Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
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| Haftanstalt in Tumen, nahe der Grenze zu Nordkorea. Unter anderem hier werden nordkoreanische Flüchtlinge bis zu ihrer Abschiebung in Haft gehalten. |
Die Volksrepublik Nordkorea litt durch seine staatlich gelenkte Misswirtschaft vor allem seit Anfang der neunziger Jahre unter immer größeren Versorgungsproblemen, die in einer der größten Hungerkatastrophen des 20. Jahrhunderts mündeten. Allein zwischen 1994 und 1998 sind rund 2-3 Millionen Menschen an den Folgen von Unterernährung gestorben. Menschen flüchten nach China, um Nahrung und Unterschlupf zu finden. Viele versuchen nach Südkorea weiter zu ziehen, in die Freiheit. Hilfsorganisationen schätzten die Zahl der Flüchtlinge auf bis zu 300.000 pro Jahr.
Aufgrund eines 1968 geschlossenen Abkommens mit Pjöngjang werden Nordkoreaner von den chinesischen Behörden ausgewiesen und schweren Strafen und Verfolgungen in ihrem Heimatland ausgeliefert. Wer 'illegale' Nordkoreaner unterstützt, muss mit sehr hohen Geldstrafen rechnen. Diejenigen, die Flüchtlinge bei der Staatsmacht denunzieren, werden belohnt. Jährlich werden schätzungsweise 2.000 Koreaner pro Monat ausgewiesen, mehrere 10.000 leben weiterhin heimlich in China. Viele Nordkoreaner bleiben nur so lange, bis sie genug Geld verdient haben, um ihre zurückgebliebenen Familien durchzubringen. Dafür nehmen sie Ausbeutung und Sklavenarbeit in Kauf - und das Risiko wegen der Flucht aus dem "Arbeiter- und Bauernparadies" in Lager gesperrt zu werden.
Bitte appelliere Sie an die Regierung der VR China, Flüchtlingen aus Nordkorea Schutz gemäß der Genfer-Flüchtlingskonvention zu gewähren und niemanden nach Nordkorea abzuschieben, sondern nordkoreanische Flüchtlinge in das aufnahmebereite Südkorea weiterreisen zu lassen.