Spekulationen um Papsttreffen mit Fidel Castro


Papst Benedikt XVI. wird am 26. März aus Mexiko kommend auf Kuba erwartet.
Dr. Oscar Elias Biscet: "Ich hoffe, dass dieser Besuch das kubanische Volk spirituell unterstützt, politisch betrachtet ist er ein schwerer Fehler."

Havanna (KNA) - Gut fünf Wochen vor dem mit Spannung erwarteten Papstbesuch auf Kuba (26. bis 28. März) spekulieren lateinamerikanische Medien über ein mögliches Treffen von Benedikt XVI. mit Kubas früherem Revolutionsführer Fidel Castro. Ein Gespräch hänge vom Gesundheitszustand des langjährigen kubanischen Machthabers ab, beruft sich die Tageszeitung "La Prensa Grafica" auf Vatikankreise. Unterdessen übte der kubanische Dissident Oscar Elias Biscet in einem Telefongespräch mit Vertretern des US-Kongresses Kritik am Besuch des Papstes. "Ich hoffe, dass dieser Besuch das kubanische Volk spirituell unterstützt, politisch betrachtet ist er ein schwerer Fehler." Biscet kritisierte, dass es in den vergangenen Jahren keine tiefgreifenden Veränderungen in Kuba gegeben habe; diese seien auch nicht zu erwarten, solange die Brüder Raul und Fidel Castro die Macht in Kuba besitzen. Benedikt XVI. wird am 26. März auf Kuba erwartet. Unter anderem stehen Besuche in Santiago de Cuba und Havanna auf dem Programm. Offizieller Anlass ist der 400. Jahrestag der Entdeckung des Bildes der "Virgen de la Caridad del Cobre". Den ersten und bislang einzigen Papstbesuch im sozialistischen Kuba absolvierte 1998 Johannes Paul II. (1978-2005).

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