Politische Patenschaft

Gabi Rolland wird Patin für den iranischen IT-Studenten Ali Younesi, der seit April 2020 willkürlich im Evin-Gefängnis in Teheran ohne Anklagegrund gefangen gehalten wird. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzt sich Rolland für die Freilassung von Younesi ein.
Gabi Rolland übernimmt politische Patenschaft für Ali Younesi
Frankfurt am Main / Teheran, 18. Mai 2021 – Gabi Rolland, SPD-Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg, übernimmt eine politische Patenschaft für den iranischen IT-Studenten Ali Younesi, der seit April 2020 willkürlich im Evin-Gefängnis in Teheran ohne Anklagegrund gefangen gehalten wird. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzt sich Rolland, die als hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion fungiert, für die Freilassung von Younesi ein.
Der Student Ali Younesi wurde im April 2020 in seiner Familienwohnung in Teheran festgenommen und ist seitdem im berüchtigten Evin-Gefängnis in Haft, einige Monate sogar in Einzelhaft, wo er unter Druck gesetzt wurde, ein Geständnis abzulegen. Kurz nachdem Younesi in eine Gemeinschaftzelle verlegt wurde, berichtete er seiner Familie, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Younesi wurde unter dem Vorwand einer Mitgliedschaft der „Volksmudschaheddin (Mojahedin-e Khalq Organisation, MEK)” verhaftet, obwohl er nicht politisch aktiv ist. Viel eher scheint der wahre Verhaftungsgrund zu sein, dass Familienangehörigen unterstellt wird, zu Beginn der iranischen Revolution 1979 die Volksmudschaheddin unterstützt zu haben.
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, hebt hervor: „Wir freuen uns, dass Gabi Rolland sich für den unschuldig inhaftierten Studenten einsetzt. Deutschland ist für den Iran politisch und wirtschaftlich ein einflussreiches Land, weshalb das Engagement der Abgeordneten aus Freiburg so wertvoll ist.“
Die islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehöriger ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden, wie die IGFM kritisiert. Insbesondere Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft werden vom iranischen Regime als politisches Druckmittel gegen andere Staaten eingesetzt.