Politische Gefangene ins "Horror-Gefängnis" verlegt


Ahmadinedschads Willkür-Justiz will Regimekritiker brechen

Der zu 6 Jahren Haft verurteilte Studentenaktivist und Journalist Mohammad Pour-Abdollah wurde in das berüchtigte Gefängnis "Ghezel Hesar" in Karaj verlegt.

IGFM- Report: Menschenrechte im Iran, 3/2011


Mindestens elf politische Gefangene sind in das berüchtigte und völlig überfüllte Gefängnis "Ghezel Hesar" in der Stadt Karaj verlegt worden. Darunter befindet sich der zu 6 Jahren Haft verurteilte bekannte Studentenaktivist und Journalist Mohammad Pour-Abdollah. Nach Einschätzung der IGFM dient die Verlegung dazu, den Druck auf Kritiker der Islamischen Republik noch weiter zu erhöhen, um sie zu brechen.

Die 20 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Teheran gelegene Haftanstalt ist selbst im iranischen Vergleich für katastrophale Haftbedingungen bekannt. Im vergangenen März war Ghezel Hesar in die Schlagzeilen geraten, als bei einer Gefängnisrevolte nach offiziellen Angaben 14 Menschen getötet und 33 verletzt wurden, wobei die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich höher gewesen sein soll. Ehemalige Häftlinge berichten von Folter und körperlicher Misshandlung durch das Gefängnispersonal, katastrophalen hygienischen Bedingungen und fehlender medizinischer Versorgung.

In der Haftanstalt werden Regimekritiker zu Mördern, Vergewaltigern und Drogendealern gesperrt. Laut IGFM würden sie praktisch aller Rechte beraubt, die normalerweise für Gefangene gelten, darunter Familienbesuche. Die IGFM fürchtet um Gesundheit und körperliche Unversehrtheit der politischen Gefangenen.

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