Rechtslage bei Genitalverstümmelung: Marion Rosenke


Die rechtlichen Probleme im Zusammenhang mit der weiblichen Genitalverstümmelung

Hilfe gegen ein grausames Unrecht

Die inhaltlich umfassende und gleichzeitig sehr gut verständliche Dissertation der Autorin beschränkt sich, anders als der Titel vermuten lässt, keineswegs nur auf rechtliche Fragestellungen.

Vielmehr führt Marion Rosenke den Leser in übersichtlich gegliederten Kapiteln in den Problemkreis der weiblichen Genitalverstümmelung ein: Die Arten der Verstümmelungen, das eigentliche Ritual mit den daran Beteiligten bis hin zu medizinischen Komplikationen und Gesundheitsschäden im weiteren Leben der Opfer gehören dazu. Ebenso ausführlich sind die verschiedenen Rechtfertigungsversuche und vor allem die Verstümmelung der weiblichen Genitalien im islamischen Recht untersucht.

Im zweiten Abschnitt der Arbeit wird neben der rechtlichen auch die politische Behandlung des Problems vor allem in europäischen Immigrationsländern beleuchtet. Die Situation in Deutschland steht dabei im Vordergrund. Die Autorin stellt hier auch für Nichtjuristen anschaulich die rechtliche Lage bis hin zum Verfassungsrecht und zu internationalen Rechtnormen dar.

Auch wenn die Möglichkeiten, wie die Verstümmelung von Mädchen und Frauen am wirkungsvollsten bekämpft werden kann, sicher noch einige Zeit diskutiert werden müssen, so ist dieses Taschenbuch doch in jedem Fall eine unentbehrliche Hilfe für jeden, der sich auch in Deutschland gegen dieses grausame Unrecht einsetzen will.


Marion Rosenke, Die rechtlichen Probleme im Zusammenhang mit der weiblichen Genitalverstümmelung, Verlag Peter Lang, Frankfurt 2000, 182 Seiten, 21 x 14,8 cm, broschiert, 35,30 Euro, ISBN: 3-631-36143-2

 

 

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