Menschenrechte in Ägypten

Polizisten in Ägypten

Foto: M. Soli, CC BY-SA

Ägypten hat eine neue, bisher nicht gekannte Ebene von Gewalt und Willkür durch die Regierung erreicht. Bisher waren ausschließlich Ägypter Opfer von willkürlichen Verhaftungen, systematischer Folter, „Verschwinden“ in Haft und politischem motiviertem Mord. Doch mit dem Tod des italienischen Doktoranden Giulio Regeni hat der ägyptische „Sicherheits“-Apparat ein neues Kapitel aufgeschlagen. 

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Genitalverstümmelung, Zwangsehen, (Kinder-)Sextourismus – unvorstellbar für die westliche Welt und dennoch nur ein Ausschnitt dessen, was zum Leben vieler Frauen und Mädchen in Ägypten gehört.

 

 

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Kopten werden als christliche Minderheit in der islamischen Mehrheitsgesellschaft der Arabischen Republik Ägypten systematisch diskriminiert. Sie sind juristisch und gesellschaftlich ausgegrenzt. Bei Verbrechen gegen Kopten (z.B. Vergewaltigungen, Entführungen, Zwangsislamisierungen) findet oft nur schleppende oder auch gar keine Strafverfolgung statt.

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Die Flucht vor ihrer Familie ist für viele Konvertitinnen der einzige Ausweg, um schwersten Misshandlungen, sexuellen Erniedrigungen oder auch einem "Ehrenmord" zu entgehen. Die IGFM unterstützt weibliche Konvertitinnen durch Fluchtwohnung und durch einen Beitrag zum Lebensunterhalt, bis die Frauen Arbeit gefunden haben und auf eigenen Beinen stehen.

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Weitere Infos

Wir haben diese Frage in einem persönlichen Gespräch mit Nihal Nasr El-Din erörtert. Nihal Nasr El-Din leitete in Ägypten bis April 2011 das Projekt "Social media as tool for youth empowerment“. Angesichts der postrevolutionären Entwicklungen betrachtet sie ihre intensive Aufbau- und Aufklärungsarbeit für die Rechte der Frauen und die Gleichbehandlung von Mann und Frau in der ägyptischen Gesellschaft als ruiniert.

[zum Gespräch mit Nihal Nasr El-Din ...]

 Es ist eine Frage der Perspektive: Ist das Glas halb voll, oder ist es halb leer? Was die politische Situation in Ägypten rund ein Jahr nach Beginn der Revolution betrifft, sind die Prognosen schwankend - wie der Wasserspiegel in einem Glas. Mubaraks Sturz und Gerichtsprozess auf der einen, immer wieder tödliche Zusammenstöße von Protestierenden und Polizei auf der anderen Seite. Bestenfalls, so scheint es, kann die politische und gesellschaftliche Entwicklung derzeit als ergebnisoffen bezeichnet werden. In einem Punkt aber sind sich viele Vorausschauen einig: Die Rechte der nordafrikanischen Frauen haben sich durch die sogenannte Arabellion nicht stabilisiert oder gar verstärkt. Im Gegenteil: Sie sind brüchig wie nie zuvor, besonders in Ägypten.

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Medhat Klada ist Executive Director der "European Union of Coptic Organisations for Human Rights" in Genf, die sich für die Rechte der koptischen Minderheit in Ägypten einsetzt. Die IGFM sprach mit ihm über die Lage der größten christliche Minderheit des Vorderen Orients.

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Fouad Ibrahim ist emeritierter Professor für Sozialgeographie und regionale Geographie Afrikas an der Universität Bayreuth. Er wurde 1938 in Damanhur, Ägypten, geboren. Die IGFM sprach mit ihm über die Situation der koptischen Christen in Ägypten.

[zum Interview mit Prof. Ibrahim ...]

Michael Meunier, 1968 in Ägypten geboren, wanderte 1990 in die USA aus, wo er Ingenieurswissenschaften studierte. Meunier gründete 2003 das "Center for Freedom in the Middle East" und 1996 die "U.S. Copts Association", die in den USA mehr als 700.000 ägyptische Christen vertritt. Er ist Vorstandsmitglied der Fernsehstation Tele-Lumiere/Noursat International, die in den Mittleren Osten sendet.

[Zum Interview mit Michael Meunier ...]

Konvertiten: Mit dem Tod bedroht

Der koptisch-orthodoxe Abt Michael, Leiter des Koptischen Zentrums in Waldsolms-Kröffelbach, berichtet in einem Interview über die Situation ägyptischer Konvertiten. Obwohl Religionsfreiheit durch die Verfassung garantiert wird, leben Muslime, die zum Christentum konvertieren, in großer Gefahr.

[zum Interview mit Abt Michael ...]

 Die Kopten bilden die größte christliche Gemeinschaft des Nahen Ostens und die mit weitem Abstand größte religiöse Minderheit Ägyptens. Sie begreifen sich als die Ureinwohner Ägyptens. Seit der Eroberung Ägyptens im siebten Jahrhundert durch den muslimischen Feldherrn Amr-Ibn-Alas leiden sie unter einem erheblichen Druck, ihren Glauben und weite Teile ihrer Kultur, wie z. B. ihre Sprache aufzugeben. Bis heute sind sie starker Unterdrückung und Diskriminierung ausgesetzt.

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Hilfe für den Notfall: Hilfsangebote und Notadressen
Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)
Scharia, das islamische Recht im Überblick
Die Opfer des Islamischen Staates (IS) brauchen Hilfe. So hilft die IGFM.
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