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Laogai: Das Zwangsarbeitslagersystem der Volksrepublik China


Laogai ist eine chinesische Abkürzung des Begriffs „Lao Dong Gai Zao“ und bedeutet wortwörtlich übersetzt „Reform durch Arbeit“. Der Begriff wird häufig als Synonym für das gesamte Arbeitslagersystem in der Volksrepublik China verwendet. Da alle Informationen bezüglich der Lager als Staatsgeheimnis streng unter Verschluss gehalten werden, gibt es keine offiziellen Statistiken über die Anzahl der Lager und deren Insassen. Die unabhängige Laogai Research Foundation konnte jedoch bis Juni 2008 mindestens 1.422 Arbeitslager in der Volksrepublik identifizieren. Gründer dieser Stiftung ist IGFM-Kuratoriumsmitglied Harry Wu, der selbst insgesamt 19 Jahre als politischer Gefangener in Laogai-Lagern als Arbeitssklave ausgebeutet wurde.


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China: Interview mit dem Direktor der Laogai Research Foundation Harry Wu


Harry Wu ist einer der bekanntesten chinesischen Menschenrechtler und ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet des Zwangsarbeiterlagersystems der Volksrepublik China, des Laogai. Er selbst verbüßte 19 Jahre Haft in verschiedenen Arbeitslagern, weil er es gewagt hatte, die regierende Kommunistische Partei zu kritisieren. Nach seiner Freilassung 1979 machte Harry Wu es sich zur Lebensaufgabe, die Menschenrechtsverletzungen in den Lagern Chinas öffentlich zu machen. Er ging dabei hohe persönliche Risiken ein und recherchierte und dokumentierte in die Volksrepublik Verbrechen vor Ort.


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Volksrepublik China: Bürgerrechtler Tan Zuoren zu fünf Jahren Haft verurteilt


Der Bürgerrechtler, Umweltaktivist und Schriftsteller Tan Zuoren wurde am 9. Februar 2010 wegen angeblicher "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Anhörung dauerte weniger als fünf Minuten. Tan hatte unter anderem den Tod von Tausenden von Kindern in den Trümmern mangelhaft gebauter Schulen während des Erdbebens in Sichuan vom 12. Mai 2008 angeprangert. In seiner Heimatprovinz Sichuan hat sich Tan auch für den Umweltschutz eingesetzt.

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Tibet: Filmemacher Dhondup Wangchen zu sechs Jahren Haft verurteilt


Dhondup Wangchen wurde am 28. Dezember 2009 zu sechs Jahren Haft wegen „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“ verurteilt. Der tibetische Filmemacher und sein Helfer, der Mönch Golog Jigme Gyatso, wurden bereits am 23. März 2008 von den chinesischen Sicherheitskräften verhaftet. Noch kurz vor Ausbruch und Niederschlagung der Massenunruhen in Tibet im März 2008 hatten die beiden ihren Dokumentarfilm „Leaving Fear Behind“ (zu Deutsch: „Die Furcht zurücklassen“, im Tibetischen: „Jigdrel“) fertig gestellt und in die Schweiz bringen lassen. Für den Film haben die beiden Tibeter von Oktober 2007 bis Anfang März 2008 über 100 Interviews über die kommunistische Herrschaft in Tibet, die Olympischen Spiele und den Dalai Lama durchgeführt.


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Volksrepublik China: Menschenrechtsaktivist Hu Jia


Menschenrechtsaktivist Hu Jia, geboren 1973, wurde am 3. April 2008 wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er deckte einen Aids-Skandal in der Provinz Henan auf. In einem Internetblog berichtete er über Menschenrechtsverletzungen im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking 2008. Seit April 2010 ist bekannt, dass er schwer erkrankt ist – wahrscheinlich an Leberkrebs.

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Volksrepublik China: Journalist Shi Tao zu zehnjähriger Haftstrafe verurteilt


Der chinesische Journalist und Dichter Shi Tao (geboren am 25. Juli 1968) wurde am 27. April 2005 wegen „Weitergabe von Staatsgeheimnissen“ zu zehn Jahren Haft verurteilt. Konkret wurde ihm vorgeworfen, dass er Anweisungen der Zensur- und Propagandaabteilung an eine Menschenrechtsorganisation weitergeleitet haben soll. Eine Besonderheit an dem Fall Shi Tao ist, dass „Yahoo“ maßgeblich an seiner Verurteilung beteiligt war, da der Internetanbieter persönliche Benutzerdaten des Journalisten an die chinesischen Behörden aushändigt hatte.

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