Steht Hinrichtung von Pastor Nadarkhani unmittelbar bevor?


Pastor Nardakhani wurde im Iran zum "Vergewaltiger" erklärt, der als gewöhnlicher Gewaltverbrecher mit dem Tode zu bestrafen sei.
Pastor Nardakhani wurde im Iran zum "Vergewaltiger" erklärt, der als gewöhnlicher Gewaltverbrecher mit dem Tode zu bestrafen sei.

Der stellvertretende Gouverneur der iranischen Provinz Gilan, Gholomali Rezvanier, klärte laut Meldung der halbamtlichen "Farsi Nachrichten Agentur" am 30. September 2011, Pastor Joucef Nadarkhani sei ein "krimineller Gewaltverbrecher" und "Vergewaltiger". Im Iran werde niemand wegen seines Glaubens hingerichtet, wohl aber Gewaltverbrecher, so Rezvanier. Iranische Menschenrechtsaktivisten befürchten daher, dass die Hinrichtung von Pastor Nadarkhani in Kürze stattfinden könnte.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), erklärte zu den neuesten Schreckensmeldungen aus dem Iran:

"Hier soll uns eine Lüge aufgetischt werden! Im Angesicht weltweiter Proteste gegen die Todesstrafe für den Pastor versuchen regierungsnahe Kreise im Iran, die Öffentlichkeit zu täuschen. Pastor Joucef Nardakhani wird seit Jahren wegen seines offenen Glaubensbekenntnisses als vom Islam konvertierter Christ und wegen seiner missionarischen Tätigkeit verfolgt. Um ihn jetzt nicht wegen "Abfalls vom Islam" hinrichten zu müssen, wird Pastor Nardakhani zum "kriminellen Vergewaltiger" erklärt, den man als gewöhnlichen Gewaltverbrecher mit dem Tode bestrafe. Die Kriminalisierung der Opfer von Menschenrechtsverletzungen ist die beliebte Methode von Diktaturen, um ihre Verbrechen gegen die Menschenwürde und gegen die Menschlichkeit zu kaschieren."

© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

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