Dr. Bahar Haghanipour übernimmt Patenschaft

Dr. Bahar Haghanipour, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (Bündnis 90/Die Grüne), übernimmt die politische Patenschaft für den inhaftierten Arian Farzamnia im Iran.

Minderjähriger zu zehn Jahren Haft verurteilt

Dr. Bahar Haghanipour, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, übernimmt politische Patenschaft

Berlin / Frankfurt am Main, 20. Dezember 2022 – Dr. Bahar Haghanipour, Vizepräsidentin und Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (B90/Die Grüne) hat eine politische Patenschaft für Arian Farzamnia übernommen. Der 17-jährige Schüler wurde am 12. November 2022 verhaftet und zu 25 Jahren Haft verurteilt. Dr. Bahar Haghanipour setzt sich im Rahmen des Patenschaftsprojekts der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung von Arian Farzamnia ein.

Gemeinsam mit zwei Mitschülern, nahm Arian Farzamnia an den Demonstrationen vom 2. November 2022 teil. Die Proteste fanden anlässlich der getöteten 20-jährigen Demonstrantin Hadis Najafi statt, die von sechs Polizeikugeln tödlich getroffen wurde.

Zehn Tage später wurden drei Minderjährigen in der Schule verhaftet – darunter Arian Farzamnia. Er wird Mai 2023 zu zehn Jahren Haft verurteilt. Die Anklage lautet „Korruption auf Erden“, da er bei den Protesten angeblich an der Ermordung an einen Basiji anwesend und zum Teil beteiligt gewesen ist.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, dankt für die Patenschaft und hebt hervor: „Wir freuen uns, dass sich Dr. Bahar Haghanipour für den unschuldig inhaftierten Minderjährigen Arian Farzamnia einsetzt. Sie setzt gerade in dieser Zeit das richtige Signal, nämlich, dass die Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes nicht ungeachtet und ohne Konsequenzen sind.“

Angehörige ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden, kritisiert die IGFM.

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