Westerwelle fordert in Ägypten Achtung der Religionsfreiheit


Bundesaußenminister Guido Westerwelle: "Es ist wichtig, dass alle Religionen die Möglichkeit haben, friedlich ihren Glauben auszuüben"
Bundesaußenminister Guido Westerwelle: "Es ist wichtig, dass alle Religionen die Möglichkeit haben, friedlich ihren Glauben auszuüben"

Kairo/Berlin (KNA) Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat in Ägypten zur Achtung der Religionsfreiheit aufgerufen. "Es ist wichtig, dass alle Religionen die Möglichkeit haben, friedlich ihren Glauben auszuüben", sagte Westerwelle am Montag nach einem Gang durch den koptischen Teil der Kairoer Altstadt, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Es sei Ziel Deutschlands, dass Ägypten eine demokratische und rechtsstaatliche Zukunft habe, zu der auch religiöse Pluralität gehört. "So kann es auch eine bessere wirtschaftliche Entwicklung geben."

Die koptischen Christen seien Teil der ägyptischen Gesellschaft, betonte Westerwelle. Es sei für Deutschland ein "Kernanliegen", dass sie in vollem Umfang respektiert würden und staatliche Stellen auch bei koptischen Christen die Religionsausübung schützten. Die Übergriffe, "von denen wir leider erfahren mussten", nannte der Minister "sehr bedauerlich". Bei einem anschließenden Gespräch hätten Vertreter der Kopten große Besorgnis bekundet, hieß es aus Delegationskreisen. Demnach beklagten die Christen, dass "Revolutionsparteien" zu wenig Zeit gehabt hätten, um sich auf die Parlamentswahlen vorzubereiten. Drei Viertel der Stimmen gingen dabei an islamistische Parteien. Westerwelle sicherte den Kopten zu, Deutschland werde beim weiteren Demokratisierungsprozess nachdrücklich auf die Rechte von Minderheiten und Religionsgemeinschaften drängen.

© Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), deutsche Sektion e.V. Spendenkonto: 23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00

designed by WIV-GmbH