Kuba: Bürgerrechtler verschwunden

"Antúnez" bewusstlos geschlagen und verschleppt

Yris Tamara Pérez Aguilera, die Ehefrau von "Antúnez", wartret auf ein Lebenszeichen ihres Mannes. Der Bürgerrechtler ist seit dem Morgen des 11. Juni verschwunden.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat bei ihrer 40-Jahrfeier in Cottbus zu einer Unterstützungskampagne für die kubanische Bürgerrechtsorganisation "Damen in Weiß" (Damas de Blanco) aufgerufen.

Havanna/Frankfurt am Main (12. Juni  2012) - Der kubanische Blogger und Bürgerrechtler Jorge Luis García Pérez, genannt "Antúnez", ist seit gestern Morgen verschwunden. "Antúnez" wurde gemeinsam mit sechs weiteren Regimekritikern am vergangenen Samstag in Placetas in der Provinz Villa Clara verhaftet. Gestern wurde er nach Angabe seiner Frau Yris Tamara Pérez Aguilera aus seiner Zelle in einem Gebäude der kubanischen Staatssicherheit in der Provinzhauptstadt Santa Clara geholt. Seither fehle von ihm jedes Lebenszeichen, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Am vergangenen Sonntag suchte seine Ehefrau mit zwei weiteren Regimegegnerinnen das Gebäude der kubanischen Staatssicherheit in Santa Clara auf und verlangte Auskunft über den Aufenthaltsort ihres Mannes. Als "Antúnez" und einige weitere Häftlinge die Frauen sahen, begannen sie, Protestparolen zu rufen. Die Beamten setzten daraufhin Pfefferspray gegen die Gefangenen ein, "Antúnez" wurde misshandelt und brach schließlich bewusstlos zusammen. Am folgenden Morgen wurde er um 7.30 Uhr aus seiner Zelle geholt. Die sechs Dissidenten, die mit ihm inhaftiert wurden, sind zwischenzeitlich aus der Haft entlassen worden, so die IGFM.

Antúnez ist Mitglied der IGFM auf Kuba und war bereits 18 Jahre wegen öffentlicher Kritik am Castro-Regime inhaftiert. Die IGFM fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung des Bloggers und Bürgerrechtlers "Antúnez", der ohne offizielle Anklage an einem unbekannten Ort festgehalten wird. Am vergangenen Donnerstag hatte "Antúnez" noch dem parlamentarischen Ausschuss des US-Senats für Lateinamerika in einer  Videokonferenz über die Menschenrechtslage auf Kuba berichtet. In seinem Bericht kritisierte er eine Verstärkung der Verfolgungen von Oppositionellen auf Kuba.

 

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in der Republik Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html 

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland



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