Denis Petranov

Denis Petranov unterstützte die Evakuierung zahlreicher Menschen aus besetzten Städten und Dörfern nach Bulgarien. Dabei wurde er am 26. April 2023 in Russland verhaftet.
Als Evakuierungshelfer verhaftet
Denis hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften. Er besitzt die ukrainische und bulgarische Staatsbürgerschaft und lebt seit 2017 in Bulgarien. Zuvor lebte er in der Stadt Melitopol, die vom russischen Militär besetzt wurde. Seit 2019 arbeitete Denis im Personentransport zwischen Melitopol und Bulgarien. Am 23. April 2023 wurde er vom russischen Militär verhaftet, ihm wird u.a. Terrorismus vorgeworfen.
Verschleppung
Nach Kriegsbeginn 2022 nahmen viele Bekannte aus Melitopol Kontakt zu Denis auf und baten ihn darum, ihnen bei der Flucht nach Bulgarien zu helfen. Die Einreise nach Bulgarien war jedoch nur über russisches Gebiet möglich. Denis half bei der Evakuierung vieler Menschen aus verschiedenen besetzten Städten und Dörfern. Denis wurde am 26. April 2023 auf russischem Gebiet verhaftet, als er Evakuierte nach Bulgarien transportierte. Der FSB wirft ihm vor, Sprengstoff aus Bulgarien auf die Krim geschmuggelt zu haben, sowie Terrorismus und die Vorbereitung von Terroranschlägen auf der Krim. Insgesamt drohen Denis bis zu 20 Jahre Haft.
Derzeit ist bekannt, dass sich Denis im Untersuchungsgefängnis Nr. 5 in der Stadt Rostow am Don (Russische Föderation) befindet. Er ist beim Sicherheitsdienst der Ukraine und bei der Koordinierungsstelle für Kriegsgefangene als Zivilgefangener registriert.
Gesundheitszustand
Denis leidet an pulmonaler Sarkoidose und arterieller Hypertonie. Über seine Gesundheit ist seit der Gefangenschaft nichts mehr bekannt.
Stand: Mai 2025



