Oleksandr Yarovy

Der Ukrainer wurde beschuldigt, geheime Informationen vom russischen Militär an das ukrainische Militär weitergegeben zu haben. Nach einer illegalen Hausdurchsuchung durch die russische Polizei wurde er verhaftet und in verschiedenen Untersuchungshaftanstalten festgehalten.

Wegen angeblicher Spionage verhaftet

Oleksandr Yarovy (ru. Александр Яровой)
Geburtsdatum: 9. Februar 2000

Verschleppt seit: 2. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Kosarowytschi, Region Kyjiw

Oleksandr arbeitete als Verkäufer in einem Sanitärgeschäft im Dorf Dymer (Region Kyjiw).

Verschleppung
Schon in den ersten Tagen des Krieges begann Oleksandr sich freiwillig zu engagieren und anderen Dorfbewohnern zu helfen, indem er  Medikamente und Lebensmittel kaufte und an bedürftige Bewohner auslieferte. Am 2. März 2022 war Oleksandr mit seinen Freunden zu Hause. In diesem Moment drangen russische Soldaten in das Haus ein, schlugen Oleksandr und seine Freunde und führten eine illegale Hausdurchsuchung durch, woraufhin die Soldaten Oleksandr in ihr Auto zwangen und ihn an einen unbekannten Ort brachten.

Augenzeugenberichten zufolge beschuldigten russische Soldaten Oleksandr, die Bewegung russischer Militärtechnik fotografiert und diese Informationen an ukrainische Soldaten weitergegeben zu haben.

Ende März wurde Oleksandr nach Russland gebracht. Zunächst wurde er im Untersuchungsgefängnis No. 2 in der Stadt Nowosybkow (Region Brjansk)
festgehalten. Seit Mai 2023 ist bekannt, dass Oleksandr in der Stadt Pakino (Region Wladimir) inhaftiert ist, vermutlich in der Strafkolonie No. 7.

Gesundheitszustand
Oleksandr hatte vor seiner Gefangenschaft keine gesundheitlichen Probleme. Sein aktueller Gesundheitszustand ist unbekannt.

Stand: Oktober 2024

So können Sie Oleksandr helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Oleksandr Yarovy“ 

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Oleksandr Yarovy (geb. 9. Februar 2000) aufmerksam zu machen, der am 2. März 2022 in dem Dorf Kosarowytschi (Region Kyjiw) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Schon in den ersten Tagen des Krieges begann Oleksandr, sich freiwillig zu engagieren und anderen Dorfbewohnern zu helfen, Medikamente und Lebensmittel zu kaufen und zu liefern. Am 2. März 2022 war Oleksandr mit seinen Freunden zu Hause. In diesem Moment drangen russische Soldaten in das Haus ein, schlugen Oleksandr und seine Freunde und führten eine illegale Hausdurchsuchung durch, woraufhin die Soldaten Oleksandr in ihr Auto zwangen und ihn an einen unbekannten Ort brachten. Augenzeugenberichten zufolge beschuldigten russische Soldaten Oleksandr, die Bewegung russischer Militärtechnik fotografiert und diese Informationen an ukrainische Soldaten weitergegeben zu haben. Seit Mai 2023 ist bekannt, dass Oleksandr in der Stadt Pakino (Region Wladimir) inhaftiert ist, vermutlich in der Strafkolonie No. 7.

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Oleksandr Yarovy ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll 

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