Neue Haftstrafe

Der russische Kreml-Kritiker Alexej Nawalny wurde am 22. März 2022 zu weiteren neun Jahren Haft verurteilt. Der Prozess hatte in einem improvisierten Gerichtssaal in der Strafkolonie in Pokrow, 100 Kilometer östlich von Moskau, statt gefunden. Die IGFM verurteilt die erneute willkürliche Haftstrafe gegen Nawalny aufs Schärfste und betont, dass Russland unter Putins Führung immer stärker der alten Sowjetunion ähnele. Bilder: Michael Leh
IGFM verurteilt erneute Haftstrafe für Aleksej Nawalny
Der Umgang mit Aleksej Nawalny erinnert an die Schauprozesse der Stalin-Ära
Frankfurt am Main, 23. März 2022 – Die erneute Verurteilung des Kreml-Kritikers Aleksej Nawalny zu einer langen Haftstrafe „unter verschärften Bedingungen“ zeige immer mehr, dass Russland unter Putin der alten Sowjetunion von Mal zu Mal ähnlicher werde. Darauf weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hin. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung Nawalnys.
Die IGFM erinnert, dass Putin den Untergang der Sowjetunion als die größte politische Tragödie des vorigen Jahrhunderts bezeichnet habe.
IGFM-Vorsitzender Edgar Lamm erklärt: „Folgerichtig orientiert sich das heutige Russland auch im Justizwesen an der alten Sowjetunion. Was wir im Umgang mit Aleksej Nawalny sehen, erinnert an die Schauprozesse der Stalin-Ära. Die Urteile stehen schon vorher fest. Die Justiz ist nicht unabhängig. Es werden keinerlei Beweise vorgelegt.“