Urlaub? Herzlich Willkommen im Paradies der Diktatoren!


Online-Spiel "Welcome to Tourist Paradise". Fotostrecke von einer der Stationen. www.tourist-paradise.org
Online-Spiel "Welcome to Tourist Paradise". Fotostrecke von einer der Stationen. www.tourist-paradise.org
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In vielen Urlaubsländern wie Kuba, Ägypten oder China sind Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung. Trotzdem erfreuen sich diese Länder bei Pauschalreisenden großer Beliebtheit. Aus Desinteresse oder schlichtem Nicht-Wissen ignorieren die Meisten, dass große Teile der Reisekasse direkt in die Kassen der menschenverachtenden Systeme und sogar der Militärs fließen.

So ist z. B. im Hinblick auf die Touristenzahlen Kuba laut der Caribbean Tourism Organization heute die zweitwichtigste Destination in der Karibik. Bei einem Preis von unter 1.000,- Euro pro Person und Woche haben die Reiseveranstalter nicht viel Mühe, die Flugzeuge zu füllen. Der Tourismus ist mittlerweile für diese Länder zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. In Kuba ist der Ausbau von Golfanlagen, Tauchgebieten und die Erschließung von Kubas Ostküste für Surfer im Gange. Die politische Situation verändert sich für viele Kubaner indes nicht. Kann man unter solchen Umständen entspannen und das Land geniessen?


Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2010 haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Frankfurter Werbeagentur Leo Burnett mit einer Kampagne darauf aufmerksam gemacht, dass man als Reisender in diese Länder die politischen Regimes direkt unterstützt. Sie möchten bewirken, dass Urlauber sich vorher über das jeweilige Reiseland informieren und sich gegebenenfalls für ein anderes Urlaubsziel entscheiden.

Da die meisten Pauschalreisen mittlerweile online gebucht werden, wird die Zielgruppe auch genau dort angesprochen. Eigens für diesen Zweck wurde das Online-Spiel "Welcome to the Tourist Paradise" kreiert.

Bei dem Spiel übernimmt der Spieler die Rolle eines Touristen und manövriert die Figur an die Strand-Bar, in die Disco, zu einem Buddha. Man begleitet ihn bei typischen Urlaubsaktivitäten. Auf einem zweiten Screen, der unter der bunten Urlaubswelt mitläuft, setzt man ungewollt und parallel zu dem obigen Geschehen einen Paramilitär in Gang. Während man oben den Touristen an einem weißen Strand an die Bar dirigiert, setzt unten der Paramilitär einen Pressestand in Brand, treibt politische Versammlungen brutal auseinander und erschießt einen Menschen. Die Verkettung von heiler Urlaubswelt und finanziell unterstützter Grauzone der Menschenrechte wird direkt erlebbar.

Das Spiel ist seit dem 7. Dezember 2010 auf verschiedene Gaming-Plattformen hochgeladen. Sie finden das Spiel u. a. zum Downloaden und Weiterverschicken unter www.tourist-paradise.org.

Kontakt:
Martin Lessenthin
Sprecher des Vorstands
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte / IGFM
Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, 60388 Frankfurt
Tel.: 069-420108-36
Fax: 069-420108-29
Mobil: 0176-48874454
E-Mail: presse@igfm.de
www.menschenrechte.de


Katrin Kester
Head of Public Relations
Leo Burnett GmbH
Werbeagentur
Alexanderstraße 65, 60486 Frankfurt
Tel.: 069-78077-675
Fax: 069-78077-709
Mobil: 0163-78077-27
E-Mail: katrin.kester@leoburnett.de
www.leoburnett.de


Credits:
Andreas Pauli (Chief Creative Officer)
Hans-Jürgen Kämmerer (Creative Director)
Gerard Delmàs (Art Direction + Produktion)
Gerard Delmàs, Claudia Böckler,
Bjørnar Thorsen (Konzept)
Martin Schmidt (Illustration + Animation)
59up / Michael Frank (Sounddesign)
Katrin Kester (Head of PR)
Cornelia Richter (Art Buying)

 


[weitere Informationen zur Menschenrechtslage auf Kuba ...]
[weitere Informationen zur Menschenrechtslage in China ...]
[weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten ...]



© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

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