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Konsequenzen für „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Konsequenzen aus nuklearer Bedrohung und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gefordert

IGFM verlangt Ende der Ausbeutung von Sklavenarbeitern durch EU-Firmen

Martin Lessenthin eröffnet die Mahnwache vor der nordkoreanischen Botschaft in Berlin.

 

Berlin (28. September 2016) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat auf einer Protestaktion in Berlin vor der Botschaft Nordkoreas am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen Firmen aus der Europäischen Union erhoben. In Nordkorea und sogar innerhalb der EU, in Polen, würden nordkoreanische Arbeiter unter sklavenartigen Bedingungen ausgebeutet. Die IGFM und rund 60 Koreaner forderten von der Bundesregierung und der EU Konsequenzen aus der nuklearen Bedrohung und den „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ durch das Regime in Pjöngjang.

Die UN-Untersuchungskommission zur Menschenrechtssituation in Nordkorea hat bereits am 17. Februar 2014 festgestellt, dass Nordkorea systematisch „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen die eigene Bevölkerung verübt. „Die Schwere, das Ausmaß und die Art dieser Menschenrechtsverletzungen zeigen einen Staat, der in der gegenwärtigen Welt ohne Parallele ist“, unterstrich die UN-Kommission und rief „dringend“ zum sofortigen Handeln auf. Doch sowohl von der nordkoreanischen Regierung als auch von seiner Schutzmacht China und von der Europäischen Union seien bisher Konsequenzen ausgeblieben, beklagt die IGFM. Gleichzeitig bedrohe die sogenannte „Demokratische Volksrepublik Korea“ mit ihrem Nuklear- und Raketenprogramm das demokratische Südkorea und Japan.

 

Keine Ausbeutung nordkoreanischer Arbeitssklaven – weder in der EU, noch anderswo

Nordkoreanische Arbeiter werden von der Regierung außerhalb ihrer Heimat als Devisenbringer eingesetzt. Das Regime behält ihre Angehörigen als Geiseln zurück. Bei einer Flucht der Arbeiter droht den Familien Lagerhaft und Folter. Den Arbeitern selbst wird der Lohn für ihre Arbeit vorenthalten. Sie werden sowohl vom nordkoreanischen Regime, als auch von den Firmen ausgebeutet, die sie als billigste Arbeitskräfte beschäftigen.

Auch in Nordkorea selbst werden sowohl Lagerhäftlinge als auch reguläre Arbeiterinnen, Arbeiter aber auch Techniker, Programmierer, Zeichner und andere z.T. hoch qualifizierte Nordkoreaner vom Regime wirtschaftliche ausgebeutet. Die IGFM fordert daher, keine Arbeitsvisa für nordkoreanische Staatsbürger auszustellen und ein Ende der wirtschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen aus der EU mit Nordkorea.

 

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