Menschenrechte der Uiguren

An drei Tagen im März 2024 laden Wahrheitskämpfer e.V., die Ilham-Tohti-Initiative und die IGFM zu Vorträgen über uigurisches Leben und die Bedrohungen durch Arbeitslager, kulturellen Genozid und Organraub ein. Wir freuen uns über Ihren Besuch und Ihre Mitwirkung.

Veranstaltungsreihe im März

Datum: 3., 7. und 12. März

Wo: Denkbar, Spohrstraße 46A, 60318 Frankfurt

Wann: Beginn 19 Uhr

Wir möchten Sie herzlich zu unserer informativen Uiguren-Veranstaltungsreihe mit Künstlern, Experten, Rednern und Betroffenen einladen!

3. März 2024, 19 Uhr:

Wie China die Uiguren bedroht – lebendige Kultur protestiert

Bei einem literarisch-künstlerischen Abend zeigt das Kunstprojekt „Wahrheitskämpfer“ Portraits verfolgter uigurischer Journalist:innen und informiert über die Geschichten dahinter. Diese Ausstellung wird bis zum 21.März in der Denkbar zu sehen sein. Um den Konflikt zwischen Chinesen und Uiguren besser zu verstehen, gibt es eine kurze Einführung in die historischen Hintergründe.

Lesung: Ingrid Widiarto hat in ihrem Buch „Uigurische Geschichten – Wahre Begebenheiten“ eindrücklich und einfühlsam aufgeschrieben, was dieser Konflikt mit den Menschen dort macht. Die Schauspielerin Carola Moritz wird daraus die Kurzgeschichte „Murat“ vortragen.

Die kleine Bibliothek: Mehrere Uigur:innen haben ihre Erlebnisse in den Lagern und Gefängnissen beschrieben. Die japanische Künstlerin Shimizu Tomomi hat einige Geschichten zu kurzen Graphic Novels verarbeitet. Wir haben sie erstmals ins Deutsche übersetzt. Lösungsvorschläge des bedeutenden inhaftierten uigurischen Wissenschaftlers Ilham Tohti lernen Sie in einem weiteren Heft kennen. Der uigurische Akivist Abduweli Ayup lebt im Exil und beschreibt seine Erlebnisse in der Kurzgeschichte „Ramadan im Gefängnis“, illustriert von dem ebenfalls im Exil lebenden uigurischen Künstler Nijat Hushur. Gerne können Sie in diesen 5 Heftchen blättern und sie auch gegen Unkostenbeitrag mitnehmen.

Poetry Slam: Die Uigur Youth Initiative e. V. trägt mit einem Poetry Slam zu der Veranstaltung bei und bringt leckeres uigurisches Gebäck mit.

7. März 2024, 19 Uhr:

Die Menschenrechtslage der Uiguren – Erfahrungen eines Betroffenen

Abduweli Ayup, Pädagoge und Linguist mit Masterabschluss in den USA, hatte als Verfechter der sprachlichen Menschenrechte in seiner Heimatstadt Kashgar einen Kindergarten gegründet, in dem ausschließlich Uigurisch gesprochen werden sollte. Da die chinesische Regierung schon damals bemüht war, die Kultur und Sprache der Uiguren aus dem öffentlichen Leben zu verbannen, wurde er 2013 unter dem Vorwand illegaler Spendensammlung verhaftet. Ende 2014 kam er wieder frei und heute lebt er mit seiner Familie in Norwegen.

Er kommt an diesem Abend zu einem ausführlichen Gespräch mit Enver Can, dem Vorsitzenden der Ilham Tohti Initiative e.V., um über seine Erlebnisse im Gefängnis und seine heutige Arbeit als weltweit engagierter Sprecher seines Volkes zu berichten. Abduweli Ayup hat bereits mehrere internationale Menschenrechtspreise erhalten.

12. März 2024, 19 Uhr:

Organraub in der Volksrepublik China

Die Volksrepublik China ist nach den USA weltweit das Land mit den meisten Organtransplantationen pro Jahr, obwohl es dort aufgrund einer kulturell bedingten Aversion gegen Organspenden kaum freiwillige Spender gibt. Die Herkunft von zehntausenden Spenderorganen ist jedoch unklar.

Daher wird angenommen, dass in der Volksrepublik neben zum Tode verurteilten Straftätern besonders Gefangene aus Gewissensgründen in großer Anzahl getötet werden, um deren Organe zu verkaufen. Experten und Menschenrechtsorganisationen wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vermuten, dass politische Gefangene weiterhin „auf Bestellung“ getötet werden, um deren Organe zu verkaufen. So fehlt in China immer noch ein effektives Datenbank- und Verteilsystem. Auch verweigern die chinesischen Behörden weiterhin jede unabhängige Überprüfung.

Insbesondere religiöse und ethnische Minderheiten wie Uiguren, Falun Gong, Tibeter und Christen sind hier betroffen. Der ehemals in der Volksrepublik China tätige Chirurg Dr. Enver Tohti wird am 12. März vom systematischen und grausamen Organraub in chinesischen Krankenhäusern berichten.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe werden wir die aktuelle Situation uigurischer Menschenrechtsverteidiger, wie Ilham Tohti, thematisieren. Enver Can, Präsident der Ilham Tohti Initiative wird über das Schicksal des zu Unrecht verurteilten uigurischen Wissenschaftlers Ilham Tohti berichten.

Wegen des begrenzten Platzangebots für Teilnehmende an den drei Veranstaltungen bittet die DENKBAR um Anmeldung unter info@denkbar-ffm.de

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