Dmytro Katsura

Das russische Militär stürmte Dmytro Katsuras Haus und verschleppte ihn. Dmytro wurde in der Kalinin-Strafkolonie Nr. 27 in der besetzten Stadt Horliwka festgehalten. Später wurde er in die Kirowsk-Strafkolonie Nr. 33 verlegt.

Russisches Militär verschleppte Vater von fünf Kindern

Vanessa Gronemann (B90/Die Grünen)

Politische Patin: Landtagsabgeordnete Vanessa Gronemann (B90/Die Grünen)

Dmytro Katsura (ru. Дмитрий Кацура)
Geburtsdatum: 2. Oktober 1984

Verschleppt seit: 19. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Nikolske, Region Donezk

Vor seiner russischen Gefangenschaft arbeitete Dmytro als Förster. Er ist verheiratet und Vater von fünf minderjährigen Kindern. Dmytros Familie ist verzweifelt. Die Kinder verstehen nicht, wohin ihr Vater gegangen ist und fragen ihre Mutter immer wieder, wann er zurückkommt.

Verschleppung
Als das Dorf Nikolske besetzt wurde, gaben Nachbarn dem russischen Militär Informationen über Dmytro, weil er von 2015 bis 2016 in der ukrainischen Armee gedient hatte. Das russische Militär stürmte Dmytros Haus und verschleppte ihn vor den Augen seiner Frau und seiner fünf Kinder. Die Militärs ließen sich nicht davon abschrecken, dass Dmytros jüngstes Kind zu diesem Zeitpunkt erst drei Monate alt war. Dmytro wurde in der Kalinin-Strafkolonie Nr. 27 in der Stadt Horliwka (besetzter Teil der Region Donezk) festgehalten. Später wurde er in die Kirowsk-Strafkolonie Nr. 33 (besetzter Teil der Region Donezk) verlegt.

Gesundheitszustand
Vor seiner Gefangenschaft wog Dmytro 90 kg. Jetzt wiegt er etwa 60 kg. So schrieb Dmytro in einem Brief an seine Ehefrau.

Stand: Mai 2025

So können Sie Dmytro helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Dmytro Katsura“

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Dmytro Katsura (geb. 2.10.1984) aufmerksam zu machen, der am 19. März 2022 im Dorf Nikolske (Region Donezk) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Als das Dorf Nikolske besetzt wurde, gaben Nachbarn dem russischen Militär Informationen über Dmytro, weil er ein Jahr in der ukrainischen Armee gedient hatte. Das russische Militär stürmte Dmytros Haus und verschleppte ihn vor den Augen seiner Frau und seiner fünf Kinder. Später wurde er in die Kirowsk-Strafkolonie Nr. 33 (besetzter Teil der Region Donezk) verlegt.

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Dmytro Katsura ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll,

Machen Sie in den Sozialen Medien auf Dymtro aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

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