Reza Khandan in Haft 

Die IGFM verurteilt die Inhaftierung des Menschenrechtsaktivisten Reza Khandan und fordert seine sofortige Freilassung. Der Ehemann von Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh setzt sich ebenso für Frauenrechte und Menschenrechte ein und wurde aufgrund dessen am 13. Dezember 2024 verhaftet.

Iran: Ehemann von Nasrin Sotoudeh seit knapp einem Monat in Haft

Gefängnis wegen Einsatz für Frauenrechte – IGFM fordert sofortige Freilassung

Frankfurt am Main, 8. Januar 2024 – Der Menschenrechtsaktivist Reza Khandan ist seit einem knappen Monat in Willkürhaft. Er wurde am 13. Dezember 2024 in Teheran festgenommen und in das berüchtigte Evin-Gefängnis gebracht, nachdem er sich öffentlich für die Rechte von Frauen und gegen die Zwangsverschleierung im Iran eingesetzt hatte. Die Verhaftung von Reza Khandan stellt einen schweren Angriff auf die Arbeit friedlicher Menschenrechtsaktivisten im Iran dar. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert seine sofortige und bedingungslose Freilassung.

Die Verhaftung von Reza Khandan ist ein weiterer Versuch, die Stimme der Menschenrechtsverteidiger im Iran zum Schweigen zu bringen. Die systematische Repression des Mullah-Regimes wird den mutigen und entschlossenen Einsatz der Menschenrechtsaktivisten jedoch nicht brechen. Wir fordern die Freilassung von Reza Khandan, dem Ehemann unseres Kuratoriumsmitglieds Nasrin Sotoudeh, kommentiert Valerio Krüger, Sprecher des Vorstands der IGFM.

Seit Jahren engagiert sich der Iraner Reza Khandan für die Freiheit von Frauen im Iran und die Rechte politischer Gefangener. Nasrin Sotoudeh berichtet, dass ihr der Besuch ihres Ehemanns erneut verweigert wurde, weil sie sich weigerten, den Hidschab zu tragen. Trotz der illegalen Entscheidung der Behörden forderte Tochter Mehraveh hartnäckig, dass der Leiter des Besuchssaals für die jahrelange Unterdrückung zur Rechenschaft gezogen wird. Es ist nicht das erste Mal, dass Besuche von ihr und ihrer Mutter aufgrund des Nichttragens des Hidschabs verweigert wurden. Nasrin Sotoudeh bezeichnete das Verhindern von Besuchen als Missbrauch der Staatsmacht und ein Verbrechen, berichtet die IGFM.

Nasrin Sotoudeh wurde 2018 für ihre Arbeit als Anwältin politischer Gefangener und Aktivistin für Frauenrechte zu über 30 Jahren Haft verurteilt. Obgleich die Haftstrafe weiterhin für sie gilt, hat Nasrin Sotoudeh seit mehreren Monaten Hafturlaub und kann bei ihrer Familie sein. Der friedliche Einsatz für Menschenrechte darf nicht mit Verfolgung, Haft und Folter bestraft werden.

Reza Khandan gemeinsam mit Ehefrau Nasrin Sotoudeh mit Frauenrechts-Sticker

Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh fordert Freilassung für Ehemann Reza Khandan

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