/Nigeria - Menschenrechte in Nigeria

Von Amina Lawal zu Boko Haram: Ein Jahrzehnt Scharia in Nord-Nigeria (1999–2009)

Seit die Scharia 1999 in zwölf Nord-Nigerianischen Staaten eingeführt wurde, haben geschätzte 12.000 bis 14.000 Nigerianer ihr Leben gelassen – in den Aufständen und durch sinnlose Gewalt, die als Folge der angespannten Beziehung zwischen Christen und Muslimen seit Einführung der Scharia immer wieder aufflammt. Foto von Jamie Kennedy, Quelle: Wikimedia Commons

Hintergrund: Nigeria – Afrikas verwundetes Herz

Nigeria, im Westen Afrikas gelegen, ist mit etwa 170 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Die Bevölkerung besteht jeweils etwa zur Hälfte aus Christen und Muslimen. Das Land steht im Zentrum der Bemühungen von Islamisten, die gegen den Widerstand sowohl der christlichen Bevölkerungshälfte als auch der zahlreichen moderaten Muslime die Herrschaft der Scharia anstreben. Foto von airpanther, Quelle: Flickr

Hintergrund: Fakten über Boko Haram

Boko Haram wurde im Jahr 2002 in Maiduguri, im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias von Mohammed Yusuf gegründet. In den ersten Jahren operierte die Gruppe offen als fundamentalistisch islamistische Gemeinschaft, die alles Westliche, vor allem eine säkulare Gesellschaftsform, entschieden ablehnte.Seit Januar 2010 verüben Boko Haram-Islamisten immer wieder Anschläge mit Bomben und Schusswaffen. Foto von AK Rockefeller, Quelle: Flickr

Interview mit Dr. Emmanuel Ogbunwezeh über Christen in Nigeria und die islamistische Bedrohung

Regelmäßig reist Dr. Emmanuel Franklyne Ogbunwezeh, Referent der IGFM für Sub-Sahara-Afrika, nach Nigeria, wo er geboren ist. Bei seiner jüngsten Reise recherchierte er zur Situation der Christen und die islamistischen Bedrohungen. Über seine Erkenntnisse sprach mit ihm Michaela Koller, die IGFM-Referentin für Religionsfreiheit.

Homophobie und Verfolgung von LGBTs in Nigeria

Auf Homosexualität steht nach islamischem Recht in Nordnigeria die Todesstrafe. In allen übrigen Bundesstrafen 14 Jahre Gefängnis – ohne Ermessensspielraum der Richter. Eine aggressive Homophobie von religiösen Autoritäten vergiftet die Haltung weiter Teilen der Bevölkerung gegenüber LGBTs.