Menschenrechtsverteidiger

Menschenrechte sind kein Selbstläufer. Wer glaubt, freiheitliche Gesellschaften und funktionierende Staaten würden sich von alleine entwickeln, der irrt gewaltig. Sie sind das Ergebnis langer und risikoreicher Arbeit von Männern und Frauen, die dafür zum Teil größte persönliche Opfer gebracht haben. Wer den Einsatz für Menschenrechte nicht so wichtig findet, sollte einfach mal einen Blick in Länder werfen, in denen Menschenrechtler heute noch darum ringen müssen, was uns schon selbstverständlich scheint: Freiheit.
Informationen & Beispiele
Nachruf auf Mart-Olav Niklus
Der estnische Unhabhängigkeitskämpfer Mart-Olav Niklus ist am 25. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren verstorben. Mart-Olav Niklus war einer der Unterzeichner des "baltischen Appells". Die IGFM erinnert sich an ihn und ist sehr traurig.
100. Geburtstag Iwan Agrusow
Zum 100. Geburtstag des Gründers der IGFM, Iwan Iwanowitsch Agrusow, veröffentlicht die IGFM eine Kurz-Biographie in Erinnerung an den demütigen Macher, der sein Leben in den Dienst der Menschenrechte stellte.
ISHR-Präsident lobt Menschenrechtsverteidiger
In seinem Schlusswort bei der jährlichen Generalversammlung der deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (ISHR) erklärte Prof. Dr. mult. Thomas Paul Schirrmacher, Präsident des Internationalen Rates der ISHR, dass die ISHR vor allem für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern da sei und dass sie stolz darauf sei, so viele von ihnen in ihren Reihen zu haben.
Menschenrechtler im Iran
Peyvand Naimi
Der 30-jährige Bahá’í Peyvand Naimi wurde ohne Beweise festgenommen und wird unter schwerer Folter sowie Scheinhinrichtungen zu falschen Geständnissen gezwungen. Aufgrund seiner religiösen Identität droht ihm in einem unfairen Verfahren die Todesstrafe, während ihm trotz kritischen Zustands jede medizinische Hilfe verweigert wird.
Borna Naimi
Der Karate-Sportler Borna Naimi wurde aufgrund seiner Bahá’í-Zugehörigkeit inhaftiert und durch Elektroschocks, Scheinhinrichtungen sowie Drohungen gegen seine kleine Tochter zu einem falschen Geständnis gezwungen. Ohne Beweise oder rechtlichen Beistand droht dem Familienvater nun die Todesstrafe, während ihm die notwendige medizinische Behandlung seiner Folterverletzungen verweigert wird.
Armin Monsaref
Anfang Februar 2026 wurde Armin Monsaref in seinem Elternhaus in Sardasht (West-Aserbaidschan) festgenommen. Seine veröffentlichten Analysen und Arbeiten erreichten ein breites Publikum aus unterschiedlichen Regionen Irans, darunter auch kurdisch geprägte Gebiete. Momentan sind keine Informationen über Armins Aufenthaltsort bekannt.
Interviews mit Menschenrechtsverteidigern
IGFM-Vorsitzender Edgar Lamm im FAZ-Interview
Die IGFM wurde 1972 als Reaktion auf die Verharmlosung der Menschenrechts-verletzungen in der DDR und Osteuropa gegründet. Im FAZ-Interview berichtet Edgar Lamm darüber, wie die IGFM Verfolgten beisteht und warum Menschenrechte keine Pause kennen.
Vortrag von Dr. Lew Ponomarjow
Der russische Menschenrechtsaktivist und Mitbegründer der Menschenrechtsorganisation Memorial, Lew Ponomarjow, spricht auf der Jahrestagung der IGFM über die Ausbildung des Faschismus in Russland und den Kampf für Menschenrechte in Russland.
IGFM: Videointerview mit Denis Solís
Der Rapper und Bürgerrechtler Denis Solís González wurde im Juli 2021 freigelassen, nachdem er wegen angeblichem Ungehorsam gegenüber Behörden 8 Monate im Gefängnis verbracht hatte. Solís sprach mit der IGFM darüber, was Freiheit für ihn bedeutet, über die aktuelle Situation auf Kuba und die IGFM-Kampagne für Very Important Stamps.








