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| Pastor Sompong Supatto. Bild: compassdirect.org |
Der laotische Pastor Sompong Supatto, den die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea als "Gefangenen des Monats Oktober 2008" benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen hatten, ist frei.
Der Hauskirchenleiter Pastor Sompong Supatto (32 J.) war mit zwei Gemeindemitgliedern, Boot Chanthaleuxay (18 J.) und Khamnvan Chanthaleuxay (18 J.), am 3. August 2008 während eines Gottesdienstes verhaftet worden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch for Lao Religious Freedom" (Menschenrechtswache für Religionsfreiheit in Laos) wurden sie im Dorf Boukham (Provinz Savannkhet) gefangen gehalten und mussten schmerzhafte Hand- und Fußfesseln tragen. Die Behörden stellte eine Freilassung der Christen nur dann in Aussicht, wenn sie ihren Glauben abschwören. Am 16. Oktober - gegen den Willen des Ortsvorstehers, der den drei Christen mit lebenslanger Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis drohte ,kamen sie frei (Compass Direct).
Nach Erkenntnissen der IGFM nahmen Übergriffe auf Christen im kommunistisch regierten Laos in den letzten Monaten deutlich zu. Im Juli 2008 wurden in der Provinz Saravan 80 Christen tagelang in ein Schulgebäude gesperrt - ohne Versorgung mit Lebensmitteln - mit dem Ziel, ihnen einen schriftlichen Verzicht auf ihren Glauben abzupressen. 10 von 17 Familien taten dies unter dem Druck ihrer schwächer werdenden Kinder. Die anderen 7 Familien wurden aus ihrem Dorf Katin vertrieben und müssen in notdürftigen Unterkünften auf Feldern kampieren.
Von den rund sechs Millionen Einwohnern von Laos sind 61 Prozent Buddhisten, 31 Prozent Anhänger von Stammesreligionen, 3 Prozent Christen und 1 Prozent Muslime. Zwar wird Religionsfreiheit von der Verfassung garantiert, lokale Behörden aber gehen immer wieder gegen missionarisch aktive Christen vor. Als Vorwand nutzen sie dabei stets die Erhebung des Vorwurfs der "Spaltung des Volkes", was nach Art. 9 der Verfassung strafbar ist. Mit diesem "Knebelparagraphen" wird die Religionsfreiheit in Laos ausgehebelt.