bewegung für die Menschenrechte, in die Geschichte des Kampfes für die Freiheit Russlands und anderer Staaten des ehemaligen sowjetischen Blocks eingehen wird.
Wir sprechen unser aufrichtiges Beileid seinen Angehörigen aus, die diesen wunderbaren Menschen - den Vater und Großvater - verloren haben.
Herrn Agrusows Lebensweg war opfer- und erfahrungsreich: Er erlebte das Grauen des 2. Weltkriegs und die Zerstörung, die er hinterließ, den Wiederaufbau Deutschlands und den Niedergang des Sowjetsystems. Bereits in der Jugend fand er die Kraft und Gabe, in den vordersten Reihen der Kämpfer gegen totalitäre Regime zu stehen - zuerst beim NTS, dann - inspiriert von Mahatma Ghandi und anderer Humanisten der Neuzeit - als führende Kraft der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte.
Er war es, der 1972 mit einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich mit Ungerechtigkeit und Unwahrheit nicht abfinden konnten, die Gesellschaft für Menschenrechte in Leben rief, die sich unter seiner Leitung zu einer bedeutenden Menschenrechtsorganisation entwickelte, international wurde und Tausende Nicht-Gleichgültige in über 30 Ländern der Welt in ihren Reihen vereinte.
Die IGFM veröffentlichte Bücher und analytische Dokumente, ging Menschenrechtsverletzungen nach und machte sie öffentlich, leistete Beistand Dissidenten und setzte sich erfolgreich für die Freilassung politischer Gefangener ein.
25 Jahre lang leitete Herr Agrusow die IGFM. Selbst nachdem er die Geschäftsführung an seine Gleichgesinnten angeführt von Karl Hafen weitergab, blieb er bis zu seinem Tod der geistige Beistand der Organisation.
Iwan I. Agrusow hat niemals in Russland oder in der Sowjetunion gelebt. Er kam in einer russischen Familie in Estland zur Welt, landete in jungen Jahren als Arbeitskraft in Deutschland. Aber er war ein ausgesprochen russischer Patriot, der fest an eine demokratische Zukunft Russlands glaubte und mit voller Kraft Reformen unterstützte, die die Verbesserung des Lebens der russischen Bevölkerung zum Ziel hatten. Unter seiner Leitung brachte die IGFM Anfang der 90ger Jahre Konvois mit Humanitärer Hilfe für notleidende Menschen nach Russland, in die Ukraine und andere Staaten der ehem. Sowjetunion, leistete direkte finanzielle Hilfe alten Menschen und kinderreichen Familien. Stets war er bemüht, Wirtschaftreformen in diesen Ländern des Umbruchs zu forcieren, wofür es ein speziell darauf ausgerichtetes IGFM-Programm zur Unterstützung der Farmer und Bauern gab. Jeder Brief eines Hilfesuchenden aus Russland war seiner Aufmerksamkeit und Mitgefühls gewiss. Er war gegenüber der Not der Menschen in den Ländern, die nach dem Zusammenbruch des Sowjetblocks einen schweren Reformprozess durchlebten, immer offen und forderte von seinen Mitarbeitern das gleiche.
Iwan I. Agrusow war ein ausgezeichneter Journalist und Publizist. Unter seiner Leitung entstanden und wurden die Zeitung "Für die Menschenrechte" und die Zeitschrift "Menschenrechte" zum angesehenen Markenzeichen im menschenrechtlichen Bereich. Seiner Initiative und Anleitung ist das mehrjährige IGFM-Projekt "Der GULag - seine Erbauer, Insassen und Helden" zu verdanken, in dessen Rahmen eine gleichnamige Broschüre und über 15. 000 Studien herausgegeben wurden mit dem Ziel, die junge Generation zu informieren.
Iwan I. Agrusow war ein tief gläubiger Christ orthodoxen Glaubens. Als sich die Sowjetunion und andere Staaten des Sowjetblocks (Warschauer Pakts) mit dem Eisernen Vorhang abschotteten, leitete er IGFM-Programme, dank derer Bibeln und geistliche Literatur tausende von Menschen in diesen totalitären Regimes erreichten.
Er war immer bemüht, seine Lebenserfahrung und Wissen an Kollegen und Gleichgesinnte weiter zu geben. Wer das Glück hatte, mit ihm zusammenzuarbeiten, kennt seine unerschöpfliche Energie, Aufmerksamkeit und Auffassungsvermögen für jegliches Problem oder Aufgabe, die die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte bewältigt hat. Er lehrte, die Weltereignisse unvoreingenommen zu analysieren, mit richtigen und notwendigen Schritten auf jegliche Menschenrechtsverletzung egal in welchem Land der Welt zu reagieren, jeden Notleidenden und dessen Problem zu sehen und eine reale Möglichkeit zu finden, um ihm zu helfen.
In seinem privaten Leben war Iwan I. Agrusow sehr bescheiden: Er bewohnte mit Familie eine Mietwohnung, fuhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Privilegien zu erwarten war ihm fremd. Wer ihn kannte, weiß: Russland hat mit ihm sehr viel verloren. Bis jetzt fehlt unter den Leitern der Reformen in diesem Land eine Staatsperson seines Formats, die seinen politischen Überblick und Weitsicht hätte, die Gabe zur Wahl richtiger Entscheidungen und das Voraussehen ihrer möglichen Folgen, das Bestreben nach Verbesserung der Lebensbedingungen eben der gesamten Bevölkerung Russlands, ohne persönliche Ambitionen, und das Stellen von öffentlichen Interessen über persönliche Vorteilnahme.
Iwan I. Agrusow war verdienter Bürger Deutschlands, Träger des Bundesverdienstkreuzes. Aber für seine außerordentlichen Verdienste in der Verteidigung der Menschenrechte sowie der Entwicklung und Festigung demokratischer Anfänge und Unterstützung Notleidender würde ihm zu Recht die Auszeichnung als Ehrenbürger Russlands und vieler anderer Staaten es ehemaligen Sowjetblocks zustehen.
Iwan I. Agrusow war ein Mensch der Tat. Das beste Andenken an ihn ist das Weiterführen dessen, was er begonnen hat: Aktive Verteidigung der Menschenrechte, Unterstützung demokratischer Einrichtungen in unseren Ländern, Einsatz für Gerechtigkeit für jeden Bürger.
Friede seiner Seele. Die Erinnerung an ihn bleibt in unseren Herzen.
Friedhelm Plaßmeier, Brakel
Im Rahmen meiner damaligen Ernennung zum Ehrenmitglied der IGFM (1999) war es Herr Agrusow, der die Laudatio hielt. Die Worte aus dem Munde eines Menschen, der durch seinen unermüdlichen Einsatz unermesslich vielen Menschen ein leuchtendes Vorbild war, haben mich seinerzeit nachhaltig berührt. Seine tiefe Gläubigkeit war sicherlich das tragende Fundament aus dem sich sein grenzenloser Einsatz für die Menschen(rechte) als Selbstverständlichkeit und Ausdruck seiner Nächstenliebe ableitete. Ich bin dankbar, ihm auch in späteren Jahren noch mehrmals persönlich begegnet zu sein. Meine aufrichtige Teilnahme gilt den Angehörigen und Freunden von Herrn Agrusow.
Eduardas Potasinskas, IGFM Litauen
It is great sadness that Mr. Agrusov - the man, who dedicated all his life and efforts for protection of Human Rights, has passed away. His impact on creation and development of ISHR is invaluable and will remain in our memory.
Dr. Joachim Schaible
mit großem Bedauern habe ich die Nachricht vom Tod des Ehrenvorsitzenden der IGFM, Herrn Agrusow, zur Kenntnis genommen. Ich hatte die Ehre, diesem aufrichtigen und vorbildlichen Menschen begegnen zu dürfen. Mit tiefer Bewunderung und großem Respekt verneige ich mich vor dem Lebensweg und dem Schicksal des Verstorbenen. Ich trauere mit Ihnen und den Mitgliedern der IGFM über den großen Verlust dieses außergewöhnlichen Menschen, den Gründer Ihrer Gesellschaft und mutigen Kämpfer für die Sache der Menschenrechte.
Meine mitfühlenden Gedanken gehören auch den Angehörigen des Verstorbenen.
Gabriele von Altrock
"Meine Kraft ist in den schwachen mächtig", 2. Ko.12,9. Und dieser Geist wird in der IGFM weiter wirken dürfen, das glaube und erbitte ich, als Verpflichtung und Aufgabe zugleich.
In dankbarem Gedenken
Heinrich Brechtmann
Mein Nachruf auf Iwan Agrusow: Die Nachricht von seinem Tod hat mich mit großer Trauer erfüllt. An Agrusows bewundernswerten Einsatz für Verfolgte in aller Welt denke ich mit großer Wertschätzung zurück. An viele Begegnungen und Gespräche, die ich mit ihm führen konnte, erinnere ich mich noch gerne. Möge Gott, an den er geglaubt und auf den er gehofft hat, ihn in seine ewigen Wohnungen aufnehmen.
Valentin Werbitz
Ich hatte das Glück, ihn kennenzulernen und unter seiner Führung zu arbeiten. Er gehörte zu denen, die gegen den Kommunismus kämpften. Dank diesen Menschen und ihrem Einsatz gegen den Kommunismus fiel die kommunistische Mauer.
Iwan Agrusov gehörte zu den Besten seiner Zeit. Es ist unsere Pflicht, sein Andenken hochzuhalten. Wir schulden ihm unseren Dank für seine Teilnahme am Kampf gegen den Kommunismus.
Wir schulden seinem Andenken auch die Aufmerksamkeit gegenüber solchen Politikern, die heute den verflossenen "Kommunismus und Sozialismus" rechtfertigen und alle diejenigen, die 1945-1991 an unserem gemeinsamen Kampf gegen den Kommunismus teilnahmen, als "Hetzer gegen den Kommunismus und Sozialismus" bezeichnen.
Dorothea und Johann Seidel
Sehr geehrte Familie und weiteren Angehörigen des verstorbenen Herrn Agrusow,
die Nachricht vom Tode Ihres lieben Vaters und Verwandten hat uns sehr betroffen gemacht. Zu diesem schweren Verlust sprechen wir Ihnen unser herzlichstes Beileid aus. Während meiner kurzen Beschäftigungszeit in der IGFM Frankfurt habe ich - Dorothea Seidel - Herrn Agrusow sehr schätzen gelernt.
Wir wünschen Ihnen viel Kraft und einen starken Glauben für die Überwindung dieses Schicksalschlages.
Idriz Sinani, IGFM- Mazedonien
Die IGFM- Mazedonien äußert ihr tiefstes Beileid zum Tode des Gründers unserer Organisation, Ivan Ivanovitsch Agrusow. Sein Leben und sein Werk werden uns für immer als Orientierungshilfe weiter dienen.
Gerhard Gnauck, Warschau
Iwan Agrusow war kein Freund großer, schnell dahin gesprochener Worte. Er wirkte behäbig, er handelte bedächtig, beharrlich. In dieser Ruhe muss seine Kraft gelegen haben. Das hatte er gemeinsam mit Menschen, an die er mich erinnerte: mit Jean Vanier , dem Gründer des Behindertenhilfswerks "Arche", mit Frère Roger, dem Gründer der Gemeinschaft von Taizé, mit Franciszek Blachnicki, dem Gründer der christlichen "Bewegung Licht-Leben". Sie alle gehörten zu einer Generation. Ihre Geschichte muss noch geschrieben werden.
Alexandra Hildebrandt, Geschäftsführende Vorsitzende und Direktorin Arbeitsgemeinschaft 13. August e.V., Mauermuseum - Museum Haus am Checkpoint Charlie
Mit Trauer haben wir vom Tod Iwan Agrusows erfahren. Sein mutiger Einsatz für die Menschenrechte war immer geprägt von der tiefen Überzeugung, dass bedrohten und verfolgten Menschen geholfen werden muss, unabhängig davon wer sie waren und wer sie verfolgte. Wir verneigen uns vor ihm, der trotz des Leides, das er durch das nationalsozialistische Deutschland in Gefangenschaft und Zwangsarbeit erfahren musste, Deutschland zu seiner zweiten Heimat machte, in Dankbarkeit.
Iwan Agrusow wird uns in unserer Arbeit und in unserem Leben ein bleibendes Vorbild sein.
Heinz Josef Ernst
Der Tod eines geliebten und wertvollen Menschen erfüllt uns immer mit Trauer. Das ist auch beim Gründer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, Iwan Iwanowitsch Agrusow der Fall. Aber auch Freude und Dankbarkeit stellen sich ein, wenn man seinen Lebensweg und sein Engagement für die Menschenrechte kennt. Sechs Wochen vor seinem Heimgang hatte ich noch die Freude, ihn persönlich kennen zu lernen.
Elfriede Crass
Ich glaube, Herr Agrussov ist in der guten Hoffnung aus seinem Leben geschieden dem Geist der Menschenwürde auf allen Kontinenten unserer Erde ein wenig gedient zu haben. Er war sich bewußt, das er in erster Linie nur durch Gottes Hilfe dieses geistige Vermächtnis in die Zukunft aller Menschen wirken lassen kann. Meine geistige Verbundenheit prägte vom Anstoß seiner Erkenntnisse bis zum heutigen Tage meine Biographie. Danke, für diese geleistete Arbeit, sie war manchmal übermenschlich, weshalb ich gern den -geistigen Fortschritt- in seiner Tätigkeit Hoffnung verleihen möchte. Mögen wir Alle diese Kraft entwickeln und vor Allem zu Ihr stehen.
IGFM Ukraine
"We, the Ukrainian section of the International Society for Human Rights, are grieving over this common loss. The death of Ivan Ivanovich Agrusov has shocked all of us! He will always be in our hearts."
Peteris Lazda, ehemaliger politischer Gefangener der UdSSR, später Vorsitzender der IGFM-Sektion Lettland
Vor langer Zeit, 1988 floh ich aus der UdSSR und besuchte Herrn Agrusow und seine IGFM in Frankfurt/M. Er half mir, die Sektion Lettland der IGFM zu gründen und lange Jahre zu leiten. Für diese vielfältige Hilfe, seine Menschlichkeit und seinen Kampf gegen Ungerechtigkeit schulde ich ihm allergrößten Dank. Nun ist diese große Persönlichkeit von uns gegangen. Wir haben die Verpflichtung, so zu leben und zu wirken wie er.
Sylvia Wähling, Geschäftsführende Vorsitzende Menschenrechtszentrum Cottbus e.V
Iwan Agrusow hat mit seiner ganz besonderen Art im Einsatz für die Menschenrechte die IGFM tiefgreifend geprägt. Sein Motto war, einzelnen Menschen mit Taten zu helfen und nie die ganz Welt mit großen Worten verändern zu wollen. Dies hat er uns allen, die ihn näher kennen gelernt und mit ihm eng gearbeitet haben, mitgegeben. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, denn er hat auch mein Leben komplett verändert.
Erdmute Dübgen
Ich danke Dir Herr für diesen treuen Diener! Nimm ihn bitte auf in Dein herrliches Reich!
Wilfried Puhl-Schmidt
Sehr geehrter Herr Hafen, als langjähriges Mitglied der IGFM habe ich Herrn Iwan Agrusow oftmals als stillen Teilnehmer bei unseren Veranstaltungen gesehen. Von Erzählungen wusste ich von seiner Bedeutung für unsere Gesellschaft. Als ich jedoch nun seine Biographie intensiv laß, habe ich einen Moment innegehalten, um seine Persönlichkeit wirklich zu würdigen. Ich bin froh, einer Gesellschaft anzugehören, welche einen solchen Gründer hat. Durch seinen Tod erst halte ich ihn richtig in Erinnerung.
Verbunden im Gedenken an Herr Iwan Agrusow verbleibe ich mit freundlichem Gruß
Bernward Münster
Allen Angehörigen von Iwan Iwanowitsch Agrusow spreche ich meine aufrichtige Anteilnahme aus. Ich bin seit nahezu 30 Jahren Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Herr Agrusow war für mich zwei Jahrzehnte lang der "Mister IGFM". Er war eine prägende Kraft, die IGFM war lange Zeit kaum vorstellbar ohne ihn. In Erinnerung geblieben ist mir vor allem seine Gabe, zuhören zu können und anderen auch dann sein Ohr zu leihen, wenn er anderer Auffassung war. Ich werde ihm als beherztem Kämpfer für die Menschenrechte ein ehrendes Andenken bewahren. Er wird mir und uns allen sehr fehlen.
Frank Hauschild
In Dankbarkeit verneige ich mich vor Herrn Agrusow für seinen lebenslangen Einsatz für die Menschenrechte. Solche Persönlichkeiten sind zu jeder Zeit ein Geschenk für unsere Welt. Möge Gott ihm seinen ewigen Frieden schenken.
Anton Keller, Tuntenhausen
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufrichte Anteilnahme am Tod von Iwan Agrusow. Ein mutiger und demütiger Mann, wie Sie richtig schreiben. Möge ihm sein Einsatz vergolten werden und mögen viele
Frauen und Männer seinem Beispiel folgen.
Hans-Jürgen Honsa
Mit Bestürzung habe ich den Tod von Iwan I. Agrusow zur Kenntnis nehmen müssen. Ein Mann, der seine hehren Prinzipien über sein eigenes Wohlergehen gestellt hat. Ein leuchtendes Vorbild für unsere Politiker und unsere Jugend, die leider über sein Wirken und seine Vorstellungen viel zu wenig informiert worden sind, weil er sich nicht immer systemkonform verhalten und geäußert hat. Dies und sein bescheidenes Auftreten hat ihm im Herzen vieler Menschen, vor allem bei den unzähligen Opfern von Diktatur und Gewaltherrschaft, einen unverrückbaren Platz gesichert!
Ich, nein die Welt vermisst ihn!
In tiefer Trauer
Helga Reimers
Liebe Mitarbeiter der IGFM!
Sehr bewegt habe ich Ihren Nachruf über das Leben von Herrn Iwan I. Agrusow gelesen. Ich bin dankbar, dass Gott der Welt einen solchen Menschen geschenkt hat, der seine eigenen bitteren Erfahrungen der Jugendzeit in lebenslanges Mitleid und unermüdlichen Einsatz für Personen umgewandelt hat, die ohnmächtig Ungerechtigkeit erleiden müssen und sich nicht wehren können. Möge Herrn Agrusow nun das ewige Licht leuchten und er vor Gottes Angesicht die vielen wiedertreffen, für die er sich eingesetzt hat.
In aufrichtiger Anteilnahme
Andreas Müller, Pfarrer, Nürnberg
Allen Mitarbeitern und Freunden der IGFM darf ich mein tiefes Bedauern ausdrücken zum Tode von Herrn Ivan Agrusow. Bei Veranstaltungen in den 70er Jahren durfte ich ihn persönlich kennen lernen. Ich war immer beeindruckt von seiner Persönlichkeit und seinem ungebrochenen Einsatz für die Menschenrechte. Menschen wie er sind es, die unsere Welt menschlich sein lassen. Gott schenke ihm einen Ehrenplatz in seinem Reich!
Ursula Loos
Obwohl ich schon seit vielen Jahren die Arbeit von IGFM unterstütze, habe ich erst durch die Todesanzeige von Iwan I. Agrusow erfahren, daß er der Gründer ist. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Lebenbericht. Ich wünsche dem Verein weiterhin segensreiches Wirken für die vielen zu Unrecht Leidenden im Geist des Verstorbenen. Möge Iwan I. Agrusow weiterleben in seinem Werk ! Ich werde als äußeres Zeichen meiner Anteilnahme einen Geldbetrag überweisen. Ihnen allen viel Erfolg und Gottes Segen für Ihren Einsatz. Danke, daß es den Verein gibt.
Georgia Ulrich
Mein Beileid zum Tode von Herrn Iwan I.Agrusow - sein Lebenslauf war vorbestimmt und hat sich erfüllt in der Liebe und im Handeln für die Schwachen und Wehrlosen. EinLeben voll gelebter Humanität - sein Lebenswerk gibt der Menschheit unendlich viel Hoffnung.
In ehrendem Gedenken
Hildegard Jaksch, Nidda und Waltraud Jaksch-Dörr, Ranstadt-Dauernheim
Zum Tode des hochverehrten Gründungsvaters der IGFM, Herrn Iwan I. Agrusow, möchten wir unsere tiefempfundene Anteilnahme aussprechen und unserer Gebete versichern.
Prof. Dr. Galina Ivanova, Moskau
Meine Bekanntschaft mit I.I. Agrusow begann vor 15 Jahren. Er hatte sich damals für meine Forschungen zur Geschichte des GULAG interessiert, ich war auf seine ungewöhnliche Biographie und seine Menschenrechtsaktivitäten aufmerksam geworden. Wir wurden enge Freunde - und nun ist er nicht mehr hier. Die Bitterkeit dieses Verlustes erlaubt es nicht, ausführlich alle Vorzüge und Verdienste dieses wunderbaren Menschen zu erörtern. Ich möchte hier nur sagen, dass er in den Herzen all der Menschen weiter lebt, die er unterstützt hat, denen er selbstlos geholfen, für die er gesorgt und an die er gedacht hat. Er hat es nie geliebt sich selbst oder seine Aktivitäten herauszustellen, aber bis zum Ende seiner Tage hat er Gutes getan und anderen Menschen geholfen.
Ihm ein ewiges Gedenken!
Dipl.-Jur. Yorck Deutschler
Meine aufrichtige Anteilnahme!
Hans-Peter Karrer, Helferkreis Flüchtlinge und Asyl
In Erinnerung und in hoher Wertschätzung für das große Wirken in solidarischer und christlicher Verantwortung für sein Lebenswerk und für uns heute ein Vorbild für die Menschenwürde und Menschenrechte weltweit.
Bernhard Grieshop
Seit etlichen Jahren erhalte ich Ihre Mitteilungen, aber über den Gründer des IGFM habe ich bisher nichts gewusst. Mit großem Interesse habe ich daher den Bericht über sein Leben gelesen. Diesen großartigen Menschen kann ich nur bewundern. Sein Ableben bedauere ich sehr. Möge unser Herrgott ihm für seinen außergewöhnlichen Dienst an der Menschheit mit ewiger Freude belohnen. Den Mitgliedern des IGFM wünsche ich weiterhin viel Erfolg bei der Verteidigung der Menschenrechte.
Bishop Joseph K. Kimani, ISHR - Kenyan Section
The Kenyan Section of the International Society for Humanrights,and the K.N.E.F. Church Members, has received the death of Mr. Ivan Ivanovich Agrusov with shock, having served Gods people in their times of needs, and fighting for Humanrights we believe God has a place for him in Heaven. When we work among the needy in society, we represent God Himself on earth, and His Kingdom. It is a great sacrifice he has made, but we have to accept that even us we shall one day leave and go where the Lord has prepared for us. We therefore, wish to convey our heart feft condolences to the members of his family that has been left behind.
Michael Bognár, Pfungstadt
Herrn Iwan I. Agrusow habe ich vor nunmehr fast 30 Jahren innerhalb der russisch-orthodoxen Gemeinde der Kirche des hl.Nikolaus in Frankfurt/Main kennen und schätzen gelernt. Die Nachricht von seinem Tode hat mich sehr betrübt. Er war in der Tat, nicht nur in Worten, ein tapferer und starker Kämpfer für die Rechte unterdrückter und geknechteter Menschen. Seine Berichte und Ratschläge sowie sein freundlicher Umgang mit seinen Gesprächspartnern bleiben mir unvergessen. Unsere Welt ist ohne ihn etwas ärmer geworden.


















