VR China: Die weltweite Verfolgung von Falun Gong


 

Dresden im April 2002: Ein chinesischer Agent würgt eine junge Frau. Bild: faluninfo.at

Protest erzürnter Demokraten in Island gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit durch Peking und die eigene Regierung. Bild: clearwisdom.net

Zhao Ming, ein chinesischer Student aus Irland: 2 Jahre Haft in China wegen seiner Äußerung gegen die Verfolgung von Falun Gong

Systematische Desinformation, Einreiseverbote, bestellte Schläger, Mordanschläge, politischer Druck und verweigerte Meinungsfreiheit kennzeichnen die aggressive Verfolgung von Menschen, die außerhalb von China Menschenrechtsverletzungen an Falun Gong Praktizierenden kritisieren.

Das Regime der totalitären Großmacht China führt seit Jahren im eigenen Land eine brutale Verfolgungskampagne gegen Falun Gong durch. Weniger bekannt ist die Verfolgung außerhalb Chinas, die sich praktisch vor unserer Haustür abspielt.

An einem Apriltag, als die Autokolonne des ehemaligen Präsidenten Chinas, Jiang Zemin vorbei fuhr, rief eine Frau aus der Reihe der friedvollen Demonstranten: "Falun Gong ist gut!". Daraufhin stürzte sich ein chinesischer Agent im dunklen Anzug auf die junge Frau und packte sie mit einem festen Griff an der Kehle. Die Frau konnte kein Wort mehr herausbringen, ihr Nacken schwoll an und ihre Hände trugen blaue Flecken davon. Das war keine Szene aus Peking, sondern ein Zwischenfall in einer deutschen Stadt, in Dresden.


Gezielte Desinformation

Chinesische Behörden verbreiten weltweit verleumderisches Material über Falun Gong, um ihre Methoden zu legitimieren. Europäische Behörden wurden mit gezielten Falschinformationen überschüttet. Einem französischen Politiker wurde von chinesischen Agenten Schmiergeld als Belohnung angeboten für die Aufgabe seiner Forderung, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden.

Dr. Wang Lei, eine Ärztin und Falun Gong Praktizierende aus Schweden wollte ihren todkranken Vater in China besuchen. Obwohl sie Chinesin ist, wurde ihr dies verweigert. Ihr Vater verstarb, ohne seine Tochter ein letztes Mal gesehen zu haben.

Als Walter Krickl, Stuttgarter Kaufmann und Falun Gong Übender, nach China reisen wollte, wurde ihm von der chinesischen Botschaft kein Visum erteilt. Offensichtlich befand sich sein Name auf einer "schwarzen Liste". Etwa 100 Praktizierenden aus verschiedenen westlichen Ländern wurde ohne Angabe von Gründen die Einreise nach Hong Kong verweigert.

Dem italienischen Geschäftsmann Alfredo Fava wurde im Oktober 2001 die Einreise nach China verweigert und sein Ganzjahresvisum entzogen. So war er dazu gezwungen, seine Firma in China aufzugeben.

In Kiew/Ukraine forderten bei einer genehmigten Demonstration vor der chinesischen Botschaft Polizisten in Begleitung von Regierungsbeamten, den Protest vor das Parlament zu verlegen. Die Demonstrierenden zeigten ihre Genehmigung vor und beharrten auf ihr Recht, zu bleiben. Später kam eine größere Gruppe von Polizisten, beschlagnahmte die Plakate und zwang sie, den Platz zu verlassen. Zeugen hörten, wie einer der Beamten sagte: "Die chinesische Botschaft setzt uns pausenlos unter Druck."

In New York wurden im Juni 2003 vor dem chinesischen Restaurant "Yidong" Falun Gong Übende während des Verteilens von Flugblättern von stadtbekannten Kriminellen zusammengeschlagen. Die Gewalttäter gehörten einer chinesischen Vereinigung an, die enge Verbindungen zu chinesischen Konsulatsbeamten unterhält.

Zhao Ming, ein chinesischer Student aus Irland, sprach sich bei einem Besuch in seinem Heimatland dafür aus, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden. Er wurde zu zwei Jahren "Umerziehung im Arbeitslager" verurteilt, die durch Gehirnwäsche, Schlafentzug, Schläge und Elektroschocks erreicht werden sollte. Die Beamten wollten Zhao Ming zwingen, ein diffamierendes Schreiben zu unterzeichnen. Obwohl zahlreiche internationale Regierungen und Institutionen, darunter auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, die Freilassung von Zhao Ming forderten, wurde er erst nach 22 Monaten freigelassen.


"Schwarze Listen"

Der chinesische Geheimdienst und Angehörige der chinesischen Botschaft erstellen weltweit "schwarze Listen" von Falun Gong Praktizierenden. Während verschiedener Falun Gong Aktivitäten wurden Mitglieder von chinesischen Beamten fotografiert. Bei den Tagungen der Menschenrechtskommission in Genf, als sich 700 Falun Gong Praktizierende zu einem Appell für die Beendigung der Verfolgung von Falun Gong in China versammelten, wurden die Praktizierenden von unbekannten Chinesen gefilmt. Diese entfernten sich, als eine Kamera auf sie gerichtetet wurde.

Außerhalb Chinas ist eine "schwarze Liste" von Falun Gong Praktizierenden beim Staatsbesuch von Jiang Zemin 2002 in Island, den baltischen Staaten und Hong Kong aufgetaucht. Die isländische Regierung beugte sich Jiang Zemins Druck und verweigerte Falun Gong Übenden, die auf der "schwarzen Liste" geführt werden, die Einreise während seines Besuches. Daraufhin ging die isländische Bevölkerung zu Tausenden mit Mundfesseln als Symbol für einen Maulkorb auf die Straße, um gegen diese Verletzung der Meinungs-, Versammlungs- und Glaubensfreiheit zu protestieren.

Gao Rongrong, davor und nachdem Polizisten sie sieben Stunden lang ununterbrochen mit Elektrostöcken gefoltert haben. Bild: faluninfo.org

Im Juni 2004 befanden sich australische Falun Gong Praktizierende in Südafrika, um bei der Aufklärung über die Verfolgung von Falun Gong zu helfen und die Rolle der auf Staatsbesuch weilenden Regierungsmitglieder Vizepräsident Zeng Qinghong und Handelsminister Bo Xilai bei der Verfolgung aufzudecken.

Auf dem Weg von Johannesburg nach Pretoria wurden mindestens fünf Schüsse auf ihr Fahrzeug abgegeben. Der Fahrer, der Australier David Liang, musste mit Schusswunden ins Krankenhaus gebracht werden. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt; es handelte sich bei dem Angriff jedoch nicht um versuchten Raub. Der Fahrer und die Mitfahrer waren nur wenige Stunden vor der Schießerei in Johannesburg gelandet. Dieser Sachverhalt wirft die Frage auf, wer den Wunsch haben sollte, in Südafrika fremde Personen zu terrorisieren.


 

Brutale Misshandlung Falun Gong Praktizierender:
Gao Rongrong vom Chef des Zwangsarbeitslagers durch Elektroschocks gequält

Die 36-jährige Falun Gong Praktizierende Gao Rongrong wurde am 7. Mai 2004 im Longshan Arbeitslager über sieben Stunden lang von dem stellvertretenden Leiter des Lagers, Tang Yubao, mit Elektrostäben gefoltert. Physisch und psychisch am Ende, versuchte sie sich das Leben zu nehmen, um weiteren Misshandlungen zu entgehen. Sie sprang aus dem Bürofenster im 2. Stock. Am gleichen Tag wurde sie in das Universitätskrankenhaus von Shenyang eingeliefert, wo die Ärzte nicht nur einen Beckenbruch und mehrere Beinbrüche diagnostizierten.

Sie hatte durch die Elektroschocks schwere Verbrennungen erlitten, vor allem im Gesicht, im Halsbereich und am Kopf. Die Art der Verletzungen zeigte, dass ihr auf den in der Haft unversorgten, entzündeten und teils vereiterten Verbrennungsnarben weitere Elektroschocks zugefügt worden waren. Es war ihr kaum möglich, Augen oder Mund zu öffnen.

Die Lagerleitung behauptete, alle Verletzungen seien eine Folge des Sprunges aus dem Fenster. Frau Gao Rongrong wurde im Juli 2003 in das Longshan Arbeitslager eingewiesen. Sie musste während ihrer gesamten Haft schwere Folter über sich ergehen lassen, vor allem Elektroschocks und heftige Schläge.


Stand: September 2004

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