Yaroslav Zhuk

Am 17. Juli 2022 verschleppten russische Soldaten Yaroslav. Die Misshandlungen und Verweigerung medizinischer Versorgung gefährden seinen Gesundheitszustand. Yaroslav befindet sich momentan im Untersuchungsgefängnis der Stadt Rostow (Russische Föderation).
14 Jahre Gefängnis für unschuldigen Ukrainer
Der Ukrainer Yroslav Zhuk stammt aus Melitopol in der Regiion Saporischschja, er ist verheiratet und hat ein Kind. Vor seiner Verschleppung und Gefangenschaft in Russland arbeitete Yaroslav als Schweißer in einem Unternehmen, das landwirtschaftliche Maschinen herstellt.
Verschleppung
Am 17. Juli 2022 wurde Yaroslav auf dem Weg in die besetzte Stadt Melitopol von russischen Militärs angehalten und entführt. Am selben Tag durchsuchten sie sein Haus und beschlagnahmten sein Handy und seinen Laptop.
Drei Wochen lang wurde Yaroslav gewaltsam an einem unbekannten Ort festgehalten. In dieser Zeit wurde er auf grausame Weise physisch und psychisch gefoltert, um ihn zu einem vermeintlichen „Geständnis“ zu zwingen. Daraufhin veröffentlichten die russischen Besatzer ein Video, in dem Yaroslav angeblich gestand, einen Mordversuch an einer örtlichen Kollaborateurin begangen zu haben.
Yaroslav wurde nach Art. 361 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation wegen angeblichen „internationalen Terrorismus“ angeklagt. Nach seiner Verlegung in das Untersuchungsgefängnis in Simferopol auf der besetzten Krim wurde Yaroslav ein Anwalt zur Seite gestellt, der ihn jedoch nur einschüchterte und ihn zwang, die Anklagepunkte zu akzeptieren. Yaroslavs Verwandten gelang es, einen unabhängigen Anwalt zu beauftragen, der mehrere andere Fälle von Ukrainern bearbeitet, die unrechtmäßig in russischen Gefängnissen festgehalten werden. Daraufhin zog Yaroslav sein vermeintliches Geständnis zurück.
Am 11. Mai 2023 wurde bekannt, dass Yaroslav in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Rostow (Russische Föderation) verlegt worden war. Am 25. Juni 2024 verurteilte ein Gericht, unter Vorsitz des Richters Oleg Alexandrowitsch Tscherepow, Yaroslav in einem Schauprozess zu einer Strafe von 14 Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis.
Am 29. April 2025 hat ein militärisches Berufungsgericht in Wlasicha (Region Moskau) die Haftstrafe gegen Yaroslav bestätigt. Der Richter Maksym Aleksandrovich Panin schenkte dabei den Umständen von Yaroslavs Entführung, den haltlosen Anschuldigungen gegen ihn und den erschreckenenden Berichten von Folter keinerlei Beachtung.
Gesundheitszustand
Vor seiner Gefangenschaft hatte Yaroslav keine gesundheitlichen Probleme. Aus seinen Briefen an seine Familie geht hervor, dass die Gefangenen im Untersuchungsgefängnis misshandelt werden. Sie werden schlecht ernährt und nicht medizinisch versorgt. Die Russen halten Yaroslav unter schrecklichen Bedingungen in einer kalten Zelle gefangen. Er hat wiederholt gebeten, ihm medizinische Hilfe zukommen zu lassen, aber alle seine Bitten wurden ignoriert. Zurzeit hat Yaroslav ernsthafte Probleme mit seinen Zähnen und seinem Magen, und es besteht der Verdacht auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, sowie auf ein Magengeschwür.
Stand: April 2025



