8. April – Tag der politischen Patenschaften

Anlässlich des Tages der politischen Patenschaften macht die IGFM auch dieses Jahr auf das Schicksal zehntausender politischer Gefangener weltweit aufmerksam. Die IGFM dankt allen Abgeordneten, die sich gemeinsam mit uns für die Freilassung politischer Gefangenen einsetzen. Auf dem Bild zu sehen sind einige der Abgeordneten, die eine politische Patenschaft übernommen haben. Foto: IGFM
Anlässlich des Tags der politischen Patenschaften am 8. April
Ukraine: Vater und Sohn von russischem Militär verschleppt
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Schmidt übernimmt politische Patenschaft für verschleppte ukrainische Zivilisten
Frankfurt am Main, 8. April 2026 – Einsatz für die Freiheit willkürlich inhaftierter ukrainischer Zivilisten: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Schmidt hat die politische Patenschaft für die verschleppten ukrainischen Zivilisten Maxym und Danylo Manukhin übernommen und fordert gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) deren sofortige Freilassung. Wie Vater und Sohn wurden insgesamt mehr als 16.000 ukrainische Zivilisten verschleppt, der Großteil ist weiterhin in russischer Haft.
Am 10. März 2022 entführte das russische Militär den Lehrer Maxym Manukhin, geboren am 13. Juli 1977, und seinen Sohn Danylo aus ihrem Haus in der Region Kyjiw. Manukhin ist derzeit in der Strafkolonie Nr. 12 in der Stadt Kamensk-Shakhtinsky, Region Rostow (Russische Föderation) inhaftiert. Vor seiner Inhaftierung litt Maxym bereits an Rückenproblemen, Bluthochdruck und Krampfadern. Aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen ist er inzwischen stark abgemagert, laut einem Bericht faulen seine Beine und es sei ihm untersagt, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch sein Sohn Danylo Manukhin, geboren am 5. September 2001, hat starke gesundheitliche Probleme, er ist in der gleichen Strafkolonie inhaftiert, berichtet die IGFM.
Einsatz für verschleppte ukrainische Zivilisten
Die IGFM dokumentiert seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine zahlreiche Fälle von Verschleppungen, Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch russische Truppen und setzt sich für die Freilassung verschleppter Zivilisten ein. Die IGFM steht in Kontakt mit den Angehörigen, macht auf das Leid der Opfer aufmerksam und hat bereits 17 politische Paten für 22 ukrainische Zivilisten gewinnen können.
Ukraine Schwerpunkt auf Jahrestagung der IGFM
Aktuell setzt sich die IGFM für über 100 Zivilisten ein und wird auf der kommenden Jahrestagung am 11. April in Bonn Dmytro Lubinez, Ukrainischer Hochkommissar für Menschenrechte, live zugeschaltet haben. Zudem wird Juristin Anastasija Aleksejewa von der ukrainischen IGFM-Sektion über das Projekt „Fair-Trial-Monitoring am Obersten Antikorruptionsgericht“, an dem drei Kyjiwer Universitäten sowie 250 Jurastudierende aus dem ganzen Land beteiligt sind, berichten.
Die Frankfurter Menschenrechtsorganisation hatte im Jahr 2022 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums den 8. April zum „Tag der politischen Patenschaften“ ausgerufen. Die IGFM setzt sich seit 50 Jahren für politische Gefangene weltweit ein und hat seit Gründung des Programms im Jahr 2011 bereits über 300 politische Patenschaften vermittelt.




