Zu Gast in Armenien

Michaela Koller überreicht Gegham Stepanyan dei Urkunde des Stephanus-Sonderpreises vor dem Genozid-Denkmal

Bei einem Besuch in Armenien hat die IGFM sich mit dem Menschenrechtsverteidiger Gegham Stepanyan getroffen und ihm nachträglich die Urkunde des Sonderpreises der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen überreicht. Die IGFM setzt sich seit langem für das bedrohte Land Armenien ein. Fotos: IGFM

Bericht

IGFM trifft sich mit Ombudsmann für Menschenrechte

Frankfurt am Main / Jerewan, 17. September 2024 – Am 19. September 2024 jährt sich der Angriff Aserbaidschans auf die Region Bergkarabach im Kaukasus zum ersten Mal. Diese Militäroffensive von 2023 zwang die Regierung des überwiegend von ethnischen Armeniern besiedelten De-facto-Staates Republik Arzach zur Kapitulation und forderte zahlreiche Todesopfer und löste eine Welle von rund 100.000 Flüchtlingen aus, die in Armenien Schutz suchten.

Einer dieser Vertriebenen ist der Menschenrechtsverteidiger Gegham Stepanyan, der sich seitdem unermüdlich für die weltweite Solidarität mit den Überlebenden von Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen und genozidaler Aggression einsetzt. Stepanyan, ursprünglich Politikwissenschaftler, hatte das Amt des Ombudsmanns für Menschenrechte im März 2021, nur wenige Monate nach dem Krieg von 2020, übernommen. Er fordert stellvertretend für die Bevölkerung von Arzach die Freilassung ihrer von Aserbaidschan seit 2023 gefangen gehaltenen Repräsentanten sowie der Kriegsgefangenen, die seit 2020 festgehalten werden und koordinierte unter anderem auch die Suche nach gefallenen Soldaten und verschwundenen Zivilisten.

Für seinen Einsatz für die Menschenrechte der betroffenen Armenier der Region wurde Gegham Stepanyan im April diesen Jahres mit dem Stephanus-Sonderpreis der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen ausgezeichnet. Der Festakt zur Ehrung fand im Rahmen der IGFM-Jahreshauptversammlung in diesem April in Bonn statt.

Zum Zeitpunkt der Preisverleihung konnte Stepanyan nicht ausreisen, um die Urkunde persönlich entgegenzunehmen. Nun ist die IGFM vor Ort in Armenien und hat sich mit dem Menschenrechtsverteidiger getroffen. Michaela Koller, Referentin für Religionsfreiheit der IGFM, überreichte Gegham Stepanyan seine Urkunde diese Woche nachträglich.

Vor dem Denkmalkomplex Zizernakaberd, der Genozid-Gedenkstätte in der armenischen Hauptstadt Jerewan, überreicht Michaela Koller, IGFM, Gegham Stepanyan die Urkunde des Stephanus-Sonderpreises. Foto: IGFM

Die IGFM setzt sich seit langem für das bedrohte Land Armenien ein, unter anderem auch für die internationale Anerkennung des Völkermords an den Armeniern von 1915, der noch immer von den autoritär geführten Ländern Aserbaidschan und Türkei geleugnet wird. Die beiden Länder betreiben bis heute eine zerstörerische Politik gegen Armenien, welche eine existenzielle Gefahr für das Land darstellt.

In Gedenken an die Opfer des Völkermords, legte Michaela Koller Blumen am Genozid-Denkmal in Jerewan nieder.

In Gedenken an die Opfer des Völkermords, pilgerte Michaela Koller auf den Berg zur Gedenkstätte und legte im Namen der IGFM Blumen – hier mit violetter Schleife – an der ewigen Flamme nieder. Foto: IGFM

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