IGFM besucht Litauen
Im Juli 2024 besuchte eine IGFM-Delegation Vilnius, erkundete Museen und Gedenkstätten und lernte dabei die Leiden unter der sowjetischen Herrschaft und den Einsatz der Balten für Freiheit kennen. Heute sind sie erneut russischen Bedrohungen unter Putin ausgesetzt, der ehemalige Sowjetrepubliken ins Visier nimmt.
Auf den Spuren der sowjetischen Herrschaft in Litauen
Eine Delegation der IGFM besuchte im Juli 2024 die litauische Hauptstadt Vilnius und die dortige IGFM-Sektion. Begleitet wurde die Delegation durch Dr. Maria Werthan, Präsidentin des Frauenverbandes im Bund der Vertriebenen und Dietmar Schulmeister, Landesvorsitzender der Russlanddeutschen in NRW. Gemeinsam besichtigten sie wichtige historische Stätten des Landes, u. a. das Museum der Okkupation und des Freiheitskampfes, das KGB-Museum, sowie den Friedenspark, wo nach 1990 Massengräber aus der Sowjetzeit gefunden wurden.
Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt.
Die besuchten Stationen und Experten-Gespräche, die fundierten Kenntnisse und persönlichen Geschichten haben die düstere Ära des Totalitarismus und die schweren Schicksale der Opfer greifbar gemacht. So unermesslich das Leid der Menschen unter der sowjetischen Herrschaft war, so beeindruckend ist gleichermaßen der Einsatz der Balten für Freiheit und ihre Würde.
Während der kommunistischen Herrschaft waren die baltischen Staaten doppelt gestraft: Sie verloren nicht nur – wie alle anderen osteuropäischen Staaten – ihre Freiheit, sie verloren zudem ihre Eigenstaatlichkeit. Die Aufarbeitung der sowjetischen Diktatur nach 1990 stand daher vor besonderen Herausforderungen. Deutlich zu spüren ist die litauische Solidarität mit der von Russland angegriffenen Ukraine. Sie wissen, dass ihr Land das nächste Opfer des imperialistischen Putin-Faschismus sein kann.

An der Wand des Museumsgebäudes wird an zahlreiche Opfer der KGB-Willkür erinnert. Foto: IGFM
Fotos erschossener litauischer Partisanen aus den 1950er Jahren. Foto: IGFM
Heute sieht sich das Baltikum erneut der russischen Bedrohung ausgesetzt. Putin ist ein Revisionist, er möchte Grenzziehungen rückgängig machen. Dabei beziehen sich seine Drohungen ausdrücklich auf ehemalige Sowjetrepubliken, also auch auf Estland, Lettland und Litauen.
Vor diesem Hintergrund wird die IGFM die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen im Baltikum in Zukunft noch verstärken. Wir sehen darin ein Zeichen notwendiger Solidarität.

































