IGFM fordert klärende Stellungnahme 

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine klärende Stellungnahme vom Deutschen Bundestag, nachdem die deutsche Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) während eines Besuchs ihrer aserbaidschanischen Amtskollegin mit einem Bild Karabachs posiert hatte. In der aserbaidschanischen Presse wurde das Bild von Bas mit der Überschrift „Deutschland hat die territoriale Integrität Aserbaidschans stets unterstützt“ als Titelbild gedruckt. Pressebild Bärbel Bas: Photothek

IGFM: Bundestagspräsidentin Bärbel Bas posiert mit stolzem Symbolbild von mutmaßlichen Kriegsverbrechern

IGFM fordert klärende Stellungnahme

Frankfurt am Main, 4. Dezember 2023 – Während das Europäische Parlament seit Jahren regelmäßig die genozidale Armenienpolitik Aserbaidschans verurteilt und zuletzt in einer Resolution vom 5. Oktober 2023 den „vorab geplanten und ungerechtfertigten Militärangriff Aserbaidschans gegen die Armenier von Berg-Karabach als ethnische Säuberung“ einstuft, posiert die deutsche Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) bei einem Besuch ihrer aserbaidschanischen Amtskollegin mit einem Bild von Karabach.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) bezieht sich auf das offizielle Besuchsfoto der aserbaidschanischen Behörden. Parlamentspräsidentin Sahiba Gafarova, eine Parteigängerin des aserbaidschanischen Diktators und mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ilham Aliew, hatte mit dem Karabachbildpräsent sicher gezielt überrascht. So erschien es als Titelbild in der gleichgeschalteten aserbaidschanischen Presse mit der Überschrift „Deutschland hat die territoriale Integrität Aserbaidschans stets unterstützt“.

Dass der Deutsche Bundestag nun in Person von Frau Bas vor einem Karabach-Bild posiert, das für Kriegsverbrechen, ethnische Säuberung und Verhöhnung des Völkermordes an den Armeniern steht, darf so nicht unkorrigiert bleiben“, betont Edgar Lamm, Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Die IGFM fordert den Deutschen Bundestag deshalb zu einer klärenden Stellungnahme auf.

Straßennamen in Karabach nach osmanischem Kriegsminister umbenannt
Das armenische Volk wurde im Ersten Weltkrieg Opfer des ersten systematischen Völkermords des 20. Jahrhunderts durch die Jungtürken, dessen bekanntester Vertreter Enver Pascha 1914 das Militärbündnis mit Deutschland besiegelte.

Der damalige osmanische Kriegsminister Enver Pascha, ein radikaler Vertreter des Panturkismus und Hauptverantwortlicher für den Völkermord an den Armeniern, wird von dem türkisch-aserbaidschanischen Bruderbündnis längst wieder als turkstämmiger Nationalheld gefeiert. Während heute über Hunderttausend armenische Kriegsflüchtlinge aus Karabach traumatisiert vor dem Aus stehen, wurden die Straßennamen in Karabach bereits umbenannt. So auch in eine „Enver-Pascha-Straße“.

Zum Artikel der aserbaidschanischen staatlichen Nachrichtenagentur Azertac

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2904, 2026

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Beim Runden Tisch im Rathaus Gießen machten Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft auf das Schicksal verschleppter ukrainischer Zivilisten aufmerksam. Mehrere politische Entscheidungsträger haben bereits Patenschaften übernommen und setzen sich für deren Freilassung ein.

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