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Hilfe für den Notfall – Ärztliche Notdienste2018-12-10T11:22:46+00:00

Ärztliche Notdienste

Notrufe

Bei allen lebensbedrohlichen Notfällen, z.B. Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Unfälle usw. sollten Sie sofort die bundesweite Notrufnummer 112 wählen!

Ärztlicher Notdienst
Unter dieser Nummer erreichen Sie bundesweit und ohne Vorwahl den ärztlichen Bereitschaftsdienst: 116 117
Weitere Informationen zu der Rufnummer in Ihrer Region finden Sie hier

Privatärztlicher Notdienst
Richtet sich speziell an Privatpatienten und Selbstzahler:
Bundesweite Rufnummer: 01805 – 019257 (14 ct./min.), (www.arzt-ruf.de)
Bundesweite Rufnummer: 01805 – 304505 (14 ct./min. aus dem dt. FN, Mobil max. 42 ct./min.), (www.privad.de)

Gift-Notrufzentralen
Die Kontaktadressen von Gift-Notrufzentralen in Ihrer Nähe finden Sie hier

Apotheken-Notdienst
Für weitere Infos über den Apotheken Notdienst bitte hier klicken.

Zahnärztlicher Notdienst
Falls Sie einen Zahnärztlichen Notdienst benötigen, können Sie auf der folgenden Seite einen Notdienst in Ihrer Nähe suchen: www.zahnnotdienst.info

Medizinische Hilfe für Obdachlose

Die medizinische Versorgung Obdachloser ist ein besonderes Problem. Viele Betroffene haben keine Kenntnisse über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen oder auch Angst, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Viele Obdachlose haben auch schlechte Erfahrungen in Arztpraxen und Krankenhäusern gemacht.

Um Obdachlose dennoch medizinisch zu erreichen, gibt es verschiedene so genannte “niedrigschwellige medizinische Dienste”. Diese Dienste sind regional sehr verschieden und oft nur in größeren Städten vorhanden. In wenigen Fällen sind staatliche Stellen beteiligt, z.B. in Köln das Gesundheitsamt. Meistens sind es Angebote in freier Trägerschaft, vor allem der Diakonie und der Caritas. Entweder gibt es Vertragsärzte oder alle Arbeit wird rein ehrenamtlich durch Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern und Rettungsassistenten geleistet. Es gibt Ambulanzen, die in den Städten Obdachlose direkt aufsuchen und Angebote in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, die medizinische Hilfe anbieten.

Wenn Sie wissen möchten, ob es an Ihrem Ort niedrigschwellige medizinische Dienste gibt, dann können Sie Näheres bei der Diakonie oder der Caritas vor Ort erfragen oder sich an das Sozial- oder Gesundheitsamt in Ihrer Stadt wenden. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. hat Informationen über lokale Angebote für die medizinische Versorgung von Obdachlosen, Ärzte vermitteln kann sie selbst nicht. Kennen Sie einen Obdachlosen? Bitte machen Sie ihn auf diese Hilfsangebote aufmerksam. Klicken Sie auf einen der folgengen Links für weitere Informationen

Katholische Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: www.kagw.de
Diakonisches Werk der EKD: www.diakonie.de
Deutscher Caritas Verband: www.caritas.de
Kreisverbände des Roten Kreuzes: www.drk.de/das-drk/adressen/
Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: www.bag-wohnungslosenhilfe.de
Unsichtbar e.V.: www.unsichtbar-ev.de
Weitere Hilfen für Obdachlose bei der evangelischen Kirche: www.ekhn.de/…

Zurzeit ohne Versicherungsschutz? 

Seit März 2007 sind ehemals Krankenversicherte ohne derzeitigen Versicherungsschutz berechtigt, in ihre bisherige gesetzliche oder private Krankenversicherung zurückzukehren. Diese Gesetzesänderung nach § 5 Ziff. 13 SGB V gewährleistet auch Obdachlosen einen Zugang zu Krankenversicherung und ärztlicher Behandlung. Wenn Sie nicht krankenversichert sind oder nicht wissen, ob Sie krankenversichert sind, dann fragen Sie beim Sozialamt Ihres Wohnortes nach! Den Gesetzestext des Sozialgesetzbuches (SGB), Fünftes Buch (V) “Gesetzliche Krankenversicherung ” finden Sie wenn sie hier klicken.

Einrichtungen für Folteropfer und traumatisierte Flüchtlinge

In Deutschland gibt es einige Einrichtungen speziell für Folteropfer. Darüber hinaus bietet eine Reihe von Einrichtungen psychologische oder auch psychotherapeutische Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge an. Das kann psychologische Beratung aber auch die therapeutische Behandlung umfassen. Einige Einrichtungen stellen ärztliche oder psychologische Gutachten aus oder haben spezielle Erfahrung mit der Hilfe für traumatisierte Kinder oder Jugendliche. Eine Liste der Einrichtungen für Folteropfer und traumatisierte Flüchtlinge, die der IGFM bekannt sind, finden Sie hier :
(Hilfe für Folteropfer oder traumatisierte Migranten finden)

Ärztliche Hilfe für illegale Migranten

Jede Person, die sich in Deutschland aufhält, hat das Recht auf eine Krankenbehandlung – auch Personen, die sich illegal in Deutschland aufhalten (siehe § 1 Abs. 1 Nr. 5, § 4 AsylbLG). Das gilt jedoch nicht für die medizinische Regelversorgung. Außerdem können die Leistungen nur in Anspruch genommen werden, wenn die Person bereit ist, ihren Aufenthaltsstatus offen zu legen. Um medizinische Leistungen zu beantragen, müssen sich Personen ohne Krankenversicherung an das Sozialamt wenden.

Grundsätzlich sind öffentliche Stellen, wie z.B. Sozial- und Arbeitsämter, verpflichtet, die Ausländerbehörde zu benachrichtigen, wenn sie Kenntnis vom illegalen Status eines Ausländers erfahren (§ 76 Abs. 2 AuslG). Prinzipiell unterliegen städtische Krankenhäuser auch dieser Pflicht. Jedoch können sich Ärzte auf die ärztliche Schweigepflicht berufen. Ärzte und Ärztinnen, die nicht in staatlichen Einrichtungen arbeiten, sind nicht zur Meldung an die Ausländerbehörde verpflichtet.

In medizinischen Notfällen müssen Ärzte und Krankenhäuser in jedem Fall helfen, auch wenn die Bezahlung ihrer Hilfe nicht geklärt ist. Das ergibt sich in Notfällen aus der allgemeinen Hilfeleistungspflicht aus § 323 c StGB. Wer dieser Pflicht in erforderlichen Situationen nicht nachkommt, obwohl es zumutbar ist, macht sich nach dieser Vorschrift strafbar. Der Arzt hat dabei in Notfällen (!) eine Untersuchungs- und Behandlungspflicht.

Problematisch ist die Frage der Kostenübernahme. Diese können vom Sozialamt übernommen werden, wenn der Patient sie selbst nicht tragen kann. Jedoch ist das Sozialamt wie erwähnt als öffentliche Stelle dazu verpflichtet, die Personendaten an die Ausländerbehörde weiterzuleiten. Für fallbezogene und praktische Fragen gibt es Büros für medizinische Flüchtlingshilfe, die direkt und kostenlos vermitteln oder auch selbst helfen können.
Für mehr Informationen über das Asylbewerberleistungsgesetz klicken Sie bitte hier

Halten Sie sich ohne gültige Papiere in Deutschland auf oder kennen Sie eine Person, die sich illegal in Deutschland aufhält? Wenden Sie sich an eine Flüchtlingsberatungsstelle und lassen Sie sich beraten oder empfehlen Sie die Hilfe einer Flüchtlingsberatungsstelle! In vielen Fällen lässt sich der Aufenthalt legalisieren. Sie können sich auch anonym an Flüchtlingsberatungsstellen wenden, die Hilfe ist kostenlos.
(hier finden Sie weitere Infos über Flüchtlingsberatungsstellen in Ihrer Nähe )

Medizinische Hilfe für Personen ohne Versicherungsschutz

Bei der Malteser Migranten Medizin (MMM) finden Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus und Menschen ohne Krankenversicherung einen Arzt, der die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder einer Schwangerschaft unbürokratisch und unter Wahrung der Anonymität übernimmt. Vernetzungen und Kooperationen mit Kirchen, Verbänden und Vereinen ermöglichen weitere Hilfe. Die Behandlung wird teilweise sogar völlig kostenfrei angeboten. Weitere Informatinoen zur MMM finden Sie wenn Sie hier klicken.

Medizinische Hilfe für Flüchtlinge ohne Versicherungsschutz, also für illegale Migranten, bieten auch eine Reihe anderer Einrichtungen an. Eine bundesweite Übersicht finden Sie hier.